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Dahme-Spreewald Björn Andrae verlässt Netzhoppers
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15:06 29.11.2018
Sein letztes Spiel im Netzhoppers-Trikot bestritt Björn Andrae in der Landkost-Arena am 17. März bei der 2:3-Niederlage gegen Lüneburg. Quelle: Oliver Schwandt
Bestensee

Björn Andrae ist kein Spieler des Volleyball-Bundesligisten Netzhoppers SolWo Königspark KW mehr! Der 37-jährige Außenangreifer und 280-fache Nationalspieler hat ab Dezember einen Vertrag bei Ligakonkurrent SWD powervolleys Düren unterschrieben.

„Den Anruf von Düren bekam ich in meinem Thailand-Urlaub. Zwei Tage vor der Abreise am vergangenen Dienstag kontaktierte mich Coach Stefan Falter und fragte mich, ob ich mir einen Wechsel zu seinem Team vorstellen könnte“, berichtet Andrae, „da ich keinen neuen Vertrag bei den Netzhoppers bekommen habe und ich noch eine weitere Saison professionellen Volleyball spielen wollte, sagte ich kurzerhand zu. Der Verein hat eine große Tradition und ich glaube, die Truppe hat sehr viel Potenzial. Darum freue ich mich auf das Abenteuer im Westen der Republik und probiere, so gut es geht meinem neuen Team zu helfen.“

Tomáš Kocian ist aus der gemeinsamen Zeit in Friedrichshafen gut mit Björn befreundet“

Die powervolleys haben Andrae verpflichtete, um den verletzungsbedingten Ausfall des kanadischen Angreifers Lucas Coleman zu kompensieren. „Wir haben uns lange überlegt, wie wir auf die Verletzung von Coleman – der uns drei Monate fehlen wird – reagieren können“, so Falter auf der Facebookseite des Vereins. „Wir nutzten die Chance, einen enorm routinierten Spieler zu holen, der gut für das Mannschaftsgefüge ist und seinen Mitspielern mit seiner Art weiterhilft. Mal ganz abgesehen davon, dass er eine große Verstärkung ist, wenn er wieder bei 100 Prozent ist. Wie das bei einem Spieler aus dem Ausland gewesen wäre, den wir nicht so gut kennen, ist offen. Spielmacher Tomáš Kocian ist aus der gemeinsamen Zeit in Friedrichshafen gut mit Björn befreundet und hat den Kontakt zu ihm hergestellt“, berichtet der SWD-Coach weiter, „die Optionen, einen jungen Spieler aus dem Ausland zu verpflichten, waren da. Aber ich denke, mit Björn haben wir einen erfahrenen Spieler bekommen, der uns mit seiner Routine sicherlich weiterhelfen kann.“

Auch der Sportliche Leiter der Dürener, Goswin Caro, äußerte sich zur Verpflichtung des ehemaligen Kapitäns der Deutschen Nationalmannschaft: „Mit unserem Neuzugang zeigen wir den anderen Spielern, dass wir trotz des Ausfalls von Coleman weiterhin sehr ehrgeizige Ziele verfolgen.“

„Die powervolleys haben locker den doppelten Etat als wir“

Netzhoppers-Manager Arvid Kinder hätte sehr gerne den zwei Meter großen Außenangreifer weiterhin im Trikot der Dahmeländer spielen sehen. „Unser Budget reicht einfach nicht, um Björn ein Angebot zu machen. Ich habe viele Gespräche mit Sponsoren geführt, die leider nichts gebracht haben. Aus diesem Grund konnten wir Björn keinen neuen Vertrag geben. Die powervolleys haben locker den doppelten Etat als wir. Deshalb können sie bei einer Verletzung eher reagieren als es hier bei den Netzhoppers der Fall ist“, informiert Kinder.

„Ich hatte zusammen mit den Jungs ein super Zeit“

Der Wechsel nach Düren – einer Stadt in der Nähe von Köln (Nordrhein-Westfalen) – ist Andrae nicht unbedingt leicht gefallen, da er zwei tolle Jahre bei den Dahmeländern hatte. „Ich werde die Zeit bei den Netzhoppers immer in meinem Herzen behalten. Den Wechsel vom Spitzenteam VfB Friedrichshafen zu den Netzhoppers 2016 habe ich keinen Tag bereut, obwohl wir nicht so hochklassig wie zum Beispiel die Mannschaft vom Bodensee gespielt haben. Ich hatte zusammen mit den Jungs ein super Zeit, die mir alle nach dem Bekanntwerden des Wechsels nach Düren viel Glück wünschten“, so der gebürtige Berliner, „die Atmosphäre in der Landkost-Arena werde ich außerdem vermissen. Die Fans, die ein Traum sind, stehen wie eine Wand hinter ihrem Team. Deshalb hat es mir immer wieder viel Spaß gemacht, in der Landkost-Arena zu spielen.“

Seit dem Sommer 2016 stand der 37-Jährige bei den Dahmeländern unter Vertrag. In seiner ersten Spielzeit wurde Andrae insgesamt zehn Mal (6 x Gold, 4 x Silber) zum wertvollsten Spieler der Netzhoppers gewählt (MVP). Mit 206 Angriffspunkten rangierte er in der Statistik aller Bundesligaspieler auf dem elften Platz. Die vergangene Saison verlief für ihn ähnlich erfolgreich. 188 Zähler reichten zum 15. Rang. Über die MVP-Ehrung konnte er sich 2017/2018 sechs Mal freuen (2 x Gold, 4 x Silber).

Ein baldiges Wiedersehen mit dem ehemaligen Publikumsliebling Andrae gibt es bereits am 26. Januar, wenn die Netzhoppers die SWD powervolleys Düren in der Landkost-Arena zu Gast haben. „Ich werde dieses Match nutzen, um mich von den Fans persönlich zu verabschieden, denn diese haben mich bei den Heimspielen hervorragend unterstützt. Mit dem einen oder anderen werde ich nach dem Duell auch ein Bier zusammen trinken“, kündigt der Neu-Dürener an.

Von Oliver Schwandt

Die Glücksfee meinte es nicht wirklich gut mit den Netzhoppers SolWo Königspark KW. Im Viertelfinale des DVV-Pokals empfängt der Volleyball-Bundesligist am Sonntag, 25. November, um 16 Uhr in der Landkost-Arena keinen geringeren als den Deutschen Meister Berlin Recycling Volleys.

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