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Dahme-Spreewald Der Trommler der „Netzinos“
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15:43 17.02.2017
Verpasst mit seiner Trommel kein Heimspiel der Netzhoppers: Mario Wersinger. Quelle: Oliver Schwandt
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Königs Wusterhausen

Mit seiner Trommel wird Mario Wersinger auch beim Heimspiel des Volleyball-Bundesligisten Netzhoppers SolWo Königspark KW gegen den TV Ingersoll Bühl (19 Uhr) für ordentlich Stimmung in der Bestenseer Landkost-Arena sorgen. Seit zehn Jahren ist der 47-Jährige der Vorsitzende des Fanclubs „Netzino“, der im kommenden Mai sein Jubiläum feiern wird. Im Interview äußert sich Wersinger unter anderem darüber, wie er den Volleyballkrimi gegen den VfB Friedrichshafen erlebte und wer sein Lieblingsspieler in den vergangenen zehn Jahren bei den Netzhoppers war.

Wie haben Sie die Begegnung zusammen mit dem Fanclub gegen den deutschen Rekordmeister VfB Friedrichshafen am vergangenen Sonntag erlebt?

Es war aus meiner Sicht ein sehr anstrengendes Match, das aber jederzeit äußerst spannend war. Die Begegnung dauerte ja fast zwei Stunden, das kommt bei Netzhoppersspielen gegen die Truppe vom Bodensee nur sehr selten vor. Aus meiner Sicht war es das beste Spiel in dieser Saison, welches ich von den Netzhoppers gesehen habe. Obwohl unsere Jungs am Ende mit leeren Händen dastanden, war noch eine Steigerung gegenüber dem Match in Düren zu erkennen, wo die Truppe drei Zähler mit nach Hause nehmen durfte. Wenn man sich die Satzergebnisse im Einzelnen anguckt, erkennt man deutlich die grandiose Leistung der Mannschaft, denn alle vier Durchgänge waren heiß umkämpft. Egal, wer auf dem Feld stand, jeder Spieler hat für den anderen gekämpft, das Team hat total zusammengestanden und einfach nur schönen Volleyball gespielt.

Die Netzhoppers haben im dritten Satz beim Stand von 24:23 Satzball. Wird dieser verwandelt, wäre die Sensation perfekt gewesen.

Das sehe ich genauso, aber einem Björn Andrae darf man auch einmal Fehler zugestehen. Auch bei so einem ehemaligen Weltklassespieler klappt nicht immer alles. Björn ging bei seiner Angabe auf volles Risiko, da kann so ein Ball auch einmal in die Hose gehen.

Wie fanden Sie die Stimmung in der Halle, denn immerhin wollten 564 Zuschauer das Match gegen die Baden-Württemberger sehen?

Die Stimmung war einfach bombastisch, das hatten wir schon lange nicht mehr. Es war deutlich zu erkennen, dass die Leute gedacht haben, heute geht für die Netzhoppers etwas. Leider ging am Ende doch nichts, doch wenn die Stimmung heute gegen Bühl in der Halle ähnlich sein wird, dann wird es für die Gäste sicherlich schwer, etwas Zählbares gegen unser Team zu holen.

Heute geht es gegen Ingersoll, am kommenden Sonnabend kommt der TV Rottenburg nach Bestensee. Gegen diese beiden Gegner müssen doch zwei Siege nach den gezeigten Leistungen aus den vergangenen zwei Wochen drin sein.

Davon gehe ich aus. Ich bin mir sicher, dass die Jungs gegen diese beiden Kontrahenten Punkte holen werden. Ich könnte hoch pokern und sagen, sechs werden es nach diesen beiden Begegnungen sein (lacht).

Aber dafür muss die Mannschaft an die Leistung der beiden letzten Spiele anknüpfen.

Natürlich, sonst wird es nichts mit sechs Zählern, denn auch Bühl und Rottenburg können Volleyball spielen. Dies hat man ja in den Hinpartien gesehen, bei denen wir beide Begegnungen verloren hatten. Wenn man gegen diese beiden Teams nachlässig agiert, kann es ganz schnell nach hinten losgehen. Aber Bühl und Rottenburg sind auch Gegner, mit denen wir auf Augenhöhe agieren.

Sie sind der Vorsitzende des Fanclubs „Netzino“, der ja im Mai sein zehnjähriges Bestehen feiert. Wie ist eigentlich die Idee entstanden, einen Fanclub zu gründen?

In der ersten Bundesligasaison kam der damalige Geschäftsführer Jens Niefeldt auf uns zu und fragte, ob wir nicht einen Fanclub gründen wollen. Anschließend haben wir uns mit sieben Leuten zusammengesetzt und haben den Fanclub als eingetragenen Verein im Mai 2007 ins Leben gerufen. So ist die Idee entstanden, einen Fanclub für die Netzhoppers zu gründen.

Wie viele Mitglieder gehören den „Netzinos“ an?

Momentan haben wir knapp 60 Mitglieder. Die mit Trommeln und Trompeten in der Landkost-Arena für Stimmung sorgen – deshalb heißt sie ja auch fast überall nur „Brandenburger Hölle“ – sind die ganz harten „Netzinos“, die beim Trommeln auch richtige Schmerzen auf sich nehmen.

Wieso Schmerzen?

Ich trage immer an der rechten Hand einen Schutzhandschuh, weil nach meinem ersten Match in Delitzsch, wo ich trommeln durfte, nach zwei gespielten Sätzen meine rechte Hand total blutig war und so gut wie keine Haut mehr auf dem Fleisch als natürlicher Schutz vorhanden war. Die Schmerzen, die ich da hatte, kann sich wohl jeder vorstellen.

Wie viele Trommeln und Felle haben Sie denn bisher schon zerstört?

Zwei Trommeln und sieben Felle habe ich in den vergangenen zehn Jahren schon zerlegt.

Sie haben ja in ihrem Wohnzimmer etwa 15 Trikots von Netzhoppers-Spieler zu hängen. Wo kommt denn dieser große Bestand überhaupt her?

Ich habe welche bei Versteigerungen ergattert. Auch einige Akteure haben mir nach der Saison ihr Trikot geschenkt.

Wer war denn Ihr Lieblingsspieler in den vergangenen zehn Jahren?

Diese Frage kann ich so nicht beantworten. Ich habe viele unterschiedliche Akteure bei den Netzhoppers in den letzten zehn Jahren kennengelernt. Ich habe keinen Lieblingsspieler. Arwid Kinder und Manuel „Potze“ Rieke waren die beiden einzigen Netzhoppers, die mich am längsten begleitet haben. Deshalb sind mir die beiden schon ein wenig ans Herz gewachsen. Ich freue mich aber auch immer wieder, wenn sich ehemalige Spieler, so wie Björn Matthes beim Heimspiel gegen Friedrichshafen, in der Halle blicken lassen. Es sind dann immer sehr herzliche Begegnungen, die meistens mit einem netten Plausch unterlegt sind.

Im Mai finden die Feierlichkeiten zum zehnjährigen Gründungsjubiläum der „Netzinos“ statt. Was genau haben Sie denn dafür geplant?

Derzeit befinden wir uns zusammen mit den Mitgliedern in intensiven Planungen, um die Gründung unseres Fanclubs würdig zu begehen. Geplant ist auf alle Fälle, die Mannschaft mit einzubeziehen, was im Mai schon sehr schwierig sein kann, weil die Saison vorbei ist und viele Spieler nicht mehr so einfach zu bekommen sind. Wir werden auf alle Fälle was auf die Beine stellen. Mal gucken, was es am Ende genau sein wird.


Von Oliver Schwandt

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