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Dahme-Spreewald Ex-Netzhoppers-Kapitän Manuel Rieke erinnert sich
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16:57 11.01.2019
Manuel Rieke (M.) hilft derzeit bei der U16 weiblich der Netzhoppers aus, da der Verein aktuell noch auf Trainersuche ist. Quelle: foto: oliver Schwandt
Königs Wusterhausen

An die Saison 2008/2009 kann sich der ehemalige Kapitän des Volleyball-Bundesligisten Netzhoppers SolWoKönigspark KW, die vor zehn Jahren noch unter dem Namen A10-Netzhoppers KW ihre Partien in der höchsten Liga des Landes bestritten, Manuel Rieke, noch ganz genau erinnern. „Wir beendeten die Serie auf einem hervorragenden fünften Rang. Besser schnitten wir noch nie ab“, erzählt der im Berliner Kollwitz-Kietz wohnende Zuspieler stolz.

Auf den heutigen Tag genau, am 12. Januar 2009, läutete der 3:0-Heimerfolg gegen Evivio Düren – wie die SWD powervolleys damals noch hießen – vor 750 Zuschauern eine ganz starke Rückrunde der Dahmeländer mit insgesamt neun Siegen ein. Nur die Begegnungen zuhause gegen den VfB Friedrichshafen (1:3) und beim SCC Berlin (0:3) wurden in der zweiten Saisonhälfte verloren. Neben Rieke gehörten Erik Weber, Björn Matthes, Arvid Kinder, Nikola Matijasevic, Matthias Böhme, Sebastian Krause, Jonathan Erdmann, Florian Karl, Oliva Solvador Hidalgo und Sebastian Prüsener dem ehemaligen Erfolgsteam der Netzhoppers an.

Am Sonnabend, den 29. Januar, müssen die Brandenburger in der Landkost-Arena wieder einmal in ihrer langen Bundesligageschichte gegen Düren antreten. An einen erneuten Sieg gegen die Truppe aus Nordrhein-Westfalen dürften derzeit nur die kühnsten Optimisten glauben, denn in seiner aktuellen Form ist der Tabellenfünfte mindestens eine Nummer zu groß für die Netzhoppers.

Für Deutschland bestritt der 36-Jährige insgesamt 33 Länderspiele

„Wir waren vor zehn Jahren eine richtig gut eingespielte Truppe, die schon mehrere Saisons miteinander Volleyball spielte. Da sieht es bei der heutigen Mannschaft etwas anders aus, denn besonders die Integration der drei neuen Kanadier und der anderen Zugänge dauert noch ein wenig. Aus diesem Grund ist es nicht so einfach, Ende Januar unseren Erfolg vor zehn Jahren gegen Düren zu wiederholden“, ist sich Rieke sicher, der nach erfolgreichen Saison 2009 in die Nationalmannschaft berufen wurde. Für Deutschland bestritt der 36-Jährige insgesamt 33 Länderspiele.

„Es war ein unglaublich emotionales Gefühl, im Match gegen Griechenland das erste Mal den Bundesadler auf der Brust zu tragen und die Nationalhymne zu hören“, so Rieke, der sich noch ganz besonders an ein Match im Deutschlandtrikot erinnert: „Wir haben in der Euroleague einmal vor 12 000 Zuschauern in Polen gespielt. Kurz nach dem Ertönen der polnischen Halle sangen alle Fans lautstark mit. Da lief es mir kalt den Rücken herunter, so beeindruckend war diese Atmosphäre in der Halle.“

„Hoffentlich kann ich danach wieder besser gehen“

Nach der Spielzeit 2015/2016 beendete Rieke seine Karriere bei den Netzhoppers. Der jahrelange Leistungssport forderte auch bei ihm großen körperlichen Tribut, denn schon seit einiger Zeit hat der 1,94m große gebürtige Potsdamer große Probleme mit seiner Hüfte. „Ich werde am Dienstag von Mannschaftsarzt Kay Dragowsky operiert. Hoffentlich kann ich danach wieder besser gehen“, sagt Rieke, der auch nach seinem Karriereende dem Volleyballsport treu geblieben ist.

Der A-Lizenzinhaber bekam vor der Saison 2016/2017 ein Angebot, den Frauen-Bundesligisten Köpenicker SC zu coachen. „Eigentlich wollte ich diesen Beruf nie ausüben. Aber irgendwie reizte es mich schon, in der ersten Liga Frauen zu trainieren, so dass ich nach Rücksprache mit meiner Frau UIrike für ein Jahr unterschrieben hatte. Nach einer Saison war beim KSC jedoch wieder Schluss, da der Verein pleite gegangen war. Ich konnte aber in dieser Zeit echt viel lernen, davon profitiere ich jeden Tag“, berichtet der ehemalige Spielführer des Culic-Teams.

Nach seiner Zeit in Köpenick trat Rieke die Nachfolge von Ex-Netzhoppers-Jugendtrainer Florian Grüschow an, der in die Nachwuchsabteilung des SC Potsdam gewechselt war. Seit dem Sommer 2017 hat der erfahrene Volleyballer die männlichen Teams von der U17 bis zur U20 im Verein unter seinen Fittichen. Aktuell hilft er bei der weiblichen U16 bei deren Trainingseinheiten aus, da in diesem Team derzeit ein Trainer fehlt, den der Verein händeringend sucht. „Wir brauchen ja besonders im Nachwuchs gut ausgebildete Übungsleiter, denn die legen den Grundstein für den weiteren sportlichen Werdegang der Akteure“, weiß Rieke, der die besten Nachwuchs-Volleyballspieler des Landes zudem als Auswahlcoach regelmäßig bei Lehrgängen und Turnieren betreut. Ihm zur Seite steht sein ehemaliger Teamkollege Sebastian Krause, der als Co-Trainer sein ebenfalls umfangreiches Wissen an die Jugendspieler weiter gibt. Im vergangenen Oktober erreichte das von den beiden ehemaligen Netzhoppers-Akteuren gecoachte Brandenburg-Team den dritten Rang beim Bundespokal Nord in Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern).

Von Oliver Schwandt

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