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Gelungener Test gegen den Meister

Volleyball, Netzhoppers Gelungener Test gegen den Meister

Volleyball-Bundesligist Netzhoppers SolWo Königspark KW setzt die Serie seiner Testspiele fort. Gegen die Berlin Volleys gab es in der Landkost-Arena ein 2:3. Nun kommt eine Mannschaft aus Dänemark.

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Die Berliner blockten gleich zu dritt gegen Netzhoppers-Außenangreifer Björn Andrae (r.).

Quelle: foto: Gerlinde Irmscher

Bestensee. Trainer Mirko Culic war von einem 0:3 ausgegangen und hatte daher vorsorglich einen vierten Satz ausgehandelt. Aber es kam anders. Am Mittwochabend präsentierten die Netzhoppers SolWo Königspark KW in der Landkostarena Bestensee nicht nur ihr neues Team, sondern zeigten im Testspiel gegen den Meister Berlin Volleys eine couragierte Leistung.

Vor 150 Zuschauern mussten sich die Gastgeber knapp mit 2:3 (28:26, 23:25, 25:20, 17:25, 12:15) geschlagen geben. Im Tiebreak führten die Netzhoppers schon mit 8:3, doch dann riss der Faden. Durch starke Aufschläge brachten die Berliner die Annahme der Mannschaft um Kapitän Björn Andrae arg in Bedrängnis und der Favorit holte nicht nur den Rückstand auf, sondern gewann das Match letztlich. Punktbester Akteur war Diagonalangreifer Filip Gavenda mit 17 Zählern. Bei den Berlinern von Trainer Luke Reynolds ragte der US-Amerikaner Kyle Russell mit 23 Punkten heraus.

Berlin setzt Carroll und Kromm nicht ein

Culic neigte jedoch nicht dazu, das Ergebnis über zu bewerten. Im Gegenteil. „Ich fand es eigentlich ein bisschen respektlos vom Gegner, dass er seine beiden Hauptangreifer Paul Carroll und Robert Kromm überhaupt nicht einsetzte.“ Da auch die beiden Mittelblocker Graham Vigrass (beim kanadischen Nationalteam) und Georg Klein (Adduktorenverletzung) fehlten, wussten Trainer und Mannschaft bei den Dahmeländern das Ergebnis richtig einzuordnen, schauten vielmehr auf die eigene Leistung. „Ich konnte alle Spieler gut durchtesten. Der dritte Satz war sehr gut“, meinte Culic. Das könnte ein Maßstab für die Saison sein, die am 14. Oktober mit einem Auswärtsspiel beim TV Rottenburg beginnt.

Spielpraxis sammeln

Culic geht es in diesen Wochen vor allem um Spielpraxis für sein Team. „Im Vorjahr haben wir den Bundesligastart ein wenig verschlafen. Das soll uns kein zweites Mal passieren. Deshalb haben wir diesmal mehr Testspiele, zumal unser Auftaktprogramm sehr hart sein wird“, erklärte der 55-Jährige.

Außerdem gilt es, die Neuzugänge bestmöglich zu integrieren. Mit Außenangreifer Björn Andrae und Mittelblocker Paul Sprung haben zudem zwei Stammkräfte Knieoperationen hinter sich und müssen erst wieder an ihr Leistungsniveau herangeführt werden. „Sie stehen derzeit vielleicht bei 80 Prozent“, schätzte Culic ein. „Aber bis zum Saisonstart haben wir noch zwei Wochen Zeit und noch drei weitere Vorbereitungsspiele. Außerdem arbeiten wir ja weiter an der Athletik.“

Neuzugänge bieten sich an

Der neue Zuspieler Luke Herr kommt immer besser zurecht. Auch Außenangreifer Timo Schlag und Diagonalspieler Jan-Philipp Krabel bieten sich an und kämpfen um ihren Platz im derzeit 13-köpfigen Team. Mit Nikola Poluga könnte bis zum Saisonstart noch ein 14. Akteur dazu kommen. Der bundesligaerfahrene Serbe spielt auf der Mittelblockposition und wurde am Mittwoch von Culic getestet. Zuletzt war Poluga beim Zweitligisten Eltmann aktiv. „Mit ihm hätten wir alle Positionen doppelt gut besetzt – das würde uns auch im Training weiterhelfen“, sagte Culic, der damit deutlich machte, dass er den Serben gern nehmen würde. Laut Manager Arvid Kinder sei über den Transfer aber noch nicht entschieden.

Die Netzhoppers testen am Freitag ab 15 Uhr in der Landkost-Arena Bestensee gegen den dänischen Erstligisten Middelfart VK, der am Donnerstag anreiste.

Am Samstag (14.30Uhr) bestreiten die Netzhoppers ein zweites Testspiel gegen Middelfart VK in der Softline-Arena in Storkow. Der Eintritt ist jeweils frei.

Am 11. Oktober wird es drei Tage vor dem Bundesligastart ein abschließendes Testspiel gegen den polnischen Zweitligisten Walbrzych geben.

Von Peter Stein

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