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Maximilian Möbis startet bei U23-WM

Rad-Cross Maximilian Möbis startet bei U23-WM

Der aus Teupitz stammende Rad-Cross-Fahrer Maximilian Möbis steht am Sonntag vor seiner bisher größten sportlichen Herausforderung. Im Trikot der Deutschen Nationalmannschaft geht er bei den Weltmeisterschaften in der Alterklasse U23, die im niederländischen Volkenburg ausgetragen werden, um 11 Uhr an den Start.

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Maximilian Möbis nutzte das Weltcup-Rennen am vergangenen Sonntag in Hoogerheide, um sich den letzten WM-Feinschliff zu holen.

Quelle: John de Jong

Teupitz. Der aus Teupitz stammende Rad-Cross-Fahrer Maximilian Möbis steht am Sonntag vor seiner bisher größten sportlichen Herausforderung. Im Trikot der Deutschen Nationalmannschaft geht er bei den Weltmeisterschaften in der Alterklasse U23, die im niederländischen Volkenburg ausgetragen werden, um 11 Uhr an den Start. Im Interview erzählt der 19-Jährige unter anderem, wie er sich auf diesen sportlichen Höhepunkt vorbereitet hat und welche Platzierung er sich für diese internationalen Titelkämpfe vorgenommen hat.

Herr Möbis, wie fühlen Sie sich nur wenige Stunden vor dem bisherigen größten Highlight in ihrer sportlichen Karriere?

Maximilian Möbis: Ich denke, ich habe mich optimal auf diese WM vorbereitet, deshalb fühle ich mich gut und bin froh, dass das Warten endlich ein Ende hat und das Rennen bald losgeht. Ich war ja am vergangenen Wochenende noch beim Weltcup in Hoogerheide im Einsatz, um mir den letzten Feinschliff für die Weltmeisterschaft zu holen. Zwar wurde ich dort nur 33., war aber nach dem Wettkampf mit meiner Leistung zufrieden, da ich dort deutlich stärker gefahren bin als bei meinen DM-Sieg zwei Wochen zuvor. Meine Platzierung sagte auch nicht das aus, wie das Rennen wirklich war.

Was haben Sie sich als Zielstellung für den Wettkampf am Sonntag vorgenommen?

Mein Ziel ist es, einen Platz in den Top 20 zu erreichen. Wenn ich einen super Tag erwische, an dem alles passt, dann ist dies für mich eine realistische Zielstellung. Die Strecken- und Wetterbedingungen müssen ebenfalls passen, denn ich bin ein Rad-Crosser, der außergewöhnliche Verhältnisse so richtig mag. Ich finde es richtig toll, im Schlamm zu fahren und mag riskante Abfahrten, die es ja in Valkenburg geben soll. Ich finde es sehr langweilig, auf einer Wiese nur geradeaus zufahren, das reizt mich überhaupt nicht.

Sie hoffen also sehr, dass es am Sonntag regnet oder schneit, damit Sie so richtig heiß laufen können?

Genau. Wenn andere Fahrer bei solchen Witterungsverhältnissen kapitulieren und keinen Bock mehr haben, dann fühle ich mich pudelwohl. Dann ist mein Kopf richtig frei, um außergewöhnliche sportliche Leistungen zu bringen. In der Vergangenheit habe ich sehr oft Rennen gewonnen, bei denen außergewöhnliche Bedingungen vorherrschten.

Wie viele Sportler aus der gesamten Welt gehen denn in ihrem WM-Rennen an den Start?

Es werden etwa 50 Sportler sein, die um den Sieg in Valkenburg fahren wollen.

Welche Nationen gehören denn aus Ihrer Sicht zum Favoritenkreis?

Sicherlich werden die Belgier und die Niederländern den WM-Sieg unter sich ausmachen. In beiden Ländern ist Rad-Cross am populärsten, sodass dort auch die stärksten Fahrer beheimatet sind. Der ein oder andere Amerikaner kann sich eventuell noch Siegchancen ausrechnen. Es gibt noch einen Briten, der, wenn er einen guten Tag haben sollte, sogar ein ernsthafter Titelfavorit sein könnte.

Wie viele Kilometer müssen denn bei der WM gefahren werden?

In Kilometern kann man das nicht konkret sagen, da die reine Fahrtzeit bei diesem Wettkampf 50 Minuten beträgt. Eine Runde, die etwa drei Kilometer lang ist, dauert im Schnitt acht Minuten. Nach einer Durchfahrt misst das Kampfgericht die Zeit und rechnet aus, wie viele Runden gefahren werden müssen, bis insgesamt die 50-minütige Fahrtzeit erreicht wird. Deshalb kann man im Vorfeld nie sagen, welche Distanz die Teilnehmer zurücklegen müssen.

Die Cross-Räder sind ja relativ schnell verschlammt, da nur der kürzeste Teil des Rennens über Straße gehen wird. Wie viele Fahrräder haben Sie denn überhaupt dabei und wer macht sie sauber?

Ich habe zwei Cross-Räder im Gesamtwert von 4000 Euro mit dabei, die bereits während des Rennens geputzt werden. Diese Aufgabe übernimmt mein Vater Marco, der in der Wechselzone mit einem Kärcher in der Hand bereitsteht, um nach jeder gefahrenen Runde das jeweilige Rad von Schlamm und Dreck zu befreien.

Wäre es da nicht besser, nicht nach jeder Runde in der Wechselzone zu stoppen, sondern zum Beispiel nur jede dritte, um keine Zeit einzubüßen?

Nein, auf keinen Fall. Irgendwann ist die Schaltung so zugesetzt, sodass die Gefahr eines Kettenrisses oder sogar das Abreißen der Schaltung besteht. Deshalb müssen die Räder regelmäßig getauscht werden. Mein WM-Konkurrenten müssen ja ebenfalls ihre Räder tauschen.

Wie sieht Ihre Taktik für den morgigen Wettkampf aus?

Ich habe mir vorgenommen, sofort nach dem Startschuss Vollgas zu geben, da ich mich aus der vierten Reihe in die Spitzengruppe nach vorne kämpfen muss. Da ich nicht genügend Weltcup-Punkte auf dem Konto habe, muss ich leider von weiter hinten starten.

Von Oliver Schwandt

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