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Dahme-Spreewald Netzhoppers empfangen die BR Volleys
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08:18 24.11.2018
Der ehemalige Nationalspieler Dirk Westphal trägt seit dieser Saison das Trikot der Netzhoppers. Quelle: Oliver Schwandt
Bestensee

Die Glücksfee meinte es nicht wirklich gut mit den Netzhoppers SolWo Königspark KW. Im Viertelfinale des DVV-Pokals empfängt der Volleyball-Bundesligist am Sonntag, 25. November, um 16 Uhr in der Landkost-Arena keinen geringeren als den Deutschen Meister Berlin Recycling Volleys.

Die Hauptstädter haben aber bei weitem noch nicht die Form in dieser Spielzeit erreicht, die sie bei ihrer neunten Meisterschaft in der vergangenen Saison hatten. Dem neuen französischen Trainer Cédric Énard ist es aktuell noch nicht wirklich gelungen, nach den Abgängen von Robert Kromm (Karriereende), Paul Carroll (Jenissei Krasnojarsk), Aleksandar Okolic (PAOK Thessaloniki), Luke Perry (Asseco Resovia Rzeszów), Pierre Pujol (unbekannt), Daan van Haarlem (Lewski Sofia) und Graham Vigrass (Onico Warschau) aus dem derzeitigen Team eine Einheit zu formen.

Eine Platzierung, mit der BR-Manager Kaweh Niroomand am Ende der Serie niemals zufrieden sein dürfte

Die BR Volleys hinken in der Bundesliga ihren eigenen Ansprüchen deutlich hinterher. In der heimischen Max-Schmeling-Halle unterlag das Team bereits den SWD powervolleys Düren (2:3) und erst am vergangenen Sonntag den RheinMain Volleys Frankfurt mit 0:3-Sätzen. In der Tabelle liegen die Berliner hinter den beiden Meisterschaftskonkurrenten Hypo Tirol AlpenVolleys Haching und Dauerrivale VfB Friedrichshafen nur auf dem dritten Rang. Eine Platzierung, mit der BR-Manager Kaweh Niroomand am Ende der Serie niemals zufrieden sein dürfte.

Bei einem Pokalausscheiden würde in Berlin sicherlich eine Trainerdiskussion entfacht werden, denn die Hauptstädter liegen mit ihrem Saisonetat von zwei Millionen Euro sehr deutlich über dem der Dahmeländer (450 000 Euro).

„Wir spielen gegen den Deutschen Meister“

Für Netzhoppers-Akteur Dirk Westphal, der von 2005 bis 2006 das Trikot des damaligen SCC Berlin trug, ist sein früherer Verein im Viertelfinale am Sonntag trotz der derzeitigen Probleme in der Bundesliga ganz klar der große Favorit. „Wir spielen gegen den Deutschen Meister, das sagt die Schwere der Begegnung aus. Gegen so eine erstklassige Mannschaft im Pokal-Viertelfinale antreten zu dürfen, ist für uns Motivation genug. Ich gehe sehr davon aus, dass die Halle am Sonntag voll werden wird. Mit unseren Fans im Rücken wollen wir natürlich versuchen, dem großen Favoriten ein Bein zu stellen.“

Dabei läuft es bei den Netzhoppers aktuell auch nicht gerade wirklich gut. Nach dem erstklassigen Pokalsieg im Achtelfinale gegen die Volleyball Bisons Bühl (3:0) ist das Team in ein kleines Loch gefallen. Nach der Verletzung von Außenangreifer Theo Timmermann im Punktspiel gegen die SVG Lüneburg fehlte die Abstimmung zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen.

„Das war unsere schlechteste Saisonleistung“

Diese Probleme konnten auch nicht bei der Auswärtsaufgabe beim TV Rottenburg abgestellt werden, so dass die Netzhoppers in Baden-Württemberg eine deutliche 0:3-Niederlage kassierten. „Das war unsere schlechteste Saisonleistung“, schimpfte Coach Mirko Culic nach dem Match.

Auch der 78-fache Deutsche Nationalspieler Westphal ist sich um die derzeitigen Probleme in der Mannschaft sehr bewusst. „Uns ist derzeit die Selbstverständlichkeit abhanden gekommen, die wir in der Vorbereitung noch an den Tag gelegt hatten. Aktuell ist bei uns ein wenig Verunsicherung da und die Leichtigkeit ist verloren gegangen“, so Westphal, der ganz genau weiß, wie man den Serienmeister am Sonntag etwas ärgern kann.

„Wir haben nichts zu verlieren“

„Wir können nur gegen die BR Volleys bestehen, wenn wir sie mit knüppelharten Aufschlägen unter Druck setzen. Zudem müssen wir einen richtig guten Tag erwischen, nur dann wäre eine Überraschung möglich. Wir als Mannschaft werden jedenfalls alles dafür geben, um den Fans eine tolle Partie zu liefern. Wir haben nichts zu verlieren und können deshalb sehr entspannt in dieses Berlin-Brandenburg-Derby gehen“, ist sich der 2,03 m große Außenangreifer sicher.

Von Oliver Schwandt

„Bei der Bewerbung für die Stelle als Geschäftsführerin war ich nur die zweite Wahl“, erinnert sich Dagmar Engeldinger, die sich seit 2003 unter anderem um die Finanzen bei der WSG’81 Königs Wusterhausen kümmert. „Nach zwei Wochen schmiss mein Vorgänger, für den das Aktenchaos in der Geschäftsstelle einfach zu unübersichtlich war, zum Glück für mich hin.“

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