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Dahme-Spreewald Nick Hannig freut sich auf Ryan Ford
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16:02 25.01.2019
Nick Hannig (2. v. l.) bei der Pressekonferenz mit Trainer Andreas Hannig (l.), Promotor Alexander Petkovic und Boxerin Christina Hammer. Quelle: Oliver Schwandt
Königs Wusterhausen

Die Vorfreude auf den größten Kampf in seiner bisherigen Karriere war Nick Hannig auf der Pressekonferenz im Van der Valk Hotel Dahlewitz am Donnerstagnachmittag sichtlich anzumerken. „Ich kann es kaum erwarten, dass es endlich losgeht“, so der 32-jährige Königs Wusterhausener, der am Samstag, den 9. Februar, in der Berliner Verti Hall gegen den Kanadier Ryan Ford um den WBO International Titel boxt. Extra für diesen Anlass reiste Hannig mit seinen 72er Ford Mustang zum Medientreffen.

„Wir wollen offensiv boxen“

Zum „wilden Mustang“ will der sympathische Dahmeländer auch im Ring werden. Ryan Ford kommt zwar mit drei Niederlagen im Gepäck nach Berlin, verlor allerdings nur gegen Gegner aus der Weltspitze: Fedor Chudinov, Andrej Sirotkin und Avni Yildirim. Als Profi bringt er zudem viel mehr Kampferfahrung mit, als der Boxer von Petkos Boxpromotion. Für Hannig ist dieser Umstand jedoch kein Grund zur Sorge. „Wir wollen offensiv boxen, da er einige Schwächen hat. Mit einem klaren Kopf und meinem starken Willen werden wir das Ding holen. Wir sind super im Training, die Sparrings laufen perfekt. In Kühbach bei meinem letzten Kampf im Dezember habe ich nur acht Runden geboxt. Jetzt haben wir im Training noch eine Schippe draufgelegt, damit ich das erste mal über zwölf Runden gehen kann. Mein Gewicht ist top. Es kommt jetzt nur noch darauf an, dass ich fit und gesund bleibe. Ich freue mich sehr auf die Verti Music Hall und meine Fans. Ich bin Feuer und Flamme für den Kampf!“

„Nick wollte sich von Anfang an unbedingt Ryan Ford stellen“

Auch Promoter Alexander Petkovic aus München fiebert der Veranstaltung entgegen: „Ich bin sehr glücklich, dass der Kampf zwischen Nick und Ryan Ford in Berlin stattfindet, denn in der Hauptstadt haben wir noch nie geboxt. 70 Prozent der insgesamt 2700 Karten sind bereits nach zehn Tagen weg gewesen wie warme Semmeln. Nick wollte sich von Anfang an unbedingt Ryan Ford stellen. Ich glaube an ihn und habe ihm auch deswegen diese Chance gegeben. Riesen Respekt davor, das würde im siebten Profikampf nicht jeder machen.“

Bereits am Abend nach dem Pressetermin im Van der Valk Hotel neben der Autobahn A10 hatte Hannig im Ring des Boxclubs Bestensee 24 Faustkämpfer aus Berlin und Brandenburg zu Gast, gegen die er allesamt über zwölf Runden antrat. „Wir haben nach 90 Sekunden einen Boxer durch einen anderen ersetzt“, sagt Trainer und Vater Andreas Hannig, „keiner der Jungs hat so richtig eine Chance gegen Nick gehabt, der in der Form seines Lebens ist.“

„Mir ist schon bewusst, dass Ford ein harter Brocken ist“

Auch von seinem Sieg seines Schützlings gegen die Nummer 32 der Weltrangliste ist Andreas Hannig felsenfest überzeugt: „Es kommt uns wirklich entgegen, dass der Kampf im Halbschwergewicht stattfindet. So muss Nick in der Vorbereitung nicht seine Ernährung umstellen, wie es zum Beispiel bei seinen Kämpfen im Supermittelgewicht der Fall gewesen ist“, informiert Hannig. „Ich würde meinen Jungen sicherlich nicht in den Ring schicken, wenn ich nicht davon überzeugt wäre, dass wir das Ding holen. Mir ist schon bewusst, dass Ford ein harter Brocken ist. Er ist konditionell fit und kann was ab. Ich denke nicht, dass wir vorzeitig gewinnen, dafür ist der Kanadier zu erfahren. Aber je länger der Kampf gehen wird, desto mehr wird sich Nick mit seiner boxerischen Klasse durchsetzen. Ryan Ford hat technische Defizite und diese nutzen wir aus.“ Die Schwächen seines Kontrahenten kennt Nick Hannig ganz genau. „Ford ist auch ein Martial Arts Kämpfer, der dadurch sehr oft auf seine Beine achten wird. Diesen Umstand werde ich mir zu nutzen machen. Er hat noch weitere Schwächen, auf die ich zum jetzigen Zeitpunkt aus verständlichen Gründen nicht eingehen möchte.“

Hannig hält mit zwölf Sekunden einen Rekord für den schnellsten Knockout

Seit knapp zwei Jahren ist der Königs Wusterhausener Nick Hannig erst Boxprofi. Seitdem bestritt der „K.o.-Schreck“ sechs Profikämpfe und konnte sich vor allem durch seinen spektakulären Stil in die Herzen der Fans boxen. Hannig hält mit zwölf Sekunden einen Rekord für den schnellsten Knockout. Dieser gelang ihm im Rahmen einer Veranstaltung der World Boxing Super Series, quasi der Champions League des Profiboxens. Seinen tschechischen Gegner Ondrej Schwarz schickte der Dahmeländer mit einem linken Haken schwer zu Boden.

Nun im siebten Kampf als Boxprofi erhält der sympathische Oldtimer-Fanatiker seine erste Titelchance. Gegen den kanadischen Ex-MMA-Kämpfer Ryan Ford wird Hannig um den vakanten WBC International-Titel im Halbschwergewicht boxen. Stall-Kollege Serge Michel legte den Titel nieder, da er aufgrund von Handproblemen nicht antreten kann. Für ihn plant Alexander Petkovic jedoch „ein ganz großes Ding“ in den kommenden Monaten und Hannig erhält am 9. Februar die Chance auf den vakanten Titel.

„Leider musste ich gesundheitlich pausieren“

Den zweiten Hauptkampf des Abends wird Christina Hammer bestreiten. Die 28-jährige WBO-Weltmeisterin musste zuletzt ihren für November 2018 geplanten Titelvereinigungskampf gegen die US-Amerikanerin Claressa Shields krankheitsbedingt absagen. Nach einer längeren Pause soll nun ein Aufbaukampf erfolgen. Obwohl Hammer mit Elene Sikmashvili eine unbekannte Gegnerin vor die Fäuste bekommt, ist sie voll motiviert. „Leider musste ich gesundheitlich pausieren und konnte den Shields-Kampf im November nicht wahrnehmen. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Amerika ist eine große Bühne und jeder Champion will dort boxen. Ich bin seit acht Jahren ungeschlagen und werde mein Können in den USA unter Beweis stellen. Das wird ein Kampf, der die Frauenboxwelt verändern wird. Doch zuvor möchte ich noch einmal vor meinen deutschen Fans boxen.“

In einem der Vorkämpfe (ab 18.15 Uhr) wird Denny Heidrich vom Boxclub Bestensee im Crusiergewicht versuchen, sich gegen den Ungarn Istvan Kun durchzusetzen, gegen den er am 31. Mai 2018 in Potsdam eine Niederlage kassierte. „In Berlin werde ich Kun zeigen, wer von uns beiden der bessere Boxer ist“, kündigt der 31- Jährige an.

Tickets für den Boxabend gibt es bei Beauty Sun Königs Wusterhausen (Scheederstraße) oder in der Pro Pool & Dance Hall (Schütte-Lanz-Straße, Mittwoch bis Samstag, ab 19 Uhr)

Von Oliver Schwandt

„Im kommenden Mai wollen wir noch einmal fünf Sekunden schneller sein, um die 39 Etagen des Park-Inn-Hotels beim Firefighter Stairrun auf dem Berliner Alexanderplatz unter 6:30 min. hochzulaufen“, sagt der Freiwillige Feuerwehrmann Marko Berenz – den alle nur „Ecki“ nennen – von der Feuerwache Zeuthen/Löschzug Miersdorf, der seit 2009 seine Liebe für den Treppenlauf mit voller Schutzausrüstung von etwa 20 kg entdeckt hat.

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So niedergeschlagen hat man den Teupitzer Radsportler Maximilian Möbis nach einem Rennen überhaupt noch nicht gesehen. Bei den Deutschen Cross Meisterschaften am vergangenen Wochenende in Kleinmachnow konnte er in der Altersklasse U23 seinen Vorjahrestitel wiederholen, denn er belegte mit 17 Sekunden Vorsprung auf seine Verfolger den ersten Rang.

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Den 9. Februar 2019 sollten sich Boxfans aus der Region ganz dick in ihrem Terminkalender ankreuzen. An diesem Samstag kämpft der Königs Wusterhausener Boxer Nick Hannig in der Berliner Verti Hall (neben der Mercedes-Benz-Arena) gegen 22 Uhr in seinem siebten Profikampf um den WBC-International-Titel.

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