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Dahme-Spreewald Nick Hannig gewinnt den WBC-Titel
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17:04 10.02.2019
Nick Hannig (4.v.l.) freut sich mit seinem Team über den Sieg gegen Ryan Ford, der den WBC-Gürtel einbrachte. Quelle: Oliver Schwandt
Königs Wusterhausen

Ein Traum ist am Samstagabend für den Königs Wusterhausener Boxer Nick Hannig in Erfüllung gegangen. In der Berliner Verti Music Hall besiegte der 32-Jährige – der seit dem vergangenen Jahr für den Münchener Boxstall von Alexander Petkovic unter Vertrag steht – im Hauptkampf bei Petkos Fight Night im Halbschwergewicht vor 2700 Zuschauern den bisher ungeschlagenen Kanadier Ryan Ford nach Punkten. Die drei Ringrichter sahen den Dahmeländer neuen WBC International Meister in seinem erst siebten Profikampf nach den zwölf absolvierten Runden am Ende mit 117:112, 115:113 und 115:113 einstimmig vorn.

„Auf alle Fälle muss ich den WBC-Titel zweimal erfolgreich verteidigen“

„Der heutige Sieg war mein bisher sportlichster Erfolg überhaupt. Jetzt habe ich aber erst einmal die Schnauze voll vom Boxen und werde es in den nächsten Wochen etwas gemütlicher angehen lassen. Auf alle Fälle muss ich den WBC-Titel zweimal erfolgreich verteidigen, um dann um den WM-Titel boxen zu können“, informierte der neue WBC-Titelträger.

Hannig übernahm vor vielen prominenten Zuschauern aus der Boxszene wie Arthur Abraham und Jürgen Bremer sowie Kult-Boxtrainer Ulli Wegner nach dem ersten Gong sofort das Heft des Handelns in die Hand und konnte bei Ford auch einige Treffer zum Kopf als auch zum Körper landen. Allerdings brach am linken Auge bei Hannig eine alte Trainingsverletzung auf, die in der ersten Pause behandelt wurde. „Das war nur ein kleiner Kratzer, der nach einem Treffer aufgegangen war. Da kam ein wenig Vaseline rauf und gut war es“, so der Brandenburger, der weiterhin sehr konzentriert und routiniert seinen Stiefel runter boxte.

Nach zwölf Minuten wurde – wie es bei WBC-Kämpfen üblich ist – die bisherigen Wertungen der drei Punktrichter bekanntgegeben. Mit 40:36 sahen diese den Boxer aus Königs Wusterhausen nach vier Runden einstimmig vorn. Erstaunlicherweise schien dieser Punkterückstand bei Ford zu diesem Zeitpunkt des Kampfes nicht wirklich angekommen zu sein, denn der 1,80 Meter große Kanadier konnte sich nur sehr selten gegen den enormen Angriffsdruck von Hannig erwehren.

„Meine Beine wurden spürbar schwerer“

Ab der achten Runde merkte man Hannig deutlich den hohen Aufwand an, den er in den 21 Minuten zuvor betrieben hatte. „Meine Beine wurden spürbar schwerer“, gab der Königs Wusterhausener zu. Ford erhöhte seinerseits den Druck und konnte seinen Kontrahenten oftmals in die Seile drängen, um ihn vor diesen ordentlich zu bearbeiten. Hannig gelang es aber immer wieder, sich geschickt aus dieser bedrohlichen Lage zu befreien, um nicht zu viele Wertungstreffer zu kassieren. Die letzten Minuten des Duells gingen zwar eindeutig an den Mann aus Kanada, doch der Vorsprung des neuen WBC-Champions war zu groß, sodass dieser seine Punkteführung erfolgreich über die Zeit retten konnte.

„Ich bin das erste Mal in meiner Karriere überhaupt über die volle Distanz von zwölf Runde gegangen, da ist mir zum Schluss des Fights ein wenig die Puste ausgegangen. Ich hatte Ryan zuvor schon ordentliche Treffer versetzen können. Aus diesem Grund habe ich nicht gedacht, dass er noch einmal so zurückkommen würde. Ich bin aber konzentriert geblieben, um nicht in den letzten Kampfminuten noch K.o. zu gehen“, resümierte Hannig nach dem Duell gegen den in Edmonton lebenden 36-jährigen Kanadier.

Kun hatte gekniffen“

Auch Denny Heidrich, der beim Boxclub Bestensee von Nick Hannig trainiert wird, war bei Petkos Fight Night im Einsatz. Ursprünglich war für den 31-Jährigen ein Revanchekampf gegen den Ungarn Istvan Kun angedacht, gegen den er am 18. Mai 2018 in Potsdam eine knappe Niederlage einstecken musste. „Kun hatte gekniffen“, ärgerte sich Heidrich über die verpasste Revanche, der dann gegen Ersatzgegner Amir Solak aus Bosnien-Herzegovina in seinem fünften Profikampf nichts anbrennen ließ. Nach 32 Sekunden in der zweiten Runde schickte er seinen 29 Jahre alten Kontrahenten mit einem rechten Haken auf die Bretter.

„Als ich mir meinen K.o. noch einmal auf Video angesehen hatte, musste ich feststellen, dass mein Schlag richtig eingeschlagen hatte“, erkannte Heidrich nach seinem vierten Sieg als Boxprofi, „ich denke, durch diesen Erfolg habe ich mich erfolgreich für weitere Aufgaben bei Petkovic empfohlen. Ich bin gespannt, was jetzt so kommt.“

Von Oliver Schwandt

So langsam wird es ernst für den Königs Wusterhausener Boxer Nick Hannig. Der Neuzugang im Hause Petko’s Boxpromotion wird am Samstagabend in der Verti Music Hall in Berlin im erst siebten Kampf als Boxprofi um seinen ersten internationalen Titel boxen. Gegen den Kanadier Ryan Ford, der das dreifache an Kampferfahrung mitbringt, geht es um den WBC International Titel im Halbschwergewicht.

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