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Dahme-Spreewald Nick Hannig ist bereit für Ryan Ford
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10:39 09.02.2019
Manager Dennis Lindner, Nick und Trainer Andreas Hannig (v.l.) in der Verti Hall, in der heute Abend der Kampf gegen Ryan Ford stattfindet. Quelle: Privat
Königs Wusterhausen

So langsam wird es ernst für den Königs Wusterhausener Boxer Nick Hannig. Der Neuzugang im Hause Petko’s Boxpromotion wird am heutigen Samstagabend in der Verti Music Hall in Berlin im erst siebten Kampf als Boxprofi um seinen ersten internationalen Titel boxen. Gegen den Kanadier Ryan Ford, der das dreifache an Kampferfahrung mitbringt, geht es um den WBC International Titel im Halbschwergewicht. Das Vater-Sohn-Gespann um Trainer Andreas und Nick Hannig stand trotz straffer Vorbereitungsphase im Interview Rede und Antwort.

Herr Nick Hannig, macht sich so langsam die Nervosität breit?

Nick Hannig: Die Nervosität steigt, ja. Alles andere wäre gelogen. Da ich aber bereits über 100 Kämpfe hinter mir habe, stört mich das nicht mehr. Die Nervosität ist bei mir nur dafür da, die Konzentration auf das Wesentliche zu lenken. Und das ist für mich, heute Abend in Berlin einen weiteren Schritt zu machen und nachzuweisen, dass ich mein Potenzial auch im Profibereich habe und zur Weltspitze gehören kann.

Sie wurden erst im Alter von 31 Jahren Profiboxer. Davor waren Sie ein erfolgreicher Amateur, haben in der Nationalmannschaft sowie Bundesliga geboxt und mehrmals den Titel des Deutschen Meisters geholt. Warum haben Sie den Schritt ins Profibusiness erst so spät gewagt

Ich finde nicht, dass ich den Schritt sehr spät gewagt habe. Vielmehr finde ich, dass es der richtige Zeitpunkt ist. Ich habe mich als Amateur entwickelt. Habe meine Erfahrungen gesammelt. Sowohl sportlich als auch beruflich. Ich habe mir neben dem Amateurboxen eine selbstständige Existenz aufgebaut und versuche nun, mit der wirtschaftlichen Sicherheit im Rücken sportlich auf mich aufmerksam zu machen. Nach 100 Amateurkämpfen bin ich nun Profi geworden. Sehr dankbar bin ich in diesem Zusammenhang meinem Freund und Profiboxer Stefan Härtel. Er hatte mir vor gut drei Jahren den Kontakt zu seinem Management um Dennis Lindner vermittelt. Dieser hat mir bereits in den Anfängen meiner noch jungen Profikarriere bereits viele Türe geöffnet und ist maßgeblich daran beteiligt, dass ich bereits im siebten Profikampf um den WBC-Titel boxen kann.

Jetzt sind Sie 32 Jahre alt, haben sechs erfolgreiche Profikämpfe absolviert und werden im siebten „Ringeinsatz“ bereits um einen internationalen Titel des hoch angesehenen WBC boxen. Was bedeutet Ihnen das?

Ich bin bereit dafür. Ich versuche, Ryan Ford heute zu zeigen, dass man sich auch mit sechs Profikämpfen auf dem Buckel noch lange nicht verstecken muss.

„Ich hoffe auf einen spannenden Kampf“

Wie schätzten Sie ihren Kontrahenten Ryan Ford ein?

Ich denke, dass er auch alles in seiner Vorbereitung gemacht hat, um erfolgreich sein zu können. Ich hoffe auf einen spannenden Kampf. Wenn ich mein Potenzial abrufen kann, werden meine Stärken überwiegen.

Herr Andreas Hannig, Nicks Gegner stand bisher 18-mal im Ring und unterlag nur Boxern aus der Weltspitze. Er ist zudem im Titelkampf erprobt und ging schon mehrfach über zwölf Runden. Nicks längster Kampf dauerte bisher acht Runden. Was haben Sie in der Vorbereitung anders gemacht, um Nick auf eventuell vier weitere Runden einzustellen?

Andreas Hannig: Wir haben eine Schippe draufgelegt und auch das Sparring erhöht, verlängert und intensiviert. Auch die Kraft-Ausdauer-Programme haben wir entsprechend der Rundenanzahl angepasst. Die letzten beiden Gegner im Training haben wir in Zusammenarbeit mit unserem Management bereits auf die Weltspitze vorbereitet. Darunter waren sowohl ein in sieben Kämpfen ungeschlagener Engländer und ein in Titelkämpfen erfahrener Argentinier, der 20 seiner 24 Siege auch durch K.o. eingefahren hat.

Am vergangenen Wochenende waren Sie bei den Eisbären Berlin zu Gast. In der ersten Drittel-Pause konnten Sie vor ausverkauftem Haus und damit knapp 18 000 Leuten sprechen. Wie fühlt sich das an, im Mittelpunkt einer riesigen Menschenmenge zu stehen?

Nick Hannig: Ich war dankbar für die Möglichkeit, meinen Sport in der Mercedes Benz-Arena mit einem Interview präsentiert haben zu dürfen. Ich habe es für mich als ersten Stimmungstest genutzt und würde mich freuen, auch einmal die Zuschauer so zu begeistern und vor so einer riesigen Kulisse zu boxen.

„Wir lassen uns, obwohl wir die Außenseiter sind, nicht die Butter vom Brot nehmen“

Ryan Ford postete seit einigen Tagen in den sozialen Medien immer Videos vom Training und sagt, dass er in der Verfassung seines Lebens und bereit für den Fight am Wochenende wäre. Lassen Sie sich davon beeindrucken?

Ich habe mich die vergangenen sieben Wochen ausschließlich um mich gekümmert. Wir haben zwar auch die Kämpfe von Ryan Ford analysiert, aktuelle Social Media-Sachen habe ich mir aber nicht angeschaut.

Wir gehen davon aus, dass Herr Ford voll motiviert und austrainiert nach Berlin gekommen ist. Wir lassen uns, obwohl wir die Außenseiter sind, nicht die Butter vom Brot nehmen. Wir sind selbst hoch motiviert und möchten unsererseits für eine Überraschung sorgen und den Titel mit auf die Stadtautobahn in Richtung Königs Wusterhausen nehmen.

Wie verlief Ihre Vorbereitung auf diesen Kampf heute Abend? Sind Sie bereit für maximal zwölf Runden und was ist Ihr „Game Plan“?

Nick Hannig: „Die Vorbereitung lief ohne Probleme. Wir hatten sieben Sparringspartner, die mich auf Ryan Ford eingestellt haben. Der Rest wird sich heute zeigen.

Andreas Hannig: Die Vorbereitung lief wie immer. Wir haben das Programm intensiviert und alle boxerischen Möglichkeiten trainiert und im Training erprobt. Auch wenn das Halbschwergewicht nicht die angestammte Gewichtsklasse ist, denken wir, dass wir Ryan Ford physisch und auch in Bereichen wie Schnelligkeit und Explosivität überlegen sein werden.

„Auch der Vorverkauf der Karten spiegelt die bisherige Karriere wider“

Andreas Hannig, Sie sind nicht nur Nicks Trainer, sondern auch dessen Vater. Wie beurteilen Sie die bisherige Entwicklung Ihres Sohnes als Boxprofi? Hätten Sie jemals gedacht, dass Nick nicht nur einen Rekord für den schnellsten K.o. halten, sondern auch so schnell um einen Titel boxen würde? Wie angespannt sind Sie?

Angespannt bin ich nicht. Ich denke, dass sein Kampfstil bei den Boxinteressenten ankommt. Auch der Vorverkauf der Karten spiegelt die bisherige Karriere wider. Die Halle war innerhalb der ersten eineinhalb Wochen nach Verkündung des Hauptkämpfers zu 70 Prozent gefüllt. Das schürt Erwartungen bei den Fans, die wir aber gern bestätigen wollen. Auch das Management und der Veranstalter haben ihre Hausaufgaben gemacht. Wir möchten vor unserer Haustür der Boxwelt einen spektakulären Kampf zeigen und die Fans begeistern.

Promotor Alexander Petkovic ist sehr stolz darauf, dass Sie bei ihm unterschrieben haben und für Ihren neuen Teamkollegen Serge Michel einspringen, der eigentlich gegen Ryan Ford boxen sollte. Er traut Ihnen außerdem zu, dass Sie der Erste sein könnten, der Ford ausknockt. Wie geht der Kampf also aus?

Nick Hannig: Für Prognosen sind andere zuständig. Ich konzentriere mich nur auf das Duell gegen den Kanadier. Ob wir Ryan Ford ausknocken oder nicht, spielt für mich keine Rolle. Ich möchte für mich und meine Fans den Fight gewinnen!

Haben Sie abschließend noch ein paar Worte, die Sie noch an Ihre Fans richten wollen?

Ich bin guter Dinge und traue mir den Sieg zu. Ich möchte alle Boxfans und Sportbegeisterte mitnehmen und zeigen, egal ob in der Halle oder an den TV-Geräten, dass ich trotz meiner Außenseiterrolle den Sieg einfahren kann.

Von Nadine Rasche

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