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Havelland Auf der Asphaltmaschine ist es besonders heiß
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19:43 07.08.2018
Eine neue Fahrbahndecke erhält die Landesstraße 91 zwischen Gohlitz und Wachow. Die Arbeitsplätze dort gehören zu den wärmsten. Quelle: Andreas Kaatz
Havelland

Zentimeter für Zentimeter schiebt sich am Dienstag die Asphaltmaschine auf der Straße zwischen Gohlitz und Wachow voran. Das Mischgut wird kontinuierlich auf die Fahrbahn aufgetragen, so dass eine neue Deckschicht entsteht. Für die Bauarbeiter ist der Job in diesen Tagen besonders anstrengend. Denn die Sonne brennt schon am frühen Vormittag. Auch für diesen Tag haben die Wetterfrösche über 30 Grad vorhergesagt.

Einen der heißesten Arbeitsplätze dieser Tage hat auf jeden Fall Ulf Butza. Er sitzt hoch oben auf der Asphaltmaschine. Unter ihm bringt es das Asphaltmischgut auf rund 170 Grad, an seinem Arbeitsplatz können dann immer noch um die 60 Grad Celsius ankommen. Da ist viel Flüssigkeit wichtig. „Ich trinke so drei bis fünf Liter Wasser am Tag“, sagt er.

Firma stellt das Trinkwasser zur Verfügung

Vorarbeiter Ralf Sommer läuft neben der Maschine her, er hat nicht ganz so das Problem mit der Hitze, wie er sagt. Trotzdem nervt sie auch ihn langsam. „Zum Glück geht hier der Wind durch, anders als in Orten mit Häuserfronten.“ Generell laute das Motto für die Mitarbeiter: „Trinken, trinken, trinken.“ Das Wasser stelle die Firma Eurovia für ihre Mitarbeiter bereit. So gibt es extra einen Kühlschrank, in dem die Flaschen vor Ort lagern. „Der Arbeitsschutz wird bei uns groß geschrieben“, sagt Sommer.

Ein Stück weiter in Gohlitz hat Marion Mattausch ihren kleinen Laden. „Es wird schon deutlich mehr gekauft an Getränken“, stellt sie fest und sorgt auch in diesen Tagen für einen entsprechenden Vorrat. Nicht nur Bauleute gehören zu ihren Kunden, auch die Landwirtschaftsbetriebe kaufen ein und bringen die Getränke und das Essen zu ihren Mitarbeitern aufs Feld.

Amtsarzt rät viel zu trinken

Viel zu trinken bei der momentanen Hitze, das rät auch Havellands Amtsarzt Erich Hedtke. „Bei Dachdeckern oder Arbeitern an Asphaltmaschinen reichen sechs Liter oft nicht“, meint er. Aber auch andere sollten viel Flüssigkeit zu sich nehmen. „Das betrifft gerade auch ältere Menschen. Die haben oft ein geringeres Durstgefühl und trinken zu wenig“, so Hedtke.

Dann könnten sich Nebenwirkungen von Medikamenten stärker bemerkbar machen, im Extremfall auch zum Tode führen. Er empfiehlt, Wasser oder Tee zu trinken sowie Saft und Schorle. Außerdem sollte man eher leichte Speisen wie Salat zu sich nehmen, die nicht so schwer im Magen liegen.

Verhalten sollte angepasst werden

Laut Hedtke sollten die Menschen zudem ihr Verhalten bei diesen hohen Temperaturen anpassen, beispielsweise morgens eher anfangen zu arbeiten, wenn es möglich ist. Der Amtsarzt geht davon aus, dass die Arbeitsorganisation künftig sowieso umgestellt werden muss, wenn es immer wieder solche Hitzeperioden geben sollte. „Nicht umsonst halten die Menschen in den südlichen Ländern Siesta, das macht schon Sinn.“

Fälle von Kreislaufstörungen in der Notaufnahme etwas rückläufig

Kreislaufstörungen sind derzeit häufiger an der Tagesordnung als sonst, wie man in der Notfallversorgung der Havelland Kliniken feststellt. So hat sich die Zahl dieser Fälle in etwa verdoppelt. In den letzten Tagen sei sie jedoch rückläufig. „Es sind weniger die Kinder, sondern eher Ältere, die von den Hitzeauswirkungen betroffen sind“, sagt Silke Monte. Diese hätten oft Vorerkrankungen, die sich in Folge der Hitze verstärken. Eine der ersten Maßnahmen bei Kreislaufstörungen seien Infusionen. Extremfälle wie Verbrennungen zweiten Grades seien noch nicht vorgekommen.

Von Andreas Kaatz

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