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Havelland Kampfsport-Urgestein krönt sich zum Weltmeister
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09:52 24.11.2018
Peter Weiss hat den Fightclub Rathenow im Jahr 2012 gegründet. Quelle: Christoph Laak
Rathenow

Seit gut 25 Jahren betreibt Peter Weiss Kampfsport. Gut drei Wochen ist es jetzt her, dass der Rathenower seinen größten Erfolg feiern konnte. Bei der „Unified World Championship“ im italienischen Carrara krönte sich der 42-Jährige zum Weltmeister in den Disziplinen Mixed Martial Arts (MMA) und Muay Thai. Außerdem kamen Bronzemedaillen im K I und Kickboxen dazu.

„Ich hatte eigentlich seit einigen Jahren nicht mehr aktiv gekämpft. Anfang des Jahres wurde ich bei einer Thailand-Reise aber ermutigt noch einmal in den Ring zu steigen“, erklärt Peter Weiss seine Beweggründe sich in seinem, für Kampfsportler hohen alter, noch einmal richtig zu schinden. Mit einem Ernährungscoach, physio- und psychologischer Betreuung sowie einer Menge Ehrgeiz, brachte sich Weiß über einen Zeitraum von elf Monaten in Form. Es sollte sich lohnen.

Fightclub Rathenow wird 2009 gegründet

„Eigentlich wollte ich in der Altersklasse Ü 40 starten, aber da dafür zu wenige Meldungen vorlagen, musste ich in der Altersklasse bis 35 Jahren starten“, erzählt das Rathenower Kampfsport-Urgestein. Im Turniermodus steigerte sich Weiss von Kampf zu Kampf und konnte am Ende gleich vier Medaillen einheimsen. „Im Vergleich zu jüngeren Kämpfern war ich wohl klarer im Kopf und konnte damit mein Alter etwas kaschieren“, schmunzelt Weiss, der seit 2009 den Kampfsport in Rathenow zu etablieren versuchte.

Und das mit Erfolg. Seit 2012 gibt es den Fightclub Rathenow, dessen Gründer und Vorsitzender Weiss ist. „Wir mussten uns alles alleine aufbauen. Es gab keine Fördergelder und manchmal wussten wir nicht, wie wir die Nebenkosten für unsere Trainingsstätte aufbringen sollten. Aber die Mühe hat sich gelohnt“, blickt Peter Weiss auf eine entbehrungsreiche Zeit zurück. Heute ist in der Trainingshalle in Rathenow-Süd nicht nur ein Ring für alle möglichen Kampfsportarten installiert, auch Käfig-Kämpfe sind in einem eigens angefertigten Käfig möglich.

Kooperationen mit Schulen bringen den Verein voran

„Ich denke wir können auf das Geschaffene mächtig stolz sein“, erzählt Weiss, der auch als Trainer schon auf einige Erfolge verweisen kann. „In Rathenow haben wir aktuell 70 bis 80 Mitglieder – Tendenz steigend“, so Peter Weiss, der mit einem Vorurteil aufräumen möchte. „Wir haben beim MMA oder Muay Thai klare Regeln. Es ist ja nicht so, dass wir uns bei den Kämpfen sinnlos die Köpfe einschlagen.“

In persönlichen Gesprächen könne man solche Meinungen relativ schnell ausräumen. „Kampfsport ist eigentlich etwas für jeden. Wir haben bereits Kooperationen mit Schulen abgeschlossen. Dabei ist zu beobachten, dass Kinder, die bei uns trainieren, meist eine höhere Konzentrationskraft entwickeln“, freut sich Peter Weiss, bedauerte aber auch: „Wir machen tolle Kinderarbeit, aber keiner kennt uns.“

Vereinsfest soll großer Höhepunkt im Jahr 2019 werden

Im nächsten Jahr steht für den Fightclub Rathenow dann ein besonderes Highlight auf dem Programm. Im April 2019 soll ein Vereinsfest stattfinden, in dessen Rahmen natürlich auch Show-Kämpfe stattfinden sollen. Dafür wird hinter der Trainingshalle gerade ein Außen-Ring errichtet. „Wir wollen unseren Sport noch populärer machen. Im Rahmen einer Festveranstaltung werden wir dann auch Gäste aus Thailand begrüßen können. Der Outdoor-Ring ist eine absolute Seltenheit in Europa“, so Peter Weiss, der den Kampfsport in Rathenow auch in den kommenden 25 Jahren voran bringen möchte.

Von Christoph Laak

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