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Havelland SPDqueer will Änderung bei LesBi-Schwule-Tour
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12:34 28.08.2018
Während der Aufklärungstour wird auch die Regenbogenfahne gehisst. Quelle: Wolfgang Kumm/dpa
Nauen

Kritik an der Stadtverwaltung Nauen wegen mangelnder Unterstützung der LesBi-Schwule-Tour, die am Montag in Nauen Station machte, hatte Organisationsleiter Lars Bergmann im Vorfeld geäußert. Bürgermeister Manuel Meger (LWN) wies die Vorwürfe zurück (Maz berichtete). Grundsätzlich verwahrt sich jetzt auch die SPDqueer gegen die Kritik von Bergmann, dass es gerade der Stadt Nauen besser zu Gesicht gestanden hätte, sich hier klar für gesellschaftliche Vielfalt zu positionieren anstatt sich im Verwaltungsdickicht weg zu ducken.

Landesvorsitzender Marcel Klose, der auch Mitglied des SPD-Ortsvereins Havelland-Mitte ist, sagte dazu: „Nauen bleibt nach wie vor eine bunte Stadt und viele demokratische Menschen – einschließlich des Nauener Bürgermeisters, der sich ebenfalls für das Fortbestehen des Toleranzfestes eingesetzt hat – bemühen sich, dass das auch so bleibt.“

Konzept der Tour nicht mehr zielführend

Für Klose ist „das seit Jahren unveränderte Konzept der LesBiSchwule Tour und dessen Umsetzung, die ausschließlich im eintägigen Hissen von Regenbogenflaggen mit dem Bürgermeister und einem Informationsstand besteht, der mit 19 ortsfremden „Aktivisten“ auf einem vormittäglichen leeren Markt betrieben wird, nicht mehr zielführend im Sinne des vom Landtag beschlossenen Aktionsplanes Queeres Brandenburg. Dessen Inhalt sei, durch mehr Information und Aufklärung der Bevölkerung zu gesellschaftlicher Akzeptanz aller Menschen unabhängig von ihrer geschlechtlichen Identität und sexuellen Orientierung beizutragen.

„Ein Erfolg dieses wichtigen Projektes setzt voraus, dass LSBTTIQ* und zivilgesellschaftliche Kräfte vor Ort langfristig in die Planungen eingebunden werden“, so Klose. Ein reines Anschreiben der vom Verband ausgewählten Stadtverwaltungen und eine Androhung von negativer Presse bei „Verweigerung“ sei eher kontraproduktiv. Es bedürfe einer Analyse des Projektes LesBiSchwule-Tour, um zukunftsfähige Strategien für die weitere Umsetzung dieses wichtigen Projektes zu entwickeln und dafür genügend Bündnis- und Kooperationspartner zu gewinnen.

2019 soll es anders laufen

„Die jetzige Vorgehensweise der Landeskoordinierungsstelle hinterlässt meiner Ansicht nach eher Unverständnis und „verbrannte Erde“. Um den im Aktionsplan Queeres Brandenburg beschriebenen Sinn der LesBiSchwulen Tour erfüllen zu können, rege ich auch im Namen der SPDqueer Brandenburg an, die Organisation in 2019 einem breiteren Spektrum aus Community, Zivilgesellschaft, Vereinen und Parteien zu übertragen“, sagt Klose.

Von Andreas Kaatz

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