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Oberhavel Bruderduell in der Hansestadt
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14:49 06.11.2017
Lasse (l.) und Per-Oke Kohnagel (r.) am Samstag im Interview mit Radio FOM. Quelle: Stefan Blumberg
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Hamburg/Oranienburg

Eine Familienzusammenführung gab es während der Handball-Drittliga-Paarung HSV Hamburg gegen den Oranienburger HC am Samstagabend. Der Oranienburger Spieler Per-Oke Kohnagel traf auf seinen älteren Bruder Lasse Kohnagel, der seit 2015 das Trikot des HSV Hamburg trägt und zwischen 2009 und 2011 auch beim 1. VfL Potsdam agierte.

„Es passierte in der Vergangenheit öfter mal, dass wir aufeinandertrafen“, sagt Lasse. „Aber seit Per in Oranienburg spielt, sehen wir uns wirklich seltener.“ Der jüngere der beiden Kohnagel-Brüder wechselte im Sommer dieses Jahres von der Zweitvertretung der SG Flenbsburg-Handewitt zum OHC. Dass der Ausgang des Spiels am Sonnabend mit 31:21 für die gastgebenden Hamburger so deutlich war, sei nicht vorhersehbar gewesen, zumal die Norddeutschen zuletzt Heimpunkte liegen ließen. „Die 3. Liga ist eben sehr ausgeglichen. Und da hängt es auch von der Tagesform ab, ob man gewinnt oder verliert“, so der 30-jährige Lasse Kohnagel. Er habe den Oranienburger HC eine Woche zuvor beim Gastspiel in Altenholz gesehen und befand das Team aus Oberhavel dort für sehr gut. „Wir haben gegen Oranienburg unsere Linie durchgezogen und die Fehler des OHC bestraft“, resümiert der HSV-Akteur. Für Per ist klar, dass sein Team in der Abwehr keinen Zugriff hatte und im Angriff gerade Mitte und Ende der ersten Halbzeit viele Fehler fabrizierte. „Von Angst kann ich nicht reden. Ich habe immer Spaß am Handballspielen“, so der 23-Jährige. Zum Auftritt seines Bruders kann er wenig sagen, weil er erst in der Endphase eingesetzt wurde. „Er war lange verletzt, deshalb ist es gut, dass er Spielminuten bekommt.“ Auf jeden Fall sei es immer etwas Besonderes, gegen den größeren Bruder zu spielen. Das findet auch Lasse, wenn er gegen den „Kleinen“ aufläuft. Aus der Ferne hat Lasse beobachtet, „dass sich Per in Oranienburg gut macht und viele Spielanteile bekommt“. Gegen Hamburg habe er, trotz der Niederlage, ordentlich gespielt.

Von Stefan Blumberg

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