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Das ist Oberhavels älteste Tennis-Mannschaft

Hohen Neuendorf Das ist Oberhavels älteste Tennis-Mannschaft

Zusammen bringen sie oft mehr als 280 Jahre auf den roten Sandplatz in Hohen Neuendorf. Die Herren 70+ vom TC Blau-Weiß sind Oberhavels älteste Tennismannschaft. In der Verbandsliga kämpfen sie immer noch um Punkte – und peilen im nächsten Spieljahr sogar den Aufstieg an.

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Die Hohen Neuendorfer Tennis-Oldies, die auch in der nächsten Saison in der Verbandsliga angreifen wollen (v. l.): Gert Scheschonk, Peter Berger, Bernd Schlapschinsky, Hendryk Perskalla und Helfried Walter.

Quelle: privat

Hohen Neuendorf. Wenn sie zusammen auf dem orangeroten Sandplatz im Hohen Neuendorfer Osten stehen, bringen sie mindestens 280 Jahre auf die Uhr. Die Herren 70+ vom Tennisclub Blau-Weiß sind Oberhavels älteste Tennismannschaft. Ihren Ehrgeiz haben sie im Alter nicht verloren. Mit verhaltenen Zielen waren sie zuletzt in die Verbandsliga gestartet und wussten dann zu überraschen.

Um ein Haar wäre den Oldies sogar der Aufstieg gelungen. „Hätten uns nicht zwei Leistungsträger gefehlt, hätte es wahrscheinlich geklappt“, sagt Bernd Wulsten. Er ist der Mannschaftsführer der Hohen Neuendorfer Filzball-Routiniers. Schon seit 60 Jahren greift er regelmäßig zum Racket. „Wer bei uns mitspielen will, muss mindestens 70 Jahre alt sein, aber es könnte auch ein Hundertjähriger mitspielen“, sagt Wulsten. Dabei gibt es sogar noch eine Altersklasse mehr, die 75+. „Da würden wir eigentlich auch ganz gerne spielen, aber ein paar sind dafür noch zu jung“, erklärt der Hohen Neuendorfer.

Youngster mit 70 Jahren

Als „Youngster“ bezeichnet Bernd Wulsten den Jüngsten im Team. Hendryk Pierskalla sei gerade erst 70 geworden. Er bestritt seine erste Verbandsligasaison überhaupt und habe dabei mit zwei Siegen durchaus überrascht, so der Teamleiter. „Er ist ein Späteinsteiger“, sagt Wulsten. Dabei treffe man sonst in dieser Altersklasse zumeist auf „alte Hasen“ und erfahrene Tennis-Cracks. Doch beim TC Blau-Weiß zahle sich die gute „Nachwuchsarbeit“ aus, scherzt Bernd Wulsten. Denn auch der im Team an Nummer eins gesetzte Peter Berger mit seinen 78 Jahren sei ein Quereinsteiger. „Er kommt aus Hennigsdorf und war ein sehr guter Fußball-Torwart.“ Berger war mit acht Punkten der Garant für das gute Abschneiden in der abgelaufenen Saison, er gewann alle seine Einzel- und Doppelpartien.

Punktgleich mit dem Aufsteiger

Eine Mannschaft besteht in der Altersklasse 70+ aber aus mindestens vier Spielern. Gespielt werden pro Duell jeweils vier Einzel und zwei Doppel. Mit jeweils drei Punkten waren Bernd Schlapschinsky, Gert Scheschonk und Hendryk Pierskalla am so nicht erwarteten Ergebnis beteiligt, während der Senior Helfried Walter (Jahrgang 1936), ebenfalls einen Punkt beitragen konnte. „Eine echte Mannschaftsleistung“, findet Bernd Wulsten. So landeten die Hohen Neuendorfer in der Endabrechnung auf Rang zwei, punktgleich mit dem Verbandsligaoberliga-Aufsteiger, der Fachvereinigung Tennis. Nur die Matchpunkte entschieden zugunsten der Berliner. Gegen den Spitzenreiter gelang dem TC Blau-Weiß sogar ein 3:3-Remis. Auch das ist neu. „Ein Unentschieden gibt es erst seit der vergangenen Saison“, erklärt Wulsten. Wie groß die Erfolgschancen sind, hänge auch immer ein bisschen von der Staffeleinteilung ab, sagt er. Aus der Gruppe der Hohen Neuendorfer hatten die Treptower Teufel ihr Team noch zurückgezogen.

Sofern es Gesundheit und Zeit zulassen, trainieren die Blau-Weiß-Oldies zweimal in der Woche. „Aber mindestens einmal in der Woche sollte schon sein“, sagt der Mannschaftsleiter, der im vergangenen Spieljahr wegen Hüftproblemen gar nicht selbst gegen den kleinen gelben Filzball schlagen konnte. Im Winter gehen die Hohen Neuendorfer für’s Training sogar in die Tennishalle. „Neue Saison, neues Glück“, sagt Wulsten mit Blick auf die Punktspiele im nächsten Jahr. „Wenn alle fit sind, geht es für uns um den Aufstieg.“

Von Christoph Brandhorst

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