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Den Avancen des OHC nicht widerstanden

Handball, 3. Liga, Nord Den Avancen des OHC nicht widerstanden

Eike Wertz kam im Sommer aus dem Norden in den Osten – am Sonnabend gibt es für ihn ein Wiedersehen mit dem VfL Fredenbeck. Für den dortigen VfL spielte er in der Saison 2015/16.

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Eike Wertz wechselte im Sommer zum Oranienburger HC.

Quelle: foto. tw

Oranienburg/Fredenbeck. Wenn er am Sonnabend das Ortseingangsschild von Fredenbeck passiert, betritt Eike Wertz bekanntes Terrain. Der Spieler des Oranienburger Handball-Clubs lief einst selbst für den VfL Fredenbeck auf. Bei jenem Team, das am Wochenende Gegner des OHC in der 3. Liga Nord ist (19.30 Uhr). „Ich war allerdings nur ein knappes Jahr dort“, sagt der 25-Jährige, der im Sommer 2015 zum niedersächsischen Traditionsklub gegangen war und Anfang des Folgejahres beim damaligen Oberligisten SV Beckdorf anheuerte. „Es sind noch etliche Spieler dort, die ich kenne, es hat sich nicht so viel geändert. Deshalb werden wir auf eine eingespielte Mannschaft treffen.“ Und auf eine starke Fangemeinde. 800 bis 1000 Zuschauer stünden im Schnitt hinter ihrem Team, das unter seinem neuen Trainer Startschwierigkeiten gehabt habe, „jedoch punkteten die Fredenbecker zuletzt gut“, so Eike Wertz. 7:13 Zähler stehen auf dem Konto des VfL (OHC 10:12).

Der Spieler mit dem harten Wurf bugsierte den Handball bereits mit vier Jahren ins Tor – und blieb der Sportart immer treu. Das war über viele Jahre bei der HG Norderstedt, die sich 2011 mit dem Norderstedter SV zusammentat und zum Handballteam Norderstedt firmierte. Bis in den Männerbereich arbeitete sich der Rechtshänder hoch, ehe er – mit einem Doppelspielrecht versehen – die Herausforderung beim VfL Fredenbeck suchte. Das Intermezzo in der 3. Liga endete ziemlich schnell. „Wir hatten auf der Position im linken Rückraum vier Leute, ich war hintendran und spielte wenig“, erinnert sich der Blondschopf. So wechselte er mitten in der Saison zum Nachbarn SV Beckdorf in die Oberliga und kehrte mit dem Team 2016 zurück in die 3. Liga. „Und dann kam der überraschende Anruf von Pahli“, sagt der Elektroniker über die Avancen, die ihm der Trainer des Oranienburger HC, Christian Pahl, im Frühjahr 2017 machte. Der Coach über seinen Schützling: „In den letzten Wochen kam er immer näher an die Mannschaft heran. Er will sich integrieren, das gelingt ihm auch. Er hängt sich im Training rein, weiß, worum es geht.“ Der Coach sieht stabile, gute Trainingsleistungen. „Jetzt geht es darum, die auch ins Spiel zu transportieren. Ich hoffe, dass er so schnell wie möglich auch in den Spielen das zeigt, was er kann.“

In Fredenbeck geht es Eike Wertz und der Mannschaft darum, nach zuletzt 2:10 Punkten die Kurve zu kriegen. „Wir müssen uns aus dem Tief kämpfen“, sagt der Hüne, der in Henstedt-Ulzburg geboren wurde. Er sieht selbstkritisch Probleme im Rückraum, insbesondere auf den Halbpositionen. Die Durchschlagskraft fehle. „Es ist nicht so einfach, sich an das neue System zu gewöhnen. Nicht nur mir fällt es schwer.“ Auch in der Abwehr sehe er Kleinigkeiten, die zu Punktverlusten führten und die abgestellt werden müssten. Dazu käme in einigen Situationen – wie zuletzt in Hamburg – eine gewisse Halbherzigkeit. „Ich glaube, dass wir richtig stark sind, wenn wir unsere Möglichkeiten ausschöpfen.“

Christian Pahl bezeichnet die jetzige Situation als eine Ergebniskrise. „Wir müssen uns da rauskämpfen. Schon vorm Barmbek-Spiel haben wir gesehen, dass es nicht gut lief, daher stellten wir um.“ Es wurde etwas besser, aber die Punkte gab es nicht. Am Sonnabend trifft das OHC-Team auf wiedererstarkte Fredenbecker. Sie spielten, so Christian Pahl, im Vergleich zum Saisonbeginn eine stabile 6:0-Abwehr. Und mit Kratzenberg und Tluczynski würden zwei Leistungsträger mehr gemeinsame Einsatzzeiten bekommen. „Das tut deren Spiel gut. Jetzt hat Fredenbeck wieder Selbstvertrauen und könnte mit einem Sieg an uns herankommen.“ Dem Oranienburger Trainer geht es darum, ein vernünftiges Auswärtsspiel auf die Platte zu bringen – auch wenn die Spielvorbereitung in dieser Woche suboptimal war.

Vielleicht hilft dem OHC auch die Unterstützung der Wertzschen Fangemeinde: Familienmitglieder von Eike sind immer da. „Meine Eltern sind schon ziemlich verrückt. Sie versuchen es möglich zu machen, bei jedem Spiel dabei zu sein. Mein Vater hat bislang alle Spiele mit dem OHC gesehen, meine Mutter nimmt nach Möglichkeit frei.“ Am letzten Sonnabend in Hamburg kamen 15 Leute aus Eikes Familien- und Bekanntenkreis. „Das war echt toll.“ Und die Geestland-Sporthalle Fredenbeck ist ja nicht so weit weg… Wenn es nach dem Mann mit der Nummer 10 geht, sollten die Fans des OHC wieder bei einem Positiv-Erlebnis dabei sein, „ich hoffe, wir gewinnen mit 31:23“.

Von Stefan Blumberg

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