Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Der OHC biegt das Brandenburg-Derby noch um
Sportbuzzer Lokalsport Oberhavel Der OHC biegt das Brandenburg-Derby noch um
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:09 19.03.2017
Robin Manderscheid (von links), Stephan Kleinert, Linus Dömeland, Ivan Szabo, Nils Müller und David Sauß feiern den Derbysieg. Quelle: Robert Roeske
Anzeige
Oranienburg

Als alles geschafft war, feierten sie auf den Tribünen und dem Parkett den Sieg, während durch die MBS-Arena ein Song schepperte, der längst zum festen Sporthallen-Repertoire gehört: „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen drückte das Stimmungsbild gut aus, unmittelbar nachdem der Oranienburger Handball-Club das Brandenburgderby in der dritten Liga gegen den VfL Potsdam mit 29:25-(10:11) gewonnen hatte.

„Ich bin sehr glücklich“, sagte OHC-Trainer Christian Pahl wenig später, „dass wir gesiegt haben.“ In der Tabelle hat sich sein Ensemble durch den Erfolg bis auf zwei Zähler an den VfL geschoben und auch das zweite Brandenburg-Derby gegen das Team aus der Landeshauptstadt in dieser Spielzeit für sich entschieden. Dabei hatte Oranienburg vor 856 Zuschauern in der zweiten Halbzeit phasenweise schon mit vier Toren im Rückstand gelegen, sich aber mit einer Energieleistung und dem Publikum im Rücken wieder zurückgekämpft.

Im ersten Durchgang hatte der OHC in der 16. Minute mit 5:3 geführt, der VfL erkämpfte aber später mehrfach einen Zwei-Tore-Vorsprung und führte nach 28. Minuten mit 10:8. „Wir haben in der ersten Halbzeit gut angefangen und diszipliniert gespielt“, gab Pahl zu Protokoll, „aber dann hat der VfL etwa nach einer Viertelstunde das Tempo mächtig angezogen, ich war froh, dass wir bis zur Halbzeit wieder herangekommen sind. Beide Torhüter waren stark, Basti Schulz hat das beste Derby bisher überhaupt gespielt, aber ich denke, dass wir das Torhüterduell ganz knapp gewonnen haben.“

Nach der Halbzeitpause konnte sich die Potsdamer Vertretung phasenweise mit vier Toren absetzen (17:13, 39.). „Wir waren viel zu statisch“, monierte Pahl, als er die Phase analysierte, in der sein Team ins Hintertreffen geraten war, „aber wir haben uns zurückgekämpft.“ Eine treffende Beurteilung: Mit viel Wucht, Leidenschaft und Willen bekam Oranienburg Spiel und Gegner wieder zu fassen, der Vorsprung bröckelte, beim Zwischenstand von (19:19, 44.) hatte der OHC den Ausgleich geschafft.

Auf die Zielgerade bog das Team aus Oberhavel mit einer Führung (23:22, 52.) und kam in den letzten Minuten mit dem Schwung der erfolgreichen Aufholjagd gewaltig ins Rollen – mit dem Treffer zum 27:24 (57.) hatte der OHC das Tor zum Sieg bereits weit aufgestoßen. „Vor der tollen Kulisse hat sich Oranienburg in einen Rausch gespielt“, sagte VfL-Trainer Jens Deffke, „in der zweiten Halbzeit haben wir die Dinge etwa ab der 40. Minute nicht mehr so gut umsetzen können wie im ersten Durchgang, wir haben uns in der zweiten Hälfte zu sehr aufgerieben und unsere Chancen nicht mehr konsequent genug genutzt.“

Mit dem Sieg hat das Oranienburger Ensemble auch in der Derby-Gesamtbilanz seit der Einführung der dritten Liga in der Spielzeit 2010/11 ausgeglichen: Beide Vereine haben seitdem jeweils fünfmal das Parkett als Sieger verlassen. In den zehn Duellen gab es bisher lediglich zwei Auswärtssiege. „Das Publikum legt bei den Derbys auch immer noch ein bisschen zu“, befand der Coach, „die Atmosphäre war phänomenal. Das Spiel war für den Handballsport in Brandenburg eine tolle Werbung.

Am kommenden Sonnabend tritt der OHC nun bei der HSG Nord HU an, die Partie wird um 19 Uhr in Henstedt-Ulzburg angepfiffen. „Ich bin froh“, sagte Pahl, „dass wir ohne neue Blessuren aus dem Spiel gekommen sind.“ Die Vorbereitung auf den nächsten Gegner war bereits am Sonntagmorgen gestartet, da hatte Trainer Pahl begonnen, Videos des Gegners aus Schleswig-Holstein zu schauen, der auf dem zweiten Tabellenplatz liegt.

Von Lars Sittig

Oberhavel Auftakt in die Reitsaison - 1100 Starts in Linde

Zum Start in die „Grüne Saison“ der Reiter steigen am 9. und 10. April in Linde die 12. Pfitzmann-Reiterspiele mit Prüfungen in Dressur, Springreiten, Vielseitigkeit und Fahrsport. Dafür haben sich bereits zahlreiche Stars der Szene angekündigt.

04.04.2018
Oberhavel Im Löwenberger Land werden schon die Betten knapp - 600 Athleten bei 22. Löwenspielen am Start

Hotels und Pensionen sind längst ausgebucht, auch in der Turnhalle sind Sportler untergebracht. Die 22. Löwenspiele im Waldstadion Löwenberg locken am 12. und 13. September wieder rund 600 Leichathleten aus Norddeutschland und Skandinavien an. Bei Meetingchef Axel Klicks laufen die Organisationsfäden zusammen.

10.09.2015

In der Serie „Mein Verein“ stellt die MAZ diesmal den 1. Bogenschützenverein Hennigsdorf vor. Unter den 64 Mitgliedern herrscht eine familiäre Atmosphäre.

09.09.2015
Anzeige