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Der OHC siegt auf der letzten Rille

3. Handball-Liga Nord Der OHC siegt auf der letzten Rille

Sieben Tore Rückstand zur Pause – da glaubte selbst Trainer Christian Pahl kaum noch an einen Erfolg seiner OHC-Handballer beim SV Anhalt Bernburg. Doch der Drittligist aus Oranienburg zeigte Moral und kämpfte sich trotz neuer personeller Rückschläge zurück.

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Schied früh verletzt aus: Robin Manderscheid.

Quelle: Robert Roeske

3. Handball-Liga.
SV Anhalt Bernburg – Oranienburger HC 25:26 (15:8). Kapitän Robin Manderscheid, Torjäger Dominic Kehl, Rückkehrer Janis Bohle – sie alle standen schon nicht mehr auf dem Parkett, als der Oranienburger HC am Samstagabend in der Bernburger „Hinz-Hölle“ zum Endspurt ansetzte. Gute fünf Minuten vor dem Ende glich Robert Stelzig aus (24:24). Linus Dömeland und Dennis Schmöker legten nach. „Was die Jungs da in der zweiten Halbzeit gezeigt haben, war phänomenal“, sagt OHC-Trainer Christian Pahl glücklich. Mit einer Hypothek von sieben Toren Rückstand waren sein ersatzgeschwächtes Team in die zweiten 30 Minuten gestartet.

Zunächst klappte vor 385 enthusiastischen Zuschauern in der Bruno-Hinz-Sporthalle jedoch nicht viel bei den Oranienburgern. „Alles, was wir uns zurechtgelegt hatten, hat nicht funktioniert“, sagt Christian Pahl. Bis zum 5:5 hielt der OHC mit den entfesselten Bernburgern mit, dann wuchs deren Vorsprung stetig. „Wir haben vieles falsch gemacht. Auch Dinge, die wir vorher angesprochen hatten“, so der Trainer, der den Auftritt im ersten Durchgang nicht in der Euphorie des Sieges untergehen lassen will. „Das müssen wir analysieren“, kündigt er an.

Dazu kamen weitere personelle Rückschläge. OHC-Kapitän Robin Manderscheid, schon angeschlagen ins Spiel gegangen, machten seine Probleme an den Adduktoren immer mehr zu schaffen. „Schon nach 20 Minuten mussten wir ihn ersetzen“, berichtet der Coach. Unglücklich agierte auch Dominic Kehl. „Er hatte gute Szenen, aber auch Wurfpech“, begründet Pahl, dass er seinem Top-Werfer der Vorsaison frühzeitig eine Pause gab. Kehl blieb an diesem Abend ohne Torerfolg. Und in der 43. Minute sah dann auch noch Janis Bohle Rot. „Wir mussten also wieder improvisieren.“

Dass die Oranienburger darin nicht die Schlechtesten sind, haben sie in der Vergangenheit bewiesen. Tor um Tor kämpften sie sich wieder heran. „Wir haben eine unglaubliche Moral gezeigt, eine viel bessere Körpersprache an den Tag gelegt“, lobt der Trainer. Dabei hatte er selbst kaum noch an die Wende geglaubt. „Schon im Hinspiel hatten wir einen Acht-Tore-Rückstand fast aufgeholt, diesmal konnten wir das Spiel kippen.“ Während seine Spieler zunehmend selbstbewusster wurden, machten sich in den Reihen der Bernburger Nervosität und Verunsicherung breit. „Diese Situation haben wir knallhart ausgenutzt“, so Pahl. „Das war vor allem unter diesen Bedingungen nicht zu erwarten.“ Von Beginn an hätten sich seine Spieler in der aufgeheizten Atmosphäre einiges gefallen lassen müssen. „Sie haben mit Leistung geantwortet“, sagt der Oranienburger Trainer.

Jetzt heißt es: Wunden lecken. Vor allem der angeschlagene Robin Manderscheid soll gepflegt werden, um für’s anstehende Heimspiel (Samstag, 18.30 Uhr) fit zu werden. Christian Pahl kündigt schon an: „Auch gegen Varel gibt es keinen Schönheitspreis zu gewinnen.“

Von Christoph Brandhorst

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