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Oberhavel Der Volleyball-Macher aus Gransee
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02:15 27.02.2017
Holger Ribbentrop. Quelle: Christoph Brandhorst
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Gransee

Besonders stressig sind die Heimspiel-Wochenenden. Wenn die Zweitliga-Volleyballer vom SV Lindow-Gransee in der Dreifelderhalle aufschlagen, hat Holger Ribbentrop keine freie Minute. „Da habe ich fast bei allen Dingen meine Finger im Spiel“, sagt er selbst. Er arbeitet die von der Liga geforderten Vor- und Nachberichte zu, bedient die Videotafel, dreht am Mischpult die Musikeinspieler auf. Auch um genügen Ballroller am Spielfeldrand kümmert sich Ribbentrop. „Wenn ich die Mädchen nicht hätte“, sagt er über die Truppe, zu der auch Tochter Lea (15) gehört.

1988 zog der Lehrer für Sport und Biologie nach Gransee, trat in Dannenwalde den Lehrdienst an. Gleich danach schloss er sich dem hiesigen Volleyballverein an. „Der hieß damals noch Dynamo“, erinnert sich Holger Ribbentrop, der heute am Strittmatter-Gymnasium unterrichtet. Als 1990 der VSV Gransee neu gegründet wurde, zählte er zu den ersten Mitgliedern. Inzwischen führt er den Verein seit mehr als 20 Jahren. „In der Saison 1994/95 sind wir eine Spielgemeinschaft mit dem Lindower SV eingegangen“, weiß der VSV-Chef noch. „Wir waren damals zu viele Spieler für eine Mannschaft, aber zu wenige für zwei Teams.“ Die gemeinsamen Teams starteten fortan auf Landesebene, auf der auch Ribbentrop noch lange aktiv war. Als Libero spielte er in der Brandenburgliga – bis die Mannschaft 2008 in die Regionalliga aufstieg. „Ich bin dann zurück zum VSV gegangen und spiele bis heute in der Kreisklasse“, sagt der 54-Jährige.

Nebenbei trainiert er den Nachwuchs: Jungen, Mädchen, Freizeitvolleyballer. Bereits am Sonntag fährt er mit seiner Jungen-Mannschaft wieder zum Pokalturnier nach Potsdam. „Bei den Landesturnieren haben wir in letzter Zeit nicht mehr so viel gerissen, aber wir haben auch schon Bronze geholt“, berichtet der Ehrenamtler. Jedoch sei es schwer, Nachwuchs für den Sport zu gewinnen – auch für den Lehrer, der hoffnungsvolle Talente schon im Unterricht erkennt. „Wer mit dem Ball umgehen kann, ist meist schon beim Fußball“, sagt Holger Ribbentrop.

Ohne Bewegung geht bei dem früheren Leichtathleten nichts. „Erst kürzlich habe ich das Fahrradfahren für mich entdeckt“, bemerkt er. Schließlich sei man ja auch als Sportlehrer nicht ständig in Aktion. „Oft stehe ich ja mit Stift, Heft und Trillerpfeife nur am Rand“, sagt er. Und trotzdem staunen seine Schüler manchmal Bauklötze. „Vorturnen kann ich alles noch“, stellt Holger Ribbentrop klar. Und ab Mai schwingt er dann auch wieder den Tennisschläger. Auch dort trainiert er regelmäßig und hilft aus, wenn im Team ein Spieler benötigt wird. „Aber in dieser Zeit ist ja zum Glück weniger Volleyball.“

Ins Schwärmen gerät Holger Ribbentrop, wenn er auf Tochter Lea zu sprechen kommt. Während Sohn Markus einst bei Eintracht Gransee kickte, trainiert Lea seit einem Jahr am Landesleistungsstützpunkt Volleyball in Zepernick. „Es ist eine Freude, ihr zuzusehen“, sagt der stolze Vater. Mit Zepernick gewann Lea Ribbentrop die Landesmeisterschaft, spielte die Pokalturniere der U 16, U 18 und U 20 – und das im Alter von 15 Jahren. Im Brandenburgligateam kommt sie regelmäßig zum Einsatz.

Am Samstagabend wird sie beim Heimspiel gegen Hürth für die Granseer Zweitliga-Volleyballer wieder die Bälle rollen. Auch Holger Ribbentrop wird dann wieder am Mischpult stehen, Videomaterial vom Spiel anfertigen, die Anzeigetafel bedienen. „Um 22 Uhr bin ich dann wahrscheinlich wieder der Letzte und schließe die Halle ab.“

Von Christoph Brandhorst

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