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Oberhavel „Die soll’n mal kommen!“
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20:12 16.03.2018
Fand schnell wieder Anschluss beim Oranienburger HC: Lasse Scharge. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

Die „22“, die er auf dem Rücken trägt, ist nicht irgendeine Zahl. Seine Freundin lief damit als aktive Spielerin aufs Handballparkett. Aber durch die Geburt ihres gemeinsamen Kindes spielt sie derzeit nicht. Jung-Papa Lasse Scharge übernahm die Rückennummer einfach; bereits bei seinem halbjährigen Intermezzo in Grünheide, als auch bei seiner Rückkehr zum Oranienburger Handball-Club zum Jahreswechsel. Bisher hat sie ihm Glück gebracht: In Grünheide war er mit 96 Treffern (im Schnitt acht Tore pro Spiel) der Torjäger schlechthin, in Oranienburg fand er ganz schnell wieder Anschluss. „Ich kenne ja fast alle noch – und sogar Neuzugang Per Kohnagel aus gemeinsamen Flensburger Zeiten oder Yannick Schindel aus den Duellen gegeneinander“, sagt der Linkshänder. „Alle haben mir die Rückkehr leicht gemacht!“ Nach seiner Verabschiedung vom OHC im April 2017 war er genau genommen nur acht Monate weg.

Solide Rolle im Team

Sein Oranienburger Coach Christian Pahl ist ganz angetan vom schnellen Comeback des universell einsetzbaren Spielers (außen und Rückraum). „Die Umstellung von Grünheide auf Oranienburg ist ja nicht leicht: andere Liga, andere Position, andere Rolle. Das hat er bisher gut hinbekommen.“ Er spiele einen soliden Part. Der Coach schiebt das auch auf den Reifeprozess, den Lasse Scharge durch sein Studium und das Vatersein gemacht habe.

Der Kieler freut sich über seine erfolgreiche „Wiedereingliederung“. Beobachtet hat er natürlich auch den Saisonverlauf mit schwankenden Leistungen des Teams, die er sich nicht richtig erklären kann. Er selbst erhielt zuletzt – insbesondere nach den Spielen gegen Springe und Barmbek – gute Noten von seinem Coach. Und am Samstag geht es weiter. Gegen Handball Hannover-Burgwedel. Ausgerechnet gegen diesen Verein! „Vor genau drei Jahren riss im Spiel in Burgwedel mein Kreuzband. Aber das spielt bei mir keine Rolle. Ich habe keine Angst vor der Mannschaft. Überhaupt habe ich keine Bremse im Kopf wegen der beiden Kreuzbandverletzungen“, sagt Lasse Scharge, der am Sonnabend seinen Platz unter den ersten 13 OHC-Spielern sicher hat.

Die Burgwedeler „reisen mit Qualität“ an

Einer von den fünf anderen, die hinter der Bank sitzen, kann sich noch Hoffnungen auf einen Einsatz machen. „Ich habe diesmal alle 18 Spieler zur Verfügung. Die Auswahl fällt nicht leicht“, so Christian Pahl. Aber er versucht, gegen die zuletzt aufstrebenden Niedersachsen das richtige Team zur Stelle zu haben. 10:4 Punkte lautet deren Bilanz in diesem Jahr – Niederlagen setzte es nur gegen Tabellenführer HSV Hamburg (29:35) und den Zweiten TSV Altenholz (24:35). „Die haben jetzt mehr Grundstabilität in den eigenen Reihen, spielen weniger Risiko, treten beim Umkehrspiel besser auf. Mit Maurice Merbold kam ein Verletzter zurück, Kay Behnke findet zu alter Form. Damit ist der Rückraum viel breiter aufgestellt“, so Christian Pahl. Er garantiert: „Hier reist Qualität an!“

Punkten könne sein Team, so der OHC-Coach, nur mit den eigenen Tugenden, „wir müssen Emotionen entwickeln und dann auch noch effektiv sein“. Lasse Scharge kommt da seine Rolle zu. „Er ist ein emotionaler Typ. Er soll sich weiter an das Dritte-Liga-Level gewöhnen, damit er in der neuen Saison voll durchstarten kann.“

Er spielte bei den Crocodiles und bei Vorwärts, aber nicht beim THW

Lasse Scharge nahm den Handball im Alter von neun Jahren beim 1. HC Crocodiles Kiel in die Hand. Der Verein ging wenig später in den 1. FTV Vorwärts Kiel über, wo der Schwarzschopf auch noch spielte, ehe er zur HSG Schülp-Westerrönfeld wechselte. Dort blieb er vier Jahre. Es zog ihn im Erwachsenenbereich zur SG Flensburg-Handewitt. Dort fasste er in der zweiten Mannschaft Fuß. Nach den drei Jahren, die er dort verbrachte, klopfte der OHC bei dem heute 27-jährigen Studenten an – er folgte dem Ruf.

Der Ausflug nach Grünheide – er folgte damit Ex-OHC-II-Trainer Tobias Matelicz – ist eher als ein Kurztrip zu bezeichnen. Jetzt geht es ihm darum, sich wieder in der 3. Liga zu etablieren und dem Oranienburger HC mit seinen Leistungen zu helfen. In den Heimspielen werde die Mannschaft nur auf sich gucken. Und deshalb sagt Lasse Scharge vor dem Burgwedel-Spiel (Sonnabend, 18.30 Uhr, MBS-Arena): „Die soll’n mal kommen!“

Von Stefan Blumberg

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