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Oberhavel „Er ist der Spieler mit den stabilsten Leistungen“
Sportbuzzer Lokalsport Oberhavel „Er ist der Spieler mit den stabilsten Leistungen“
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15:34 02.02.2018
Nils Müller (l.) ist den Gegnern mal wieder entwischt. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

Ein bisschen mehr Stabilität im eigenen Spiel – das hätte was! Es ist genau eine Woche her, als der Oranienburger HC die zwei Gesichter zeigte, die für die laufende Saison typisch sind: Es geht auf und es geht ab. „Ja, dem kann ich zustimmen“, sagt Nils Müller. „Gegen den HC Empor Rostock war es zumindest schon mal eine ganze Halbzeit, die gut für uns lief. Manchmal sind es nur 15, 20 Minuten. Was uns fehlt, ist, eine gute Leistung mal konsequent über 60 Minuten runterzuspielen“, so der Rechtsaußen des Oranienburger Drittligisten. So richtig kann er es sich nicht erklären, weshalb die Köpfe der Spieler allzu oft runtergehen und sich das Team – wie gegen Rostock – in die Enge treiben lässt. Er selbst würde das zumindest in dem Spiel nicht für sich reklamieren. „Ich war zwar in der zweiten Hälfte auch kaum im Spiel, aber ich bekam auch kaum Bälle, wir haben kaum mit den Außen gespielt.“ Das sei im Vergleich zum Spiel in Potsdam, als ihn Per Kohnagel immer wieder einsetzte, ganz anders gewesen.

Am Sonnabendabend unternimmt der OHC den nächsten Versuch, zwei Punkte einzufahren. Gegner ist der HSV Hannover. Das Hinspiel konnte der OHC mit 27:25 gewinnen. Es war der erste Auswärtssieg der laufenden Saison. Nils Müller kann sich noch gut an das Spiel erinnern und weiß dass es gefährlich wird wenn man die Hannoveraner spielen lässt. „Also wird es unsere Aufgabe sein, ihnen den Spaß zu nehmen. Wenn sie erstmal ins Rollen kommen, sind sie gefährlich“, so der 65-fache Torschütze. Sein Trainer Christian Pahl hat eine Lösung, wie der HSV zu schlagen ist: „60 Minuten so spielen wie gegen Rostock.“ Dazu gut verteidigen, den Kreisläufer Mazic in den Griff bekommen, die Kreise der Rückraumspieler Müller und Benckendorf einengen, das Torhüterduell einengen und im Angriff Druck machen.

Nils Müller spielt dabei eine wichtige Rolle. „Er besitzt einen großen Stellenwert für uns“, sagt Christian Pahl. Er spiele fast jede Woche 60 Minuten durch, könne auf „halb“ verteidigen, sei schnell und athletisch. „Er hat eine Top-Ausbildung und entwickelte sich bei uns sehr gut. Für mich ist er der Spieler, der in dieser Saison die stabilsten Leistungen zeigt.“

Seine Position teilt er sich mit dem erfahrenen Christian Riedel. „Wir haben ein gutes Verhältnis. Christian ist ein ruhiger Spieler und sehr zuverlässig. Er hat zwar nicht so viele Spielanteile wie ich, aber er ist da, wenn er gebraucht“, so Nils Müller. Der Trainer beschreibt das als Luxussituation.

Die Handballer-Laufbahn begann bei Nils Müller bei der TMBW Mariendorf in Berlin. Nach zwei Jahren wechselte er zum VfL Lichtenrade. Dort lernte er Darius Krai (spielte ein Jahr für den OHC) kennen, mit dem er in Lichtenrade zusammenspielte. Von Lichtenrade ging es für Nils Müller weiter zur Sportschule Potsdam. „Mein Erdkundelehrer gab mir damals einen Flyer, auf dem die Sportschule Werbung machte. Ich ging hin und wurde angenommen.“ Bis zur 11. Klasse spielte er dort, bis ihn der Weg zurück nach Berlin führte, wo er sein Abi machte, in der A-Jugend der Füchse und später im dortigen zweiten Team spielte. In den Nachwuchsjahren erhielt er auch Einladungen für die Brandenburger Landesauswahl und für den DHB-Stützpunkt in Berlin. Sowohl in Potsdam als auch beim DHB-Stützpunkt war der aktuelle Co-Trainer der Handball-Nationalmannschaft, Alexander Haase, sein Coach.

Von den Füchsen ging es schließlich zum Oranienburger Handballclub. „Hätte unser Trainer schon früher angerufen, wäre ich sicherlich auch schon vorher gewechselt“, so der Linkshänder. „Ich bin froh, nach Oranienburg gegangen zu sein. Ich bin hier zufrieden und hoffe, dass wir als Team wieder mehr füreinander tun. Neben dem Spielfeld klappt das sehr gut, auf dem Spielfeld gaben wir in dieser Saison oftmals leider nicht genug. In der vergangenen Saison war das anders.

Nils Müller befindet sich gerade in einer Phase, indem er alles geben muss. Am Donnerstag absolvierte er seine schriftliche Prüfung für die Ausbildung, in der nächsten Woche stehen die mündlichen und praktischen Prüfungen an. Vielleicht färbt ein wenig von dem Glück auf die Mannschaft ab, das man seinem Beruf nachsagt. Dann dürfte nichts gegen einen Sieg des OHC gegen den HSV Hannover sprechen: Nils Müller wird Schornsteinfeger.

Von Stefan Blumberg

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