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Oberhavel „Hauptsache gewonnen“
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02:06 28.10.2018
Robin Manderscheid (l.) und Yannick Schindel nehmen Tjark Desler in die Mangel. Quelle: Stefan Blumberg
Oranienburg

Oranienburger Handball-Club – DHK Flensborg 33:28 (15:14). Dennis Schmöker hatte allen Grund zum Schmunzeln. Der Linksaußen des Oranienburger Handball-Clubs ist zurück – er machte genau dort weiter, wo er vor einem halben Jahr aufgehört hatte und feierte nach seiner langen Verletzung am Sonnabend ein spitzenmäßiges Comeback. Mit acht Toren avancierte er gleich zum besten Werfer seines Teams und trug damit einen wesentlichen Teil mit dazu bei, dass der OHC nach zwei Heimniederlagen in Folge wieder einen Sieg in eigener Halle einfuhr. „Ich war ganz schön nervös vor dem Spiel, das hatte ich lange nicht“, so der 25-jährige. „Nach sechs Monaten Pause weißt du nicht, wo du stehst. Aber dann habe ich mit dem ersten Wurf getroffen und befand mich irgendwie in einem Flow.“ Sein Trainer Christian Pahl kommentierte knackig: „Stark!“

Der OHC arbeitete von Anfang an intensiv in der Abwehr, Torwart Simon Herold parierte einige schwierige Bälle. Das hatte ziemlich schnell Erfolg, denn die Mannschaft setzte sich zunächst einmal ab (3:1, 6:2, 10:6, 13:9). Trotz der Führung war Trainer Christian Pahl nicht unbedingt zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. Ihm fehlte die nötige Körpersprache, „es kam mir phasenweise so vor wie ein Freundschaftsspiel“. Jedoch sah es so aus, dass seine Mannschaft die Flensborger gut im Griff hatte. Aber dem war nicht so: einige Fehler in der Abwehr, einige bei Ballverluste im Angriff – schon waren die Gäste wieder ran. Beim 13:13 hatten sie den Ausgleich geschafft. Das Tor von Christoph Genilke kurz vor der Halbzeitpause sorgte für den knappen Vorsprung beim Seitenwechsel (15:14).

Vorentscheidend für den Ausgang der Partie war der Beginn der zweiten Halbzeit. „Da lagen wir mit einem Tor hinten. Eigentlich wollten wir in den ersten Minuten noch einmal richtig Gas geben, aber der OHC setzte sich da wieder auf vier Tore ab“, sagte Sjören Tölle, Spielmacher der Gäste und bester Torwerfer der Liga, über den furiosen Start des OHC in die zweite Hälfte. Nach dem zwischenzeitlichen 15:15 stand es plötzlich 20:16 (37. Minute). Gästetrainer Jens Häusler lobte die Angriffsmaschinerie des OHC, nicht nur in dieser Phase: „Ihr seid sensationell auf unsere Abwehr zugelaufen, habt tolle Eins-gegen-Eins-Situationen gehabt.“ Er bedauerte, dass sein Kader geschrumpft ist und er nur zehn Feldspieler, davon drei Kreisläufer, zur Verfügung hatte. Auch das gab offensichtlich den Ausschlag dafür, dass der OHC den Vorsprung ausbaute (26:20, 30:24). „Wir konnten gut wechseln. Jeder neue Spieler traf auch zwei-, dreimal“, so Christian Pahl. Die Flensborger Abwehr konnte da nicht viel ausrichten. „Hier haben wir das Spiel letztlich verloren, in der Abwehr“, so Sjören Tölle, der die Qualitäten von OHC-Spielmacher Per Kohnagel hervorhob („Er fand immer wieder seine Mitspieler.“) Davon profitiert hat so zum Beispiel Kreisläufer Paul Otto, der fünfmal traf. Und Rückraumspieler Dominic Kehl bereitete den Norddeutschen mit seinen sechs Toren auch einige Kopfschmerzen. Für Oranienburgs Trainer, der die Laxheit seines Teams in den letzten Minuten kritisierte, zählten am Ende jedoch die Punkte. „Hauptsache, wir haben gewonnen.“

Von Stefan Blumberg

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