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Oberhavel In sieben Minuten ein ganzes Spiel verloren
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01:05 03.12.2018
Der Einsatz stimmte bei Yannick Schindel und seinen Kollegen – dennoch verlor der OHC am Ende. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

Oranienburger HCTSV Altenholz 23:28 (10:12). Der Oranienburger HC hat es am Sonnabend verpasst, im direkten Duell mit dem Tabellendritten TSV Altenholz aufzuschließen und damit den Kampf in der Spitzengruppe der 3. Handball-Liga Nord der Männer richtig spannend zu machen. Die spielstarken Norddeutschen bestimmten von Anfang an die Begegnung, führten in der ersten Halbzeit 12:10. Ihnen reichten nach dem Wechsel sieben geniale Minuten, in denen beim Gastgeber nach vorn gar nichts ging und sie selbst (fast) jede sich bietende Chance nutzten. In der Phase zwischen der 34. und 41. Minute gelangen den Altenholzern sieben Tore am Stück. „Jonas Ottsen, Rückraumspieler der Gäste: „Das mit dem siebten Feldspieler hat der OHC nicht gut gemacht. Ich denke, er hat es auch noch nicht so oft gespielt.“

Immer wieder ins verwaiste Tor

Kurz nach dem Wechsel begann das Dilemma beim Stand von 11:13 (34.), als die Oranienburger durchaus eigene Chancen kreierten, aber jeweils am Altenholzer Torwart Tom Landgraf – der 22-Jährige ist mit einem Zweitspielrecht für den Bundesligisten THW Kiel ausgestattet – scheiterten beziehungsweise das Tor nicht trafen und Bälle leichtfertig vergaben. Die für ihren Turbo-Handball bekannten Altenholzer waren gnadenlos und trafen mehrfach ins verwaiste Tor oder nach schnellen Gegenstößen. Dieser Neun-Tore-Rückstand (11:20) war gegen eine solch junge, ausgebuffte und breit aufgestellte Mannschaft zu viel.

Vorsprung verwaltet

„Die Altenholzer haben das Spiel nur noch verwalten müssen“, sagte Oranienburgs Trainer Christian Pahl über den weiteren Spielverlauf. Weil die Mannschaft mit dem großen Vorsprung einen Gang runterschalten konnte, erhielt der OHC die Chance, das Endergebnis etwas freundlicher zu gestalten. Dass der Gastgeber die Partie anständig bis zum Ende bringen wollte, bestätigte OHC-Rechtsaußen Nils Müller. „Wir haben gekämpft und wollten den Zuschauern wenigstens etwas zurückgeben.“

Keine Emotionen gezeigt

Christian Pahl vermisste dies: „Wir haben keine Emotionen gezeigt. Wenn du gegen Altenholz ins Spiel gehst und sagst dir: ’Mal gucken, wie es läuft’, dann hast du schon verloren.“ Seine Mannschaft habe sich nicht genügend gewehrt und tat sich schwer gegen diese sehr bewegliche Abwehr. Wo dem OHC eine Woche zuvor noch ein ansprechendes Tempospiel mit vielen leichten Toren gelang, wurde es diesmal fast durchweg in den Positionsangriff gezwungen. „Da ist es für uns momentan schwierig, zum Beispiel, weil Dominic Kehl für solche Situationen fehlt.“

„Das mit dem 7. Feldspieler haben wir schlecht gelöst“

Das Spiel entscheidend beeinflusst hat am Sonnabend aber die taktische Variante des siebten Feldspielers. Darüber waren sich alle einig. Der Altenholzer Trainer Mirko Baltic bewertete das so: „Das war der Knackpunkt. Wir waren darauf sehr gut vorbereitet und haben in der Phase sehr gut gestanden. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft.“ OHC-Kreisspieler Paul Otto redete nicht um den heißen Brei herum: „Dass mit dem siebten Feldspieler haben wir schlecht gelöst, vor allem, weil unsere Bälle im Angriff nicht reingehen. Altenholz hat davon profitiert.“ Oranienburgs Coach Christian Pahl bedauerte, dass seine Mannschaft in der Phase, als sie mit dem siebten Feldspieler agierte, vier hundertprozentige Chancen nicht nutzte und stattdessen nach vier sogenannten 1:0-Kontern Tore kassierte. Er habe die Option mit dem siebten Feldspieler als die richtige erachtet. „Es gibt immer viele Optionen. Ich entschied mich für diese. Und wenn sie nicht geklappt hat, habe ich das Spiel taktisch verloren“, so der Coach. Sein Gegenüber Mirko Baltic hingegen resümierte: „Hier in Oranienburg zu gewinnen, ist schon großes Kino.“

Von Stefan Blumberg

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