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Oberhavel „Kretzsche“ sieht OHC-Niederlage
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15:28 15.10.2017
Nico Hecht. Quelle: am
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Oranienburg

Der Oranienburger HC musste in dieser Saison erstmals beide Punkte dem Gast überlassen. Jetzt hat es den Oranienburger HC erwischt. Eines der heimstärksten Teams der Liga kassierte ausgerechnet gegen den Aufsteiger aus Hamburg die erste Heimniederlage. „Ich kann es mir nicht richtig erklären“, gestand Nico Hecht. Der jüngste im Team entpuppte sich gleichzeitig als der Beste. Und das, obwohl der 20-Jährige zum ersten Mal in der Startaufstellung stand und gleich die verantwortungsvolle Position des Spielgestalters innehatte. „Ich erfuhr in der Woche, dass ich im Team bin und eine halbe Stunde vorm Spiel, dass ich von Anfang spielen werde. Deshalb war ich ziemlich nervös. Aber ich freue mich, dass ich das Vertrauen bekommen habe.“

Nico Hecht war der Beste

Nico Hecht setzte seine Mitspieler klug ein und entwickelte den nötigen Druck auf die gegnerische Abwehr. Nebenbei erzielte er auch noch zwei Tore. Das war alles in der Anfangsphase, als es gut lief für die Gastgeber. Aus einer 4:1-Führung wurde schnell ein 8:4. Alles schien im grünen Bereich. Spätestens mit der anschließenden Auszeit der Gäste begann sich das Blatt zu wenden. „Wir haben die Kreuzungen der Oranienburger in ihrem Angriff verhindern können. Das war für mich der Schlüssel zum Erfolg“, befand der Barmbeker Trainer Holger Bockelmann. Seine Abwehr verstand es, die Oranienburger Angriffe zu kontrollieren. „Da waren wir taktisch gut vorbereitet“, so Holger Bockelmann. Zehn Minuten nach der komfortablen Führung geriet der OHC in Rückstand (10:11). Das hatte mit einem sich peu a peu steigernden Keeper Florian Knust zu tun, der zudem von seiner kräftig zupackenden Abwehr profitierte. Der Rückraum tat sich schwer, die anderen Mannschaftsteile nicht minder. „Schon in den ersten 30 Minuten hatten wir hinten gar keinen richtigen Zugriff auf die Barmbeker“, stellte Oranienburgs Trainer Christian Pahl fest. Dass sich sein Team zu einer 13:11-Führung in die Halbzeit wurschtelte, war den drei Treffern von Eike Wertz zu verdanken, die aber eher aus seiner Wurfstärke resultierten denn aus einem überzeugenden mannschaftlichen Auftritt.

Wieder einmal fehlte die Effizienz

Zwei schnelle Gegentore unmittelbar nach dem Wiederanpfiff verpassten dem OHC den nächsten Dämpfer. „In vielen Spielen rettete uns die Abwehr, am Sonnabend nicht“, so der Oranienburger Trainer. Im Angriff verfehlte die Mannschaft immer häufiger das Ziel. „Da fehlte die Konsequenz“, so Christian Pahl. Er vermisste die Gefahr und die Effizienz aus dem Rückraum und von den Außenspielern sowie die Eins-gegen-Eins-Situationen. „Die einzige Ausnahme war Nico Hecht, der es wirklich hervorragend gemacht hat. Ich bin aber insgesamt enttäuscht, weil sich dieses ineffektive Spiel schon seit Wochen durchzieht. Die Begegnungen gegen Schwerin und Springe waren schon nicht gut, und jetzt setzte sich das gegen Barmbek fort.“ Es wurde nicht mit der nötigen Ruhe gespielt, gerade von den Außenpositionen wurden sich Würfe genommen, die denkbar schwierig waren und auch nicht ins Tor gingen. In dem Punkt hatten die Hamburger einen riesigen Vorteil: Ihr Rechtsaußen Christoph Wischniewski brillierte von der ersten bis zur letzten Minute. Fast jede seiner Würfe fand den Weg ins Ziel. Er kann auf eine große Zweitligaerfahrung zurückgreifen kann (u. a. Altenholz, Rostock, Henstedt-Ulzburg, Bad Schwartau). Die HG verstand es, Löcher in die OHC-Abwehr zu reißen und diese zu nutzen. Die 16:15-Führung war die letzte des Gastgebers. Dann kippte die Partie. Auch der angeschlagene Mittelmann Per Kohnagel, der nach 40 Minuten gebracht wurde, um neue Akzente zu setzen und um Nico Hecht nicht die gesamte Verantwortung aufzubürden, konnte daran nichts ändern. Der Aufsteiger blieb wie erwartet gelassen, warf effektiv und baute seinen Vorsprung gnadenlos aus (16:17, 17:19, 18:22, 19:24). Als im Oranienburger Angriff beste Möglichkeiten nicht verwertet wurden, schlug prompt der Gast wieder zu. Der Sieg geriet in den letzten Minuten keineswegs in Gefahr. Nico Hecht: „23 Tore sind natürlich nicht unser Anspruch. Ich weiß auch nicht so richtig, warum es diesmal nicht geklappt hat. Vielleicht, weil Barmbek geduldiger war.“

Dass der Gästetrainer Holger Bockelmann bei einer Vier-Tore-Führung 40 Sekunden vor Schluss eine Auszeit nahm – „dafür entschuldige ich mich. Das macht man nicht. Ich weiß nicht, was mich da geritten hat.“

Oranienburg: Herold, Szabo - Herz (1), Schmöker (7/2), Dömeland, Wertz (3), Müller (4), Kehl (1), Riedel (1), Kleinert (1), Öksüz, Sauß (2), Kohnagel (1)

Von Stefan Blumberg

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