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Läuferisch deutsche Geschichte erkunden

Breitensport Läuferisch deutsche Geschichte erkunden

Läufer aus Oberhavel nahmen am 6. Mauerweglauf teil und berichten über ihre Eindrücke.

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Die Staffel des Hedwig-Bollhagen-Gymnasiums aus Velten bei der Startnummerübergabe.

Quelle: Privat

Oberhavel. Am Wochenende fand die sechste Auflage des Mauerweglaufs statt, auch bekannt unter dem Namen „100 Meilen“. Der Mauerweglauf erinnert jährlich an den Mauerbau und die Opfer der deutschen Teilung. Der diesjährige Lauf war Dorit Schmiel gewidmet, die 1962 bei einem Fluchtversuch ums Leben kam. Ihr zu Ehren wurden an der Stelle, an der die tödlichen Schüsse fielen, von den Läuferinnen und Läufern rote Rosen niedergelegt.

An diesem Laufevent mit Start und Ziel im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, welches sich über zwei Tage erstreckt und eine Laufstrecke von 161 Kilometer beinhaltet, nahmen auch wieder zahlreiche Läuferinnen und Läufer aus Oberhavel teil. Unter anderem auch eine 20-köpfige Läufergruppe des Hedwig-Bollhagen-Gymnasiums aus Velten, die nunmehr zum zweiten Mal bei diesem geschichtsträchtigen Lauf dabei war. Lehrerin Delia Borsum ist auch zwei Tage danach immer noch begeistert und überwältigt: „Es war wieder ein tolles Erlebnis. Trotz der Ferien haben wir es hinbekommen, wieder eine Staffel zu stellen. Grandios! Die Jugendlichen sind sich auch durchaus bewusst, was für einen Lauf sie da bestreiten.“

Auch sportlich war der Ausflug für die Veltener ein absoluter Erfolg, nach Platz neun im Vorjahr steigerte man sich noch mal und wurde in diesem Jahr starker Viertplatzierter. „Dieser Rang ist der Hammer. Wir waren schon mit Platz neun 2016 mehr als zufrieden. Man darf auch nicht vergessen, dass bei uns in der Staffel nur die wenigsten passionierte Läufer sind. Viele kommen aus dem Fußball, Basketball oder Volleyball“, so Borsum stolz. Neben den Veltenern, die im kommenden Jahr auch wieder starten wollen, nahm auch Kathrin Koczessa von der LG Oberhavel teil. Auch Koczessa lief in einer Staffel mit, allerdings war das eher ein spontaner Entschluss und die Laufpartner allesamt unbekannt. „Ich hatte zufällig vor einiger Zeit bei Facebook mitbekommen, dass für eine Staffel noch jemand gesucht wurde. Also meldete ich mich und war dann recht unkompliziert mit dabei. Aus der Staffel kannte ich dann niemanden, es waren teilweise Läufer aus Leipzig und Augsburg mit dabei“, so Koczessa.

Den Mauerweglauf kann man als Einzelkämpfer bestreiten oder in Staffeln, wobei Koczessa da lieber die 16 Kilometer als Staffelläuferin vorzog. „Alleine laufen wäre nicht in Frage gekommen. Hut ab vor jedem, der die 161 Kilometer alleine läuft.“ Allerdings müssen sich die Läufer auch an Regeln halten, so zum Beispiel ist das Laufen mit Kopfhörern verboten, auch rote Ampeln dürfen nicht überquert werden. „Es gab sogar zwei Staffeln, die wurden disqualifiziert, da wird schon recht genau darauf geachtet“, so Koczessa, die im kommenden Jahr erneut starten möchte – dann aber mit weiteren, ihr bekannten Mitstreitern. „Es ist mein Ziel, mit einer eigenen Staffel zu starten. Der Lauf ist einfach total cool, super nette Stimmung unterwegs und halt auch eine historisch wichtige Strecke, aber auch schön zum Laufen.“

Die Route verlief auch durch Oberhavel, entlang des ehemaligen Mauerstreifens. So gab es unter anderem auch Verpflegungspunkte in Hohen Neuendorf und Hennigsdorf.

Von Knut Güldemeister

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