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00:54 09.03.2018
Jumps (Sprünge) sind ein fester Bestandteil der Darbietungen der Cheerleader, die ihr Können auch auf Festen und Veranstaltungen zeigen. Quelle: Enrico Kugler
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Hohen Neuendorf

Mehrere Meter hoch in die Luft geworfen zu werden, das braucht Vertrauen beim Geworfenen und Technik und Kraft bei den Werfenden. Für die Cheerleader der Rugbyunion Hohen Neuendorf ist das Normalität. Fit sind die 26 Aktiven des Seniorteams, die jeden Montag und Mittwoch in der Sporthalle des Marie-Curie-Gymnasiums trainieren, allesamt.

Die Cheerleadingteams der Rugbyunion wollen zur Deutschen Meisterschaft.

Schließlich steht am 24. März die Regionalmeisterschaft Ost im Velodrom in Berlin an, bei der sich die Cheerleader für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren wollen. Insgesamt tritt die 2003 gegründete Cheerleading-Abteilung aus Hohen Neuendorf mit drei Teams gegen Mannschaften aus Mecklenburg, Brandenburg und Berlin an. „Wir sind aufgeregt“, verrät Janice Vogel, die nicht nur die Abteilung mitaufgebaut hat, Trainerin ist und bei Groupstunts mitmacht, sondern seit September auch Vorsitzende der Rugbyunion ist.

Janice Vogel ist Vorsitzende der Rugbyunion

„Die Cheerleading-Abteilung ist mein Baby“, lacht die 41-Jährige, die selbst als Teenager mit dem vielfältigen Sport begonnen hat. Damals noch in Berlin. Der Liebe wegen kam sie nach Oberhavel, wo sie den Cheerleadingsport etablierte. Bei den Spielen – die Männer der Rugbyunion spielen in der ersten Bundesliga – stehen die Cheerleader auf dem Platz und feuern die Mannschaft mit ihren Choreographien und ihrem Jubel an. Vogel: „Wir haben uns einen Namen gemacht. Ich bin stolz auf das Erreichte.“ Mittlerweile gibt es auch in Birkenwerder und Hennigsdorf weitere Teams.

110 Cheerleader gehören zur Rugbyunion

110 Cheerleader sind es derzeit in der Rugbyunion. Es gibt Wartelisten. „Unser größtes Problem sind fehlende Hallenzeiten und fehlende Trainer“, so Vogel. Dann könnte man noch mehr Kinder und Jugendliche aufnehmen, si für diesen abwechslungsreichen Sport begeistern. Schon jetzt kommen die Sportler aus ganz Oberhavel. Die Kleinsten trainieren bei den RU-Crumbs. Dann kommen die Küken, die RU-Chicks ab sechs Jahren, aufgeteilt in RU-Cookies und RU-Candys. Weiter geht es bei den RU-Cuties, dem Juniorteam, bis hin zu den Seniors, den RU-Crimes, zu denen auch vier junge Männer gehören.

Mischung aus Akrobatik, Tanz und Turnen

„Eigentlich war ich in der Rugbymannschaft, aber im Trainingslager haben mich die Mädchen gefragt, ob ich nicht bei den Cheerleadern mitmachen will“, erinnert sich Nico Schulze. Er wollte. „Ich dachte anfangs aber auch ans Klischee, nur an die Puschel.“ Aber beim Training habe sich sein Bild komplett verändert. Stunts, Tumbling (Turnen), Pyramiden, Jumps (Sprünge) und Tanzen – es ist eine vielfältige Sportart. Obwohl einst nur von Männern ausgeübt, gilt sie heute nicht als typischer Jungssport. Klassenkameraden hätten am Anfang etwas irritiert auf sein Hobby reagiert, verrät der 20-jährige Schulze. Doch dann habe er einzelne Stunts vorgeführt. Und habe Anerkennung und Respekt geerntet.

2.30 Minuten dauert die Kür im Wettkampf

Auf die hoffen auch die Cheerleader der Rugbyunion für ihre 2.30- Minuten lange Kür beim Wettkampf in Berlin. Denn nur die bundesweit besten acht Teams werden zur Deutschen Meisterschaft zugelassen. Vier Monate haben sie dafür trainiert. Wir drücken die Daumen!

Von Ulrike Gawande

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