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Mit Wut im Bauch zur Meisterschaft

Bogenschießen Mit Wut im Bauch zur Meisterschaft

Bogenschützen aus Oberhavel nehmen am Wochenende an den Ostdeutschen Meisterschaften in Berlin teil, sind aber noch tief enttäuscht über die verpasste Qualifikationsmöglichkeit zur Deutschen Meisterschaft.

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Für Brandenburger Bogenschützen war es in diesem Jahr schwer an der deutschen Meisterschaft teilzunehmen.

Quelle: Lars Sittig

Hohen Neuendorf. Am Wochenende finden in Berlin die Ostdeutschen Hallen-Meisterschaften im Bogenschießen statt. Mit dabei sein werden auch wieder zahlreiche Aktive des BSC Hohen Neuendorf. Allerdings werden die Sportler aus Oberhavel auch eine Menge Wut und Enttäuschung mit im Reisegepäck haben.

Grund für den Ärger ist die verpasste Qualifikation vieler BSC-Bogenschützen für die Deutsche Meisterschaft Anfang März in Solingen. Allerdings sind dafür nicht etwa schlechte sportliche Ergebnisse ausschlaggebend gewesen, sondern schlichtweg eine fehlende Qualifikationsmöglichkeit für die Aktiven. Ende Januar sollten in Dallgow die Brandenburger Landesmeisterschaften stattfinden, die zugleich als Qualifikationsbühne dienen sollten für die Landesweite Meisterschaft. Allerdings wurde diese Veranstaltung ersatzlos gestrichen. „Das Amt Dallgow hatte die Halle am besagten Wochenende zweimal vergeben. Schlussendlich sorgte ein Senioren-Fußballturnier für die Absage der Landesmeisterschaften. Wir hatten zwar noch kurzfristig versucht, das Turnier in Birkenwerder auszutragen, aber leider ohne Erfolg“, ärgert sich BSC-Pressesprecher Karsten Kröcher.

„So etwas gab es noch nie. Es fehlte dadurch allen Brandenburger Bogenschützen die Möglichkeit, sich für die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren“, so Kröcher weiter. Nach einem Beschluss des Deutschen Schützenbundes wurden anschließend zumindest die Ergebnisse der Kreismeisterschaften aus dem November des vergangenen Jahres mit in die Wertung einbezogen, so dass mit Fabienne Lautkien, Phillip Brunner (beide aus Hohen Neuendorf) und dem Hennigsdorfer Dirk Mazurkiewicz sich zumindest drei Oberhavel-Starter qualifizierten. Für Kröcher allerdings nur ein schwacher Trost: „Klar sind wir immer noch enttäuscht über die Absage. Wir hatten uns schon ausgerechnet, mit deutlich mehr Sportlern dort anzutreten. Wir haben uns seit vielen Monaten komplett auf die Deutsche Meisterschaft fokussiert, für uns sind die Titelkämpfe immer das Highlight.“ Dass die Landesmeisterschaft nun nach der Deutschen Meisterschaft nachgeholt werden soll, ist kein Trostpflaster mehr für Kröcher.

Dennoch möchte man bei den Ostdeutschen Meisterschaften wieder sein ganzes Leistungsvermögen präsentieren, auch wenn das Niveau laut Kröcher extrem hoch sein wird: „Bei den Titelkämpfen messen wir uns fast ausschließlich mit Berliner Sportschülern. Da ist das Leistungsniveau extrem hoch, denn Berlin ist nun mal im Schützenbereich Landesweit das Nonplusultra.“

Von Knut Hagedorn

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