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OHC-Rumpfteam gegen Altenholz chancenlos

3. Handball-Liga Nord OHC-Rumpfteam gegen Altenholz chancenlos

Die verbliebenen Oranienburger – Trainer Christian Pahl musste auf sechs Spieler verzichten – wehrten sich gegen den Tabellenführer der 3. Handball-Liga Nord nach Kräften. Am Ende waren sie gegen den TSV Altenholz aber chancenlos. Die Unterstützung der Oranienburger Fans blieb dennoch ungebrochen.

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Routinier Christian Riedel traf nach seiner Einwechslung sechsmal für den Oranienburger HC.

Quelle: AM

Oranienburg. Die Prognose ist gewagt: Es hat noch nie ein Heimspiel gegeben, in dem die Oranienburger Fans trotz einer klaren Niederlage so fest hinter ihrem Team standen. Die vielen vergebenen Chancen verziehen die 856 Gäste der Mannschaft, trotz aussichtslosen Rückstandes peitschten sie mit Pauken und Handklatschpappen ihre Männer nach vorn. Und fast alle warteten auf den Moment, als sich die Spieler nach dem Abpfiff beim Publikum bedankten, um ihnen mit „Standing Ovations“ Respekt für die Leistung gegen den immens starken Tabellenführer zu zollen. „Die Oranienburger sind sachlich-intelligente Zuschauer“, sagte OHC-Keeper Ivan Szabo zu der Unterstützung von den Rängen. „Sie haben 60 Minuten lang Gas gegeben!“

Es war ein aussichtsloser Kampf, dem sich die verbliebenen zehn aufrechten Oranienburger Spieler am Samstag gegenüber sahen. „Ohne sechs“ mussten sie diese Partie bestreiten. Neben den Langzeitverletzten Christoph Genilke, Nils Müller und Josip Perkovic fehlten auch Robin Manderscheid, Robert Stelzig und Janis Bohle. Die OHCer, die auf der Platte standen, verlangten den jungen, dynamischen und bestens geschulten Altenholzern alles ab. Nach einer Viertelstunde stand es 6:7, nach 22 Minuten 10:11. Dann rollte die erste riesige Welle über den Gastgeber hinweg, die bis zum 12:16 zur Pause führte. Heimtrainer Christian Pahl bedauerte, dass sein Team allein fünf hundertprozentige Chancen ausließ und registrierte, dass die Norddeutschen von den 16 Toren zehn „einfache Treffer“ markierten.

Das war aber noch längst nicht die Vorentscheidung. Obwohl der Rückstand auf fünf Tore wuchs (13:18, 15:20), kniete sich die OHC-Rumpftruppe weiter in ihre Aufgabe. Nach 44 Minuten hieß es nur noch 19:21. Zum einen hatte das mit der taktischen Umstellung zu tun; es standen fortan sieben Feldspieler auf dem Parkett. Zum anderen erwies sich Christian Riedel als Glücksgriff. Der 33-jährige Rechtsaußen hatte 38 Minuten auf der Bank geschmort. Und als er kam, netzte er sechsmal ein. Riedel: „Ich hatte keinen Druck.“

Die Gäste hatten ihr letztes Wort noch nicht gesprochen. „Wir wussten, dass sie mit sehr hohem Tempo spielen würden – da wollten wir gegenhalten. Aber es war klar, dass die Gegenwehr irgendwann nachlassen würde, weil wir ja nicht wechseln konnten“, befand OHC-Kreisspieler Stephan Kleinert. Das passierte denn auch, obwohl der TSV weiter munter durch wechselte und die Spieler auf unterschiedlichen Positionen rotieren ließ (Bech: „Wir sind eine Ausbildungsmannschaft.“). Binnen elf Minuten schnellte der Vorsprung der Gäste auf acht Tore hoch (32:24). Christian Pahl: „Altenholz brauchte ja nur abwarten, bis unsere Kräfte weg waren.“ Die TSV-Jungs marschierten mit Leichtigkeit durch die Oranienburger Abwehr und erzielten sehr einfache Tore. Dazu kamen viele Ballverluste. „Wir haben im Rahmen unserer Möglichkeiten voll gegengehalten und hätten das Ergebnis freundlicher gestalten können. Das lag auch an meiner Leistung“, so Ivan Szabo selbstkritisch. „Ich habe eine andere Erwartungshaltung von mir. Wenn ich nur die fünf Bälle gehalten hätte, an denen ich die Finger dran hatte ...“ Für ihn war es dennoch eine hervorragende Mannschaftsleistung. Das sieht auch Stephan Kleinert, der den Zustand seiner Oberschenkel nach Spielschluss als „fest“ bezeichnete, so: „Man hat wie zuletzt in Bernburg gesehen, dass wir als Mannschaft gefestigt sind, auch wenn die Ausbeute heute nicht so gut war.“

Von Stefan Blumberg

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