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Oberhavel Oranienburger HC triumphiert an der Ostsee
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02:08 16.09.2018
Linus Dömeland traf so zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk, insgesamt zehnmal. Quelle: Robert Roeske
Grömitz

Zum ersten Mal in dieser Saison schallte der „Auswärtssieg-Auswärtssieg“-Gesang des OHC durch eine fremde Halle. Nach dem 26:24-Erfolg beim ambitionierten Aufsteiger hatten Spieler und mitgereiste Fans allen Grund zum Jubeln. Trainer Christian Pahl freute sich über die zwei Punkte und sprach von „einem soliden Auftritt“. Den Sack zu hatte Rechtsaußen Lasse Scharge gemacht. Er schloss die elf Sekunden zuvor besprochene Auslösehandlung mit seinem sechsten Treffer des Tages ab, der den 24:26-Endstand bedeutete.

Zuvor hatte es ein sehr enges Match gegeben, in dem die Oranienburger Abwehr sehr sattelfest stand, aber im Angriff ziemlich pomadig agierte und dabei nur halbherzig in die eigenen Aktionen ging. Dennoch schaffte es das Team, nach einer Viertelstunde mit drei Toren in Front zu ziehen (7:4, 8:5). Linksaußen Linus Dömeland aus dem Feld und vom Siebenmeterpunkt sowie Dominic Kehl aus dem Rückraum zeichneten allein für die ersten sieben Treffer verantwortlich. Doch schon nach 20 Minuten ging alles wieder bei null los (9:9). „Schade, denn wir verwarfen im Angriff allein fünf Bälle und machten in der Deckung nicht den notwendigen letzten Schritt, der einfach nötig ist, um zu bestehen“, bemängelte der Oranienburger Coach. „Es war klar, dass es dann eng werden würde.“ Von nun an war es ein Tanz auf der Rasierklinge. Beide Mannschaften schaukelten das Ergebnis peu á peu hoch – der Abstand betrug bis kurz vor Schluss nicht mehr als ein Treffer. Jedes Team durfte mal vorn liegen, gab die Führung dann aber genau so schnell wieder ab (12:11, 12:13, 15:14, 16:17, 18:19, 20:21, 22:21, 23:22). Dann ruckten die Oranienburger an. Binnen dreieinhalb Minuten packte der OHC die Ostseestädter so sehr am Kragen, dass diese nicht mehr entscheidend zurückschlagen konnten. Die Tore von Lasse Scharge, Linus Dömeland und Robin Manderscheid zur eigenen 25:23-Führung (56.) setzten den Hausherren offensichtlich gehörig zu. „Wir haben einen kühlen Kopf bewahrt, die Cleverness gab am Ende den Ausschlag“, so Christian Pahl. Obwohl offiziell nur 270 Zuschauer in der Halle waren, fabrizierten die einen Höllenlärm und werden in dieser Saison noch so manchen Gegner ins Straucheln bringen.

Auf einem bemerkenswert hohen Level spielt derzeit Linksaußen Linus Dömeland. Erneut stand er von der ersten bis zur letzten Minute auf der Platte, da sein Partner auf der Position, Dennis Schmöker, verletzt ausfällt. Zehn Treffer markierte Linus Dömeland. Auf der anderen Außenbahn schlug Lasse Scharge sechsmal zu. Der OHC steckte zudem die frühe rote Karte gegen Tobias Frank weg, der nach 35 Minuten bereits drei Zeitstrafen erhalten hatte. „Wir sind nach zwei Herunterstellungen gegen ihn das Risiko gegangen und haben ihn weiter eingesetzt. Im Nachhinein haben wir alles richtig gemacht“, so Christian Pahl. Entscheidend für den Sieg aus seiner Sicht aber war, dass alle ihren Job gut erledigt hätten und es keinen Ausfall gegeben habe. „So kannst du was reißen.“ Oranienburg: Szabo, Herold, Porath – Genilke, Frank, Dömeland (10/6), Wertz, Manderscheid (3), Kehl (4), Scharge (6), Kleinert, Spickers, Sauß (2), Kohnagel (1), Heine.

Von Stefan Blumberg

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