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Oberhavel Pahl-Team verspielt klare Führung
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23:47 05.11.2018
Yannick Schindel traf am Sonntag in Flensburg fünfmal für den Oranienburger HC. Quelle: Robert Roeske
Flensburg

Das hatten sich die Handballer des Oranienburger HC ganz anders vorgestellt. Beim Tabellenletzten SG Flensburg-Handewitt II reichte es für das Team von OHC-Trainer Christian Pahl beim 28:28-Remis nur zu einem Punkt und das obwohl die Gäste über die gesamte Spieldauer hinweg immer in Führung lagen, teilweise sogar mit sechs Toren.

„Die Enttäuschung ist natürlich riesengroß, wir haben 15 Minuten unseren Job richtig gut gemacht, dann aber viel zu fahrig gespielt und die Flensburger immer wieder durch eigene Nachlässigkeiten im Spiel gelassen“, ärgerte sich Christian Pahl nach dem völlig vermeidbaren Remis. Dass quasi mit der Schlusssirene den Gästen vom Schiedsrichterteam dann auch noch ein glasklarer Siebenmeter verwehrt wurde, rundete den aus OHC-Sicht bescheidenen Abend ab.

Dabei begannen die Gäste gut, bestimmten schnell die Szenerie vor nur gut 75 Zuschauern in der Handewitter Wikinghalle. Bereits nach etwas mehr als elf Minuten lagen die Oranienburger deutlich vorn (11:5), alles schien nach Wunsch zu laufen. „Vielleicht waren wir uns dann zu sicher. Wir verwerfen einfach in der ersten Halbzeit zu viele einfache Bälle, schon zur Pause hätten wir mit acht oder neun Toren führen müssen“, bemängelte Pahl. So ließ man den Gastgeber im Spiel, dieser kämpfte sich zurück und verkürzte auf 13:15 nach 30 Minuten.

Dieses Schema sollte sich auch im zweiten Spielabschnitt fortsetzen. Der OHC machte zu viele einfache Fehler, vergab zu viele einfache Bälle und sah sich plötzlich nach acht Minuten im zweiten Durchgang wieder auf Augenhöhe mit dem Gastgeber (18:18). Anschließend berappelte sich der OHC und schaffte prompt eine scheinbar sichere Führung (25:21, 26:22). Doch auch das sollte schlussendlich nicht reichen, anderthalb Minuten vor dem Ende glich die Bundesliga-Reserve aus Flensburg aus und rettete das Remis dann auch ins Ziel. „Wir haben in der Schlussphase das Tor nicht mehr getroffen. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen, dass wir es überhaupt dazu kommen lassen haben. Das ärgert mich total“, so Pahl angefressen. Der nicht gegebene Siebenmeter sei dann laut Pahl noch das „i-Tüpfelchen“ gewesen.

Besonders ärgerlich war der Punktverlust beim Betrachten der anderen Ergebnisse. Mit einem Sieg hätte man in der Tabelle mit dem Drittplatzierten TSV Altenholz gleichziehen können.

Von Knut Hagedorn

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