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Oberhavel SSV Liebenthal hat sich einen Namen gemacht
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12:03 08.11.2018
Reich dekoriert: die Liebenthaler Schützen. Quelle: Verein
Liebenthal

„Wo liegt eigentlich Liebenthal?“ Nicht selten hat Gernot Raasch diese Frage gehört, daran kann sich der Vorsitzende des Sportschützenvereins aus dem Liebenwalder Ortsteil noch genau erinnern. „Das hat sich nun erledigt. Unter den Sportschützen kennen sie Liebenthal jetzt alle“, berichtet Raasch nicht ohne Stolz. Die Bekanntheit hat einen Grund: Viermal hintereinander konnte sich die Mannschaft des kleinen Vereins aus Oberhavel in der Disziplin Luftpistole Auflage schon zum Landesmeister krönen. Auch in dieser Saison sieht es schon wieder ganz gut aus. „In 14 Tagen könnten wir in Frankfurt (Oder) unser fünftes Meisterstück machen“, verrät der Vereinschef.

Sportlich könnte es für Schützen vom Rande der Schorfheide kaum besser laufen. „Wir sind sehr zufrieden“, sagt Gernot Raasch. Er nahm 1991 erstmals eine Waffe in die Hand. Kurz darauf war er auch dabei, als in „Edelgards Bierstube“ mit 14 Mitstreitern der Schützenverein gegründet wurde. Dass die Liebenthaler bis heute durchgehalten und darüber hinaus ein überaus aktives Vereinsleben haben, liegt auch am großen Zusammenhalt im Verein, der derzeit an die 50 Mitglieder zählt. „Es geht sehr kameradschaftlich zu“, betont der Vorsitzende.

„Auch mit anderen Vereinen arbeiten wir gut zusammen, etwa mit dem SV Glienicke/Nordbahn“, sagt er. So konnte man zuletzt etwa Karl-Heinz Krüger zu den Deutschen Meisterschaften entsenden, der dort einen sehr guten 8. Platz mit dem Luftgewehr (Auflage) belegte. Auch der Liebenthaler Tilo Petsche, der seit dieser Saison Mannschaftsleiter des Luftpistolen-Teams ist, nahm an den nationalen Titelkämpfen teil. Und das für einen Verein aus dem Dorf mit etwas mehr als 200 Einwohnern. „Darauf sind wir ganz doll stolz“, so Raasch.

Rekordbeteiligung beim Bürgerpokal

Da gehe es anderen Schützenvereinen längst anders, weiß der gebürtige Groß Schönebecker (Barnim). „Die Schützengilde Cottbus konnte zuletzt keine komplette Mannschaft mehr stellen, ist damit aus dem Titelkampf quasi schon raus. Das ist eigentlich unvorstellbar“, erklärt Raasch. Währenddessen erfreut sich der SSV in Liebenthal und Umgebung großer Beliebtheit. „Wir veranstalten jedes Jahr einen Bürgerpokal“, berichtet der Vereinschef. Dort kann jedermann teilnehmen und sich selbst einmal als Sportschütze probieren. „Weil wir den im vorigen Jahr wegen der Sanierung unseres Schießstandes ausfallen lassen mussten, waren die Leute in diesem Jahr regelrecht ausgehungert“, freut sich Gernot Raasch. Auf der frisch sanierten Schießbahn habe man auf Anhieb einen neuen Starterrekord verzeichnet. Die Besucher hätten Schlange gestanden – und das bei dieser „Schweinehitze“, die man in diesem Sommer hatte, betont Raasch. „Das ist eine schöne Bestätigung, dass das, was wir hier machen, nicht nur bei den Sportschützen gut ankommt.“

Vereinschef Gernot Raasch und der zweite Vorsitzende Gert Luckmann auf dem frisch sanierten Schießstand in Liebenthal. Quelle: Andrea Kathert

Überhaupt war die Erneuerung der eigenen Anlage ein Mammutprojekt für die Schießsportler aus Oberhavel. Die alte Bahn – für die Kurzwaffen 25 Meter lang – hatte 21 Jahre auf dem Buckel. Durch viel Eigenleistung und die Hilfe der Stadt Liebenwalde und der Sponsoren wurde die Anlage aufgemöbelt. „Sonst wäre der Platz gar nicht mehr abgenommen worden“, sagt Gernot Raasch, der den Verein mit Stellvertreter Gert Luckmann führt. Jetzt läuft die neue Betriebserlaubnis bis 2022.

„In dieses Projekt habe ich mich voll reingekniet“, so Raasch. Es hat sich gelohnt. Den Posten als Mannschaftsleiter des überaus erfolgreichen Landesliga-Teams in der Disziplin Luftpistole Auflage habe er dafür an Tilo Petsche abgegeben. Der arbeitet auch im Vereinsvorstand mit, ist für die Sicherstellung des Materials verantwortlich.

Schorfheide-Cup geht in 20. Auflage

Die Mannschaft, die in der Landesliga des Brandenburgischen Schützenbundes in aller Regelmäßigkeit das Niveau bestimmt, ist ohne Zweifel das Aushängeschild des Vereins. In ihr schießen auch Gastschützen aus anderen Clubs. „Das zeigt, dass wir auch gut mit anderen Vereinen zusammenarbeiten“, so Gernot Raasch, der sich schon auf einen weiteren Höhepunkt freut: das Jubiläum des eigenen Schorfheide-Cups. „Im nächsten Jahr erleben wir davon schon die 20. Auflage“, sagt er und kann es selbst kaum glauben. „Wer hätte das gedacht, als wir vor vielen Jahren einmal damit angefangen haben.“

Zuvor stehen andere Highlights im Kalender. Natürlich das Landesliga-Finale, bei dem sie sich (wieder einmal) zum Champion küren wollen. Und dann das Weihnachtsschießen am 8. Dezember. Wieder so ein Termin, an dem zu spüren sein wird, dass die Liebenthaler Schützen wie eine große Familie sind.

Von Christoph Brandhorst

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