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Oberhavel Silvio Krause zum OHC: „Es ist das spannendste Konzept“
Sportbuzzer Lokalsport Oberhavel Silvio Krause zum OHC: „Es ist das spannendste Konzept“
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11:26 28.03.2018
Silvio Krause geht den Weg von Werder nach Oranienburg. Quelle: Julius Frick
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Oranienburg

Es war die erste, nach außen sichtbare Amtshandlung von Christian Pahl als Sportlicher Leiter des Oranienburger Handball-Clubs: die Verpflichtung von Silvio Krause als Trainer. „Er ist geradezu prädestiniert, bei uns Aufgaben zu übernehmen“, sagt Christian Pahl über den Noch-Trainer des Ostsee-Spreeligisten HV Grün-Weiß Werder. Der 31-Jährige wird zur neuen Saison havelaufwärts ziehen (MAZ berichtete). Sein künftige Aufgabe: Die zweite Mannschaft des Oranienburger HC als verantwortlicher Trainer zu betreuen und im ersten Team Co-Trainer zu werden. „Ich kenne in Brandenburg keinen talentierteren, willigeren und so jungen Trainer“, sagt Christian Pahl, der in Personalunion als Trainer des Drittligateams und als Sportlicher Leiter fungieren wird. Beide – Pahl und Krause - kennen sich aus dem Effeff, arbeiteten bereits in Werder drei Jahre erfolgreich zusammen: Pahl war Trainer, Krause der Spielmacher. Gemeinsam stiegen sie in die Oberliga auf. „Als Spieler zeichnete er sich durch Loyalität, Einsatzbereitschaft und seine Führungsqualitäten aus“, erinnert sich Christian Pahl.

„Ich möchte mich weiterentwickeln“

„Christian kam schon relativ früh in dieser Saison auf mich zu und stellte mir das Konzept des OHC für die nächsten Jahre vor. Es ist das spannendste Konzept, welches in Brandenburg derzeit umgesetzt werden soll. Deshalb war für mich ziemlich schnell klar, dass ich diesen Sprung machen werde. Ich möchte mich weiterentwickeln. In Oranienburg ist das möglich.“ Es sei nicht schwer gewesen, sich für den OHC zu entscheiden. Dafür fiel es ihm nicht leicht, sich von Werder loszusagen. „Von dort wurden mir aber keine Steine in den Weg gelegt. Ich glaube, jeder kann meine Entscheidung verstehen.“ Silvio Krause wünscht sich, dass es in Oranienburg eine langfristige Angelegenheit wird „und ich rein sportlich einen weiteren Schritt nach vorn machen kann“. Die Konstellation, dass er zunächst als Co-Trainer unter Christian Pahl anfangen kann, weckt in ihm das Gefühl, „dass ich sehr viel lernen kann“. Neu wird sein, dass er sich an das Oranienburger Konzept anpassen muss; anders als in Werder, wo er - auf der Grundlage der Arbeit seines Vorgängers Christian Pahl - „sein Ding“ machen konnte. Das werde in Oranienburg „eine Herausforderung“. Die erhält noch einen Schuss Esprit, da Silvio Krause trotz seines jungen Alters als ein etablierter Trainer mit Drittligaerfahrung gilt. „Im ersten Oberliga-Jahr festigte er die Mannschaft, im zweiten spielte das Team oben mit, im dritten stieg es auf. Ganz stark“, lobt Christian Pahl die Arbeit des Mannes, der damals noch nicht einmal 30 Jahre alt war. Und jetzt soll er Verantwortung für eine Mannschaft übernehmen, die zwei Ligen darunter spielt (Brandenburgliga). „Manche bezeichnen das als Rückschritt, ich nicht. Ich sehe das Gesamtpaket, die professionelle Arbeit im gesamten Verein. Der OHC ist ein Teil der 3. Liga. Ich denke, dass ich schon deshalb profitieren kann.“

Trainer der zweiten Mannschaft und „Co“ des Drittligisten

Als Trainer der zweiten Mannschaft und Co-Trainer der ersten Mannschaft des OHC wird Silvio Krause einen gehörigen Zeit Aufwand bewältigen müssen. Um die Logistik zwischen Fahrerei, Trainingseinheiten und Spielen zu optimieren, werden Trainingszeiten beider Mannschaften soweit wie möglich hintereinandergelegt. Dennoch wird er montags bis donnerstags in der Halle stehen. Montags, dienstags und donnerstags wird mit beiden Teams trainiert, mittwochs nur mit dem ersten. Auch die Spiele am Wochenende sollen möglichst kombiniert werden. „Ich bin froh, dass ich einen guten Arbeitgeber habe, der stark auf mich eingeht und meine Arbeitszeiten danach anpasst. Ich werde künftig ein paar Stunden weniger arbeiten als jetzt. Ansonsten würde ich den Aufwand nicht schaffen.“ Silvio Krause ist Physiotherapeut in der Physiotherapie Tim Gerhard in Potsdam-Babelsberg.

Silvio Krauses Verlobte gab grünes Licht für die neue, zeitaufwändige Aufgabe. Der Noch-Werder-Coach hat vor, sich künftig mehr auf den Sport zu konzentrieren und eventuell mal einen professionellen Handball-Weg einschlagen. „Deshalb investiere ich sehr viel, das weiß meine Verlobte. Sie steht 100-prozentig dahinter. Gut ist, dass wir weiterhin in Potsdam wohnen können.“

Bisherige Vereine waren der VfL Potsdam und Grün-Weiß Werder

Silvio Krause begann seine Handballlaufbahn im Jahre 1991 beim VfL Potsdam und blieb dort bis 2008. In dem Jahr wechselte er als Spieler zu Grün-Weiß Werder. Seit vier Jahren agiert er als Trainer, wurde direkter Nachfolger von Christian Pahl, der in jenem Jahr von Werder zum Oranienburger Handball-Club gewechselt war. Zunächst fungierte Krause als Spielertrainer. Durch eine Verletzung war seine aktive Laufbahn als Spieler beendet. „Für die Arbeit als Trainer machte es diese Tatsache etwas leichter. Mir macht die Trainertätigkeit sehr viel Spaß. Und Trainer kann man schließlich länger sein als Spieler.“ In Oranienburg hat er ein neues Feld, auf dem er sich beweisen kann.

Von MAZonline

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