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Oberhavel „Wir brauchen noch Geduld“
Sportbuzzer Lokalsport Oberhavel „Wir brauchen noch Geduld“
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17:31 21.08.2017
Christian Pahl Quelle: Robert Roeske
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Oranienburg

Der Oranienburger Handball-Club hat seinen Kader in der Sommerpause ganz augenscheinlich noch einmal verstärkt. Trainer Christian Pahl (36) bewertet die einzelnen Mannschaftsteile, spricht über die neuen Spieler und den Status quo.

Tor

Über diese Position müssen wir uns gar keine Gedanken machen. Simon Herold und Ivan Szabo bilden das beste Paar der Liga. Es gibt sicherlich den einen oder anderen starken Keeper in der Liga, dann aber keine zweiten starken Mann daneben. Ivan war in der Vorbereitungsphase schon früh „drin“, Simon hat erst in den letzten Tagen aufgedreht.

Außen

Die Linksaußenposition ist für die 3. Liga hervorragend besetzt. Linus Dömeland und Dennis Schmöker ergänzen sich bestens. Linus ist der etwas Ruhigere, der sehr solide spielt; Dennis das Mentalitätsmonster, das die Zuschauer mitreißt und der sportlich voll auf der Höhe ist. Beide verstehen sich super, hängen viel zusammen ab.

Auf der rechten Seite meldete sich Nils Müller nach seiner langen Verletzungspause zurück und deutet an, dass er da anknüpft, wo er aufgehört hat. Aber er wird noch ein bisschen brauchen. Man sagt ja nicht umsonst, dass man bis zur Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit genau so lange braucht, wie man weg war. Christian Riedel half in der Rückrunde durch den Ausfall von Nils aus, machte seine Sache wunderbar. Er hat sich bereiterklärt, noch ein Jahr ranzuhängen. Das freut mich sehr, da er menschlich voll und ganz ins Team passt. Er kennt die Entwicklung im Verein und in der Mannschaft. Mit Ioannis Frangis haben wir auf der Position drei Spieler – so was nennt man Konkurrenzkampf. Da sollte man sich in Oranienburg dran gewöhnen. So muss jeder jede Woche seine Leistung bringen. Wenn nicht, können Spieler auch mal zu Hause bleiben.

Rückraum

Auf der linken Seite stehen uns mit David Sauß, Eike Wertz, Hüseyin Öksüz und Christoph Genilke vier Spieler zur Verfügung. Das sind alles verschiedene Typen. David spielte lange keine gute Vorbereitung, machte aber zuletzt große Fortschritte, so im Spiel gegen Aue. Er soll mehr Verantwortung übernehmen, auch deshalb, weil unser Kapitän Robin Manderscheid noch eine Weile fehlt. Eike Wertz hatte zunächst noch Anpassungsprobleme. Das ist aber ganz normal nach einem Wechsel zu einem gänzlich neuen Verein. Wenn ich da an die Spieler denke, die in den letzten Jahren von den Füchsen Berlin zu uns kamen, hatten sie es leichter, weil sie alle irgendwelche Spieler kannten. Das ist bei Eike nicht der Fall. Ich bin mir sicher, dass er uns sehr helfen wird, wenn der Bindungsprozess vorbei ist. Er ist wurfgewaltig, ein Mann für die einfachen Tore. Hüseyin hat sich gut entwickelt und besitzt seine Stärken – sowohl im Angriff als auch in der Abwehr. „Cotti“ fällt noch länger aus. Ich würde mich für ihn freuen, wenn er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann und dauerhaft dabei ist. Für unser Spiel wäre er wegen seiner Spielintelligenz ein Gewinn.

Der rechter Rückraum ist ja so gut wie verwaist. Dominic Kehl ist als einziger Linkshänder da Einzelkämpfer. Aber ich weiß, was ich an ihm habe. Ihm ist bewusst, dass er unter einem gewissen Druck steht. Ich erwarte von ihm nicht, dass er wie vor zwei Jahren 230 Tore wirft. Wenn er das umsetzt, was er kann, bleibt er für uns ein ganz wertvoller Spieler. Alternativen auf der Position gibt es einige: Hüseyin Öksüz, Janis Bohle oder Dennis Schmöker. Das würde natürlich unsere Spielanlage ändern, weil sie anders auftreten. Aber das muss ja nicht von Nachteil sein.

Auf der Mitte-Position sind wir für die 3. Liga überragend besetzt. Ich bin schon traurig, dass unser Kapiän noch eine Weile ausfallen wird. Er fehlt uns als Spieler und als Typ. Mit Per-Oke Kohnagel gewannen wir einen Mittelmann dazu, der seine Aufgaben spielerisch löst. Robin trumpft mit seinen individuellen und körperlichen Stärken auf. Viele Trainer beneiden uns um die beiden. Auch Janis Bohle kann ein Spiel steuern und macht wenige Fehler.

Kreis

Ich erwarte, dass Robert Stelzig und Yannick Schindel im Angriff für noch mehr Druck sorgen können und der nicht abfällt wenn einer der beiden mal eine Pause benötigt. Sie sind körperlich präsent, müssen sich jedoch noch an die Spielweise von Per-Oke Kohnagel gewöhnen. In der Abwehr sollen sie auf den Halbpositionen verteidigen. Und Stephan Kleinert spielt in der Abwehr eine wichtige Rolle – das wissen wir alle. Seine Leistungen sind sehr stabil, Hut ab! Ich bin stolz auf diese Entwicklung.

In welcher Verfassung befindet sich der OHC?

Seit dem Matthäi-Cup ging es aufwärts, der DHB-Pokal war nicht so besonders gut. Wir brauchen Erfolgserlebnisse. Wir werden noch einige Wochen Geduld haben müssen, um da hinzukommen, wo wir hinwollen. Es kann durchaus sein, dass wir die ersten drei Spiele gewinnen. Aber ich schließe nicht aus, dass wir auch dreimal verlieren. Uns helfen nur Siege, so wie zuletzt gegen Aue. Wir müssen an unsere Stärke glauben.

Christian Pahl über die Neuen

Nico Hecht (kam vom HC Neuruppin): Er begeisterte uns vom ersten Tag. Er ist ehrgeizig und bringt eine gewisse Demut mit, hört zu, nimmt Hilfe an. Mich wundert es, dass er so lange in Neuruppin gespielt hat und niemand auf ihn aufmerksam wurde. In acht Jahren Trainertätigkeit kam mir noch kein 19-Jähriger unter, der von seinem handballerischen Vermögen so weit war. Er hat in der Mannschaft ein gutes Standing. Unser Ziel ist es, ihn in die Mannschaft zu integrieren.

Per-Oke Kohnagel (kam von der SG Flensburg-Handewitt II): Er ist ein kommunikativer Mensch, geht auf die Leute zu, ist ein cooler Typ. Integrationsprobleme hat er nach seinem Wechsel aus Flensburg nicht. Wir müssen uns an seine Spielweise gewöhnen.

Eike Wertz (kam vom SV Beckdorf): Er ist ein ruhiger Typ, wird noch einige Tage brauchen, bis er die Wurfmaschine ist, die er bei seinem vorherigen Verein SV Beckdorf war. Wir spielen eben anders als die Beckdorfer.

Yannick Schindel (kam vom HV Grün-Weiß Werder): Er ist gut im Team drin und dabei, seine Rolle im Team gut zu erfüllen. Er kommuniziert viel mit unserem Fitnesstrainer Tim Fröhlich, da er beim VfL Potsdam auch Fitnesstrainer war. Dabei geht es auch um richtige Ernährung.

Christian Riedel (spielte anderthalb Jahre beim OHC II und half in der vergangenen Saison für mehrere Monate aus): Er signalisierte während seiner „Aushilfe“ im Frühjahr, dass er noch ein Jahr dranhängen würde. Er macht einen tollen Job, half uns in den entscheidenden Spielen in der Rückrunde der Saison 2016/17 enorm. Drei Leute auf der Rechtsaußenposition bedeutet für uns eine überragende Situation.

Von Stefan Blumberg

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