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Zülow: „Meister wird man nicht jeden Tag“

VSV Havel Oranienburg Zülow: „Meister wird man nicht jeden Tag“

Von ihren Trainern wurde Anika Zülow zur Spielerin der Saison bei Drittliga-Meister VSV Havel Oranienburg gewählt. Die Außenangreiferin, die in Potsdam auch schon 1. Bundesliga spielte, fühlt sich wohl in der Oberhavel-Kreisstadt. Sie blickt zurück auf die Meistersaison und freut sich schon auf die richtige Titelsause in Berlin.

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Fans und Spielerinnen des VSV Havel Oranienburg feierten am Samstag gemeinsam die Meisterschaft in der 3. Liga Nord.

Quelle: Verein

Oranienburg. Im zwanzigsten Jahr des Vereinsbestehens gelang der große Wurf. Dank eines 3:0-Erfolgs am Samstag gegen den SV Warnemünde sicherten sich die Volleyballerinnen des VSV Havel Oranienburg die erste Drittliga-Meisterschaft der Vereinshistorie und krönten damit bereits zwei Spieltage vor Saisonende eine nahezu perfekte Spielzeit (nur eine Niederlage in 18 Spielen).

Nicht nur für Anika Zülow, die von ihren Trainern Michael Bade und Ricardo Galandi zur besten Spielerin des VSV Havel der laufenden Saison gewählt wurde, ist das ein toller Erfolg. „Wir sind super glücklich, dass wir die Meisterschaft errungen haben. Meister wird man nicht jeden Tag, egal in welcher Liga“, beschreibt die 28-jährige Außenangreiferin ihre momentane Gefühlslage. Zülow spielte bereits beim SC Potsdam in der 1. Bundesliga, genießt den Triumph jetzt in vollen Zügen. „Für mich hat die Meisterschaft in der 3. Liga einen genauso hohen Stellenwert wie zum Beispiel ein Aufstieg in die 1. Liga. Die 3. Liga ist vom Niveau her schon anspruchsvoll – und trotzdem noch gut vereinbar mit dem normalen Berufsleben.“

Spontane Feier beim Lehnitzer Griechen

Gefeiert wurde der Erfolg am Samstag im beschaulichen Rahmen. Nach einigen Kaltgetränken und interessanten Gesprächsrunden mit den Fans in der Halle zog der VSV-Tross weiter nach Lehnitz, um den Abend beim Griechen ausklingen zu lassen. „Es war eine gemütliche Runde. Leider konnten nicht alle am Abend mit dabei sein. Dennoch war es gesellig – mit dem Trainerstab, Betreuern, Helfern sowie unserem Team.“

Spielerin der Saison

Spielerin der Saison: Außenangreiferin Anika Zülow.

Quelle: Robert Roeske

Die große Meistersause ist schon fest terminiert und soll in der Bundeshauptstadt steigen. „Am 8. April haben wir unser letztes Saisonspiel bei Rotation Prenzlauer Berg. Wir haben bereits unsere Fans am Samstag dazu aufgerufen, das Auswärtsspiel in Berlin in ein Heimspiel zu verwandeln“, blickt Anika Zülow voraus. „Anschließend wollen wir dann als Team die Meisterschaft noch einmal gebührend im Berliner Nachtleben feiern.“

Aufstiegsverzicht ist nachvollziehbar

Dass ihr Team im kommenden Spieljahr trotz der errungenen Meisterschaft weiterhin in Liga 3 spielt, sei für die Studentin völlig nachvollziehbar. „Uns als Mannschaft war im Vorfeld bewusst, dass der Verein den Schritt in die 2. Liga nicht gehen wird. Aber das ist auch absolut richtig so“, sagt die VSV-Spielerin der Saison. Die 2. Liga sei herausfordernd, erfordere einen hohen Aufwand. „Der Verein muss in Ruhe wachsen und tut dies auch“, so Zülow. „Momentan haben wir einen gut besetzten Kader, gerade in der Breite. Wir verstehen uns super.“ Für die neue Saison, einer weiteren in der dritthöchsten deutschen Spielklasse, sehe sie daher keine Motivationsprobleme.

Vielmehr sieht Anika Zülow auch die Außenwahrnehmung des Vereines als großes Plus für die Zukunft. „Die Verantwortlichen hier in Oranienburg haben in den letzten Jahren eine super Arbeit geleistet. Über die Stadtgrenzen hinaus hat sich der VSV Havel einen Namen gemacht, viele schätzen die familiäre Atmosphäre im Verein und sehen auch, dass hier Schritt für Schritt etwas entsteht.“ Für die nahe Zukunft sei das eine „schöne Ausgangslage“, glaubt die Außenangreiferin.

Von Knut Güldemeister

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