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Oberhavel Zurück im Meisterrennen: VSV Havel gewinnt Topspiel
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11:16 14.01.2019
Konzentriert ging der VSV Havel Oranienburg am Sonntag zu Werke. Quelle: Knut Hagedorn
Oranienburg

Mit viel Optimismus ausgestattet gingen die Damen des Volleyball-Drittligisten VSV Havel Oranienburg im Vorfeld an die Spitzenpartie gegen den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer SG Rotation Prenzlauer Berg heran. Und das, wie sich am Sonntagnachmittag herausstellen sollte, völlig zu Recht. Der Tabellenzweite aus Oberhavel zeigte eine klasse Vorstellung und zwang den Tabellenprimus mit 3:2 Sätzen in die Knie.

„Bis auf den zweiten Satz haben wir spielerisch und taktisch nahezu perfekt gespielt, so stellen wir uns das vor. Demnach sind wir auch sehr zufrieden“, freute sich VSV-Coach Robert Hinz nach dem erfolgreichen Topspiel. Besonders der Trainer hatte im Vorfeld der Partie sehr akribisch seine Mannschaft auf den Spitzenreiter eingestellt, viele Videoanalysen inklusive. Und das sollte auch Wirkung zeigen, denn von Beginn des mit Spannung erwarteten Spitzenspiels an zeigte sich der Gastgeber voll fokussiert. Über den gesamten ersten Satz hinweg dominierte Oranienburg die Begegnung und sicherte sich mit 25:19 auch verdient den ersten Abschnitt. Anschließend jedoch entstand ein Bruch im Oranienburger Spiel: Viele Fehler bestimmten nun die Szenerie, die Gäste nutzten diese in der Manier eines Tabellenführers gnadenlos aus und holten sich Satz zwei deutlich mit 25:11. „Eine wirkliche Erklärung für diesen Satz habe ich nicht, manchmal ist das halt so“, zeigte sich Hinz etwas sprachlos nach dem Spiel. „Nach dem schnellen Rückstand fehlte uns etwas die Spannung, so ging der Satz zügig in die Binsen“, analysierte auch Spielführerin Anika Zülow.

Allerdings berappelten sich die Gastgeberinnen schnell wieder, hakten Satz zwei ab und knüpften im dritten Spielabschnitt wieder an die starke Leistung des ersten Satzes an. Druckvolle Aufschläge, gute Annahmen, stabile Blocks – der VSV Havel war wieder Chef im Ring und sicherte sich Satz drei verdient mit 25:19. „Die akribische Analyse unseres Trainers im Vorfeld war ein Vorteil für uns, wir waren sehr gut eingestellt. Auch, dass wir erst vor vier Wochen das Hinspiel in Berlin hatten, war gut für uns, so waren die dortigen Erlebnisse noch sehr präsent“, zeigte sich Anika Zülow zufrieden. Das Hinspiel hatte Oranienburg Anfang Dezember noch glatt mit 0:3 verloren.

Im vierten Satz schien aber alles in Richtung Heimsieg zu laufen, die Oranienburgerinnen blieben druckvoll und konzentriert. Beim Stand von 24:23 hatte der VSV auch seinen ersten Matchball, konnte diesen aber nicht nutzen und sah sich nur wenige Minuten später mit dem Ausgleich konfrontiert – 26:24 hieß es für die SG und 2:2 nach Sätzen. „Den Matchball muss ich verwerten, aber am Ende hat es ja doch gereicht. Wir haben super gespielt und es hat richtig Laune gemacht“, zeigte sich die ehemalige Nationalspielerin Anne Matthes erfreut und zugleich auch ein wenig selbstkritisch. „Vor allem haben wir Moral bewiesen und so auch verdient gewonnen“, ergänzte die 33-Jährige.

Im fünften und entscheidenden Satz, der im Tie-Break ausgespielt wird, dominierte der VSV Havel dann wieder, setzte sich beim Stand von 9:7 erstmals entscheidend ab und landete am Ende einen 15:10-Erfolg im Schlussabschnitt. „Für unser Selbstbewusstsein war es wichtig, sie mal geschlagen zu haben, nun müssen wir aber konzentriert weiterarbeiten“, gab Zülow kleinen Einblick in das Innenleben der Mannschaft. Mit einem Punkt Rückstand auf Spitzenreiter Prenzlauer Berg ist das Meisterschaftsrennen in der 3. Liga Nord nun wieder vollkommen offen. Allerdings wartet am Sonnabend schon der nächste Gradmesser, wenn man auswärts beim Tabellenvierten BBSC Berlin II antreten muss.

Von Knut Hagedorn

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