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Ostprignitz-Ruppin Fehrbelliner feiern 70-jähriges Jubiläum
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15:32 03.03.2017
Seit Jahren haben die SV 90-Faustballer einen guten Ruf, 2005 gelang der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Quelle: privat
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Fehrbellin

Faustball soll eine der ältesten Sportarten der Welt sein, schon drei Jahrhunderte vor Christi soll in Italien ein Spiel entstanden sein, bei dem eine Kugel aus Leder mit Armen und Fäusten getroffen werden musste. Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen erfuhr das Faustballspiel bereits 240 Jahre nach Christi. Doch erst 1870 führte Georg Weber den Faustballsport in Deutschland ein.

Und seit 70 Jahre wird Faustball in Fehrbellin gespielt. Zwar soll der Sport auch schon vorher in Fehrbellin bekannt gewesen sein. Doch erst Leo Kikel und Fritz Vetter sorgten dafür, dass ab 1947 wettbewerbsmäßig Faustball gespielt wurde. Beide, Kikel aus Mähren und Vetter aus Frankfurt (Main), hatte es nach dem 2. Weltkrieg durch Flucht und Arbeit in die Rhinstadt verschlagen. Mitgebracht hatten sie ihre Liebe zum Faustball und in Fehrbellin fanden sie schnell Mitstreiter wie Günther Mechner, Fritz Göpfert oder Hans Falkenhagen.

1947 wurde die Abteilung Faustball gegründet

Es wurde eine Abteilung Faustball im Fehrbelliner Verein (BSG Fortschritt) gegründet. Schon 1953 holten die Fehrbelliner erstmals den Bezirksmeistertitel in die Rhinstadt. Gespielt wurde zunächst auf dem damaligen Sportplatz der Stadt, heute befindet sich dort der Reitplatz. „Es war eher ein Hartplatz“, erinnert sich Norbert Kikel, Sohn von Leo Kikel. Die Faustballer zogen im Laufe der Jahre dann mehrmals mit ihrem Spielort um, ehe sie 2000 ihr heutiges Domizil in der Luchstraße bezogen. „Da war ein Rasenplatz am damaligen Fußballplatz, als Ausweichspielfläche diente eine Kuhweide von Eckert Lewniski, dann folgte ein Rasenplatz an der neuen Schule“, erzählt Norbert Kikel. Aber alle Plätzte seien nicht ideal gewesen.

Mehrmals wurden die Fehrbelliner Bezirksmeister

Sportlich wurde das Team unter anderem mit Achim Böhm, Rainhard Niese, Eckert Lewinski sowie der Sportlerfamilie Burbas mehrmals Bezirksmeister. „Es gab aber auch Abstiege in die Bezirksklasse“, weiß Kikel. Meist gab es zwei Männerteams, aber auch die Frauen waren erfolgreich. 1980 wurden sie Staffelsieger, unter anderen mit Ursula Kollat, Irmgard Lewiski, Angelika Warnicki und Marianne Lorcke. Die Geschicke der Abteilung führte seit 1963 Arno Kollat. „Er und seine Familie haben sich jahrzehntelang für den Faustball engagiert. Es gab immer so um die 30, 40 Mitglieder, meist waren es ja Familienmitglieder Also es gab eine große Faustballer-Familie“, erzählt Norbert Kikel.

Fehrbellin wurde zu einer Hochburg im Faustball, es gab auch erfolgreiche Frauenmannschaften. Quelle: verein

Mit der Wende 1990 gab es bei den Faustballern kaum Veränderungen. „Alle hielten zum Verein, der hieß nun SV 90 Fehrbellin, wir spielten in der Landesklasse oder Landesliga“, so Kikel. Er übernahm 1993 von Arno Kollat die Abteilungsleitung. Mit Arno Kollat sowie dessen Töchter Andrea Christ und Katja Hendel hatte er engagierte Unterstützer. „So haben bei Katja Hendel unsere heutigen Bundesligaspieler das Faustball-Abc gelernt“, weiß Kikel. Ein Problem war und blieb der Spielort. Mit Engagement und Arbeit bekamen die Fehrbelliner Faustballer vom damaligen „Goldenen Plan Ost“ die nötige finanzielle Unterstützung. In der Luchstraße wurde gebaut. Ein neuer Platz, ein Vereinsheim mit Aufenthaltsraum nebst Umkleideräumen und Duschen wurden geschaffen. Allerdings gab es da auch Probleme: Eine Wittstocker Firma hat mit dem Bau begonnen, ging aber Konkurs. „Wir haben in Eigenregie den Platz fertiggestellt, dabei hat uns Bauer Lewinski mit Technik unterstützt. Auch im Vereinsheim steckt viel Arbeit der Mitglieder. Wir haben jetzt hervorragende Bedingungen – auch im Winter mit der Nutzung der Rhinhalle“, freut sich Leo Kikel.

Der Aufstieg in die 2. Bundesliga war der sportliche Höhepunkt

Sportlich gelang dann ein Riesensprung. 2005 spielten die Fehrbelliner als Brandenburger Landesmeister erstmals in der 2. Bundesliga und schufen sich in den nächsten Jahren da einen guten Namen. „Sportlich war das der Höhepunkt, aber auch die Entwicklung in den letzten Jahren ist toll. Eine Zeit lang sah es nicht rosig aus, aber seit einigen Jahren sind viele junge Spieler zum Verein gekommen“, so Kikel. Der übergab 2013 den Abteilungsleiterposten an Marten Christ. „Er und sein Bruder, aber auch andere engagieren sich toll. Vielleicht gelingt es ja auch wieder, eine Frauenmannschaft zu bilden“, sieht Kikel optimistisch in die Zukunft des Fehrbelliner Faustballs. Jedenfalls gibt es viele Gründe für die Fehrbelliner Faustballer am Sonnabend in Langen ihr 70-jähriges Jubiläum ausgiebig zu feiern.

Von Roland Möller

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