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Ostprignitz-Ruppin Füchse sorgen für Handball-Fest im Sportcenter
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13:25 29.07.2018
Oft bissen sich die Neuruppiner an der Füchse-Defensive die Zähne aus. Hier bleibt HCN-Kapitän Hans Kühne (m.) an Mattias Zachrisson hängen. Quelle: Marius Böttcher
Neuruppin

Von „geiles Gefühl“ bis „absoluter Wahnsinn“ - nach dem wohl größten Spiel in ihrer Karriere beschrieben die Verbandsliga-Handballer des HC Neuruppin ihre Gefühlslage in Superlativen. Niemand geringeres als die Füchse Berlin, Dritter der abgelaufenen Bundesliga-Saison und amtierender EHF-Pokalsieger, gaben am Freitagabend im mit 600 Zuschauern toll gefüllten Sportcenter ihre Visitenkarte ab. Zehn eigene Tore werfen, nicht mehr als 50 kassieren - so lautete die Zielstellung der Hausherren vor dem ungleichen Duell. Die Marschroute wurde eingehalten, mit 11:46 (7:18) unterlag man dem zweimaligen Klub-Weltmeister. Ein Resultat, welches ohnehin zweitrangig war.

Autogrammstunde vor der Partie

„Wir haben hier ein tolles Event auf die Beine gestellt und sind mit der Umsetzung sehr zufrieden. Ohne die vielen freiwilligen Helfer wäre das nicht möglich gewesen“, freute sich HCN-Vorsitzender Olaf Dau, der auch für den Hauptstadtclub, zu welchem er selbst als Sponsor einen engen Bezug hat, viel Lob übrig hatte: „Die Jungs sind alle sehr umgänglich. Es ist schon etwas feines, so einen großen Namen bei uns begrüßen zu dürfen. Bereits 90 Minuten vor dem Anpfiff nahm sich der gesamte Füchse-Tross, der mit allen Stars wie Torwart-Ikone Silvio Heinevetter, die Nationalspieler Paul Drux und Fabian Wiede sowie Neu-Kapitän Hans Lindberg nach Neuruppin kam, viel Zeit für seine Fans. Neben Erinnerungsfotos und Autogrammen scheuten sich die Hauptstädter auch nicht vor dem einen oder anderen Plausch.

Der Mix aus Freude und schlotternden Knien steigerte sich bei den heimischen Handballern minütlich, auf dem Feld legte man die Nervosität aber zügig ab. Nur 24 Sekunden waren auf der Anzeigetafel verstrichen, da nahm William Kehnscherper Anlauf, stieg hoch, überwand Heinevetter zum 1:0 und verwandelte das Sportcenter in ein Tollhaus. Füchse-Kapitän Hans Lindberg netzte auf der Gegenseite per Siebenmeter zum Ausgleich ein, ehe Kehnscherper abermals aus dem Rückraum zuschlug. „Ich war überrascht, dass ich zweimal hintereinander durchgekommen bin. Das waren tolle Momente. Danach haben die Füchse aber angezogen“ sagte der Doppeltorschütze.

Markus Assemacher erzielt letzten Treffer

Der haushohe Favorit wurde anschließend etwas konsequenter, ließ den frei von Druck aufspielenden HCN aber immer wieder zu Aktionen kommen. Mit sieben eigenen Treffern bei 18 Gegentoren hielt der Gastgeber bis zur Pausensirene äußerst achtbar mit, bei tropischen Temperaturen vor stimmungsvoller Kulisse wurden die zweiten 30 Minuten jedoch zum Kraftakt. „Wenn die das Tempo erhöhen, dann kann man da nur schwer mithalten, das ist einfach so“, bestätigte HCN-Coach Michael Drefahl, der gemeinsam mit dem scheidenden Christian Will die HCN-Schützlinge betreute.

Während sich die Füchse mächtig in Torlaune zeigten und auch den einen oder anderen Leckerbissen präsentierten, hatten die Hausherren mit der offensiven Abwehr der Berliner oder Torwart-Neuzugang Malte Semisch Schwierigkeiten. Der Hüne, welcher 2,08 Meter misst, schien unüberwindbar. Bis zur 50. Minute, als Kapitän Hans Kühne eine Lücke sah und das achte HCN-Tor markierte. Kurz vor Ultimo gelang den Fontanestädtern gar der zehnte, viel umjubelte Treffer. Für den letzten Höhepunkt sorgte einer, der sich seit gut sechs Wochen mit beiden Vereinen identifizieren kann. Markus Assemacher, seit 18 Jahren Hallensprecher bei den Füchsen Berlin, absolvierte nicht nur die Vorbereitung beim HCN, sondern will auch künftig in der Verbandsliga weiterhelfen. Mit der Schlusssirene erzielte der 43-Jährige dank gütiger Mithilfe das 11:46.

Von Marius Böttcher

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