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Potsdam-Mittelmark Ein Vizemeister und ein Aufsteiger für Brandenburg
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21:19 25.03.2018
Kapitän Dirk Sperling wurde mit seinem Team vom SV 90 Fehrbellin erneut deutscher Vizemeister im Bohlekegeln. Quelle: Foto: Wilfried Howe
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Michendorf/Seedorf

Spannender hätte das finale Wochenende in der Bohlekegel-Bundesliga der Herren kaum laufen können. „Bis zur vorletzten Bahn waren wir noch auf Meisterkurs“, erzählte Peter Wolski, der Abteilungsleiter Bohlekegeln beim SV Fehrbellin. Doch die Mannen aus Ostprignitz-Ruppin waren nicht mit Fortuna im Bunde. Ganze acht Holz fehlten letztlich. Am letzten Spieltag mussten sich die Fehrbelliner ausgerechnet im Brandenburg-Derby in der Prignitz beim SVL Seedorf mit 5470:5478 Holz sowie 1:2 Punkten geschlagen geben. Zwar verlor auch der ETV Kiel mit 0:3 in Oberschöneweide, aber die Norddeutschen verteidigten die Spitzenposition mit 50 Zählern vor dem SV Fehrbellin (49).

Zum sechsten Mal Vizemeister

„Im ersten Moment waren wir natürlich sehr traurig und haben die Köpfe hängen gelassen. Aber letztlich ist der deutsche Vizemeistertitel auch ein großer Erfolg für unseren Verein. Wenn man nach 22 Spieltagen so weit oben steht, kann man auch stolz sein“, sagte Wolski. Immerhin nun schon zum sechsten Mal gab es die Silbermedaille, 2010 hatten die Fehrbelliner gar die deutsche Meisterschaft erkämpft – da waren sie diesmal wieder zum Greifen nahe dran. Dass ihnen die Seedorfer nichts schenkten, quittierte Wolski fair: „Das ist so im Sport.“

Auf Schützenhilfe angewiesen

Doch er vergaß nicht ein „Dreifach Gut Holz!“ nach Michendorf zu senden. Denn dort brach am Sonntagmittag Jubel aus.

Spielgemeinschaft Michendorf/Seddin:René Lewin, Heiko Sandner, Christian Roska (u.v.l.), Torsten Wagner, Raphael Kukla, Norman Lorenz und Ersatzmann Udo Boss (o.v.l.). Quelle: Peter Stein

Die Spielgemeinschaft Kegelclub Purzelmann Michendorf/ESV Lok Seddin hatte erstmals den Bundesliga-Aufstieg perfekt gemacht – und das war nicht minder dramatisch. Auch hier glich das Finale einem Foto-Finish, wie man beim 100-Meter-Sprint sagen würde. Am Samstag konnten sich die Gastgeber auf ihrer Hausanlage in Michendorf zwar mit 2:1 gegen den ärgsten Rivalen NKC 72 Berlin mit 2:1 durchsetzen, aber sie waren gestern am 22. Spieltag auf die Schützenhilfe des SV Fehrbellin II angewiesen. Deshalb ging gestern zwischen den Bahnen immer wieder der Blick auf den großen Monitor mit dem Liveticker. Tatsächlich setzte sich Fehrbellin II mit 3:0 gegen NKC Berlin durch und die Michendorfer schafften ihrerseits ein 3:0 gegen Empor Brandenburger Tor Berlin. Als Mannschaftskapitän Raphael Kukla seinen letzten von 120 Würfen platziert hatte, ballte er die Siegerfaust und umarmte sich mit seinen Teamkollegen.

Staffelsieg mit 43 Punkten

Mit 43 Punkten holte sich die Spielgemeinschaft in der Süd-Ost- Staffel der 2. Bundesliga den ersten Platz vor NKC Berlin (42). „Wir haben immer gezittert und gehofft. Der Aufstieg ist ein Traum. Bevor ich 50 Jahre alt werde, wollte ich das unbedingt noch schaffen“, meinte Mitspieler Torsten Wagner (49), der mit Kukla im letzten Paar auf der Bahn war. Der 28-jährige Kapitän ergänzte: „Am Samstag haben wir den Druck gegen den Spitzenreiter schon gespürt und leider nicht unsere normale Leistung gebracht. Umso schöner, dass wir nun doch noch für die starke Saison belohnt wurden.“ Auch Christian Roska, der seit seinem zehnten Lebensjahr kegelt, war stolz: „Erste Bundesliga und wir sind dabei. Ich habe all die Jahre miterlebt. Das ist toll.“ Seit 2008 spielten die Seddiner, die seit drei Jahren wegen der Michendorfer Anlage mit den Purzelmännern eine Spielgemeinschaft bilden, in der 2. Liga. Im zehnten Jahr gelang nun der Sprung in die Beletage. Und Fehrbellins Wolski freute sich mit auf ein weiteres Brandenburg-Derby in der neuen Saison ab September.

Von Peter Stein

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