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Potsdam-Mittelmark Madeleine Rouvel zieht bei Grün-Weiß Werder die Strippen
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20:16 30.11.2018
Multitalent: Madeleine Rouvel kümmert sich in Werder um die Schiedsrichter und die Mitgliederverwaltung. Quelle: foto: privat
Werder

Sie ist Trainerin, Organisationstalent, manchmal auch Krisenmanagerin. Angefangen hat für Madeleine Rouvel aber alles als Spielermutti. Inzwischen bringt sich die 39-Jährige mit großer Freude ehrenamtlich beim HV Grün-Weiß Werder ein. Im Verein kümmert sie sich darum, dass zu jedem Spiel Schiedsrichter und Kampfgericht vorhanden sind. „Ohne sie würde gar kein Handballspiel stattfinden können“, sagt sie.

Madeleine Rouvel hat Feuer gefangen, sie brennt für ihre Aufgaben. „Ich habe schon immer gerne organisiert. Wenn man dafür lebt und Spaß daran hat, dann funktioniert es auch“, sagt sie. Ihr Fokus liegt auf der Nachwuchsgewinnung für das Schiedsrichterwesen. Sechs Jungreferees hätten zuletzt ihre Prüfung bestanden und seien nun für den Verein aus der Blütenstadt im Einsatz, berichtet sie stolz. Rouvel koordiniert die Einsätze, rekrutiert in den Nachwuchsteams weitere Helfer, organisiert Übungsstunden mit erfahrenen Schiedsrichtern. „Vor kurzem habe ich auch die Mitgliederverwaltung übernommen“, sagt sie. Für die Grün-Weißen ist sie dadurch längst zu einer unverzichtbaren Kraft hinter den Kulissen geworden.

Über Sohn Philipp zum Handball

Madeleine Rouvel musste einst selbst erleben, was passieren kann, wenn plötzlich das Personal fehlt: „Mein Sohn Philipp spielte im Nachwuchs, als irgendwann kein Trainer mehr da war und die Mannschaft vor der Auflösung stand“, erinnert sie sich. Die alleinerziehende Mutter, die einst aus Potsdam nach Werder kam, sprang ein. „Da bin ich hängen geblieben“, sagt sie. Der 17-jährige Philipp spielt inzwischen in der zweiten Männermannschaft, durfte kürzlich sogar bei der Ersten mitfahren. Tochter Paula (13) ist Judoka. Und Mutter Madeleine trainiert seit dieser Saison ihre erste eigene Jugendmannschaft. „Eine E-Jugend, die sind alle nur kniehoch“, sagt die Ehrenamtlerin. Da erlebe sie Erfolge, Niederlagen, muss auch mal Tränen trocknen. „Ich liebe das“, bemerkt sie. Sportliche Erfolge oder Tabellenplätze seien da zweitrangig. Es gehe darum, die Kinder für den Handballsport zu begeistern. „Wir versuchen, alle einzusetzen. Erst vor kurzem haben in einer Partie bis auf den Torwart alle Spieler ein Tor erzielt. Danach diese glücklichen Kinderaugen zu sehen – da bekommt man selbst Pipi in den Augen.“

Soziale Kompetenz

Zehn bis 15 Stunden in der Woche engagiert sich Madeleine Rouvel für den Werderaner Handballverein. „Es gibt Stoßzeiten, aber mit ein bisschen Organisation ist das alles zu schaffen“, sagt sie. Ihre Motivation? Den Kindern mehr mitzugeben als nur das Streben nach sportlichen Erfolgen. „Im Handball lernt man auch soziale Kompetenzen, es ist ein Teamsport.“ Nur durch diese Geschlossenheit könne auch der Verein funktionieren. „Es ist wichtig, dass die Jugendlichen Aufgaben übernehmen. Sie müssen lernen, dass sie sich einbringen müssen. Der Verein lebt ja von der freiwilligen Arbeit seiner Mitglieder“, erklärt sie. Von Mitgliedern wie Madeleine Rouvel, die mit Herzblut bei der Sache sind.

Von Christoph Brandhorst

Steffen Kaußmann ist für den MBSV Belzig in ganz Brandenburg mehrere Jahre mit Leidenschaft als Handball-Referee unterwegs. Darüber hinaus übernimmt er beim HVB zuverlässig noch viele weitere Aufgaben.

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