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Potsdam-Mittelmark MBSV ist dem Tabellenprimus nicht gewachsen
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00:18 10.03.2017
Maik Fricke und seine Teamkollegen spielten gegen lychen viele Angriffe zu ungeduldig aus. Quelle: Dirk Fröhlich
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Bad Belzig

Gegen den Tabellenprimus der Verbandsliga Nord hatten sich die Handball-Männer des Märkischen BSV auf ihrer Platte einiges vorgenommen. Der in die mit über 250 Zuschauern bestens gefüllten Albert-Baur-Halle gekommene SV Berolina Lychen spielte aber wie in seinem siegreichen Hinspiel stark auf, so dass die Belziger am Ende mit 23:28 (11:16) das Nachsehen hatten.

Drei Abgänge beim MBSV

Bevor die Spitzenpartie des Verbandsliga-Spieltages angepfiffen wurde, wurden zwei Abgänge verkündet. Aus beruflichen Gründen hat Sascha Nötzel den Verein verlassen. Und Kevin Dehne absolvierte am Sonntag wegen großer Rückenprobleme sein letztes Spiel im MBSV-Kasten. Aufgehört hat zudem aus privaten Gründen bereits vor einigen Wochen mit Tillmann Hartisch ein weiterer Keeper.

Gastgeber läuft schnell Rückstand hinterher

Recht zuversichtlich gingen die Fläminger mit ihren zahreichen Fans im Rücken in die Begegnung gegen den souveränen Spitzenreiter, bei dem man Mitte Oktober mit 23:26 verloren hatte. In den ersten zehn Spielminuten lieferte sich der gut besetzte MBSV mit dem Gast auch ein ausgeglichenes Spiel. Danach legten aber die Lychener einen Gang zu und konnten sich bis zur Pause auf 16:11 absetzen. Eigentlich versuchte die Heimdeckung gegen den Berolina-Angriff viel zu variieren und den großen Rückraumspieler des Gegners aus dem Spiel zu nehmen. Das funktionierte aber nur bedingt. Zudem spielten die Hausherren ihre Angriffe zu ungeduldig aus, so dass sich die Abschlüsse oftmals als Geschenke für den gegnerischen Schlussmann entpuppten.

Ergänzungsspieler betreiben Ergebniskosmetik

In der zweiten Hälfte konnten die Fläminger den Vorsprung des Gegners nicht zwingend verringern. Bis zur 40. Minute kamen sie bis auf vier Tore heran. Darauf nutzte Lychen dann technische Fehler der Gastgeber eiskalt aus und zog ungefähr bis zur 50. Minute bis auf zehn Tore davon, wobei jeder Gegenstoß zu einem Tor führte. So sah sich Trainer Denis Wandersee zu einer Auszeit gezwungen. In der Schlussphase gab er seinen Ergänzungsspielern eine Einsatzmöglichkeit. Die haben sich in den verbleibenden Minuten gut verkauft und konnten für ihr Team Ergebniskosmetik betreiben. Am Ende schmolz der Vorsprung der Gäste bis auf fünf Tore zusammen.

„Lychen hat das sehr clever gemacht. Wir haben heute nicht unseren besten Tag erwischt“, meinte Coach Wandersee nach den liegen gelassenen Heimpunkten.

Bereits an diesem Sonntag geht es weiter für seine Mannschaft weiter. Es kommt der 1. VfL Potsdam II in die Albert-Baur-Halle.

Von Jörgen Heller

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