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Potsdam-Mittelmark Orientierungsläufer Mario Knaack jagt durch den Kiefernwald
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21:20 23.02.2018
Mario Knaack auf der Jagd nach Posten im Gelände. Quelle: Foto: verein
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Michendorf

Am Samstag geht es rund um den Galgenberg hoch her. Das Waldgebiet zwischen Wilhelmshorst und Bergholz-Rehbrücke ist Schauplatz des 3. Märkischen Kiefern-Orientierungslaufs. Das ist der Saison-Auftakt für die Orientierungsläufer in Berlin und Brandenburg, aber auch Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern und der polnischen Woiwodschaft Lebus werden zu den Wettbewerben von den Kindern bis zu den Senioren erwartet. Mario Knaack wird diesmal nicht selbst zu Karte und Kompass greifen. Denn er ist als Mitglied des veranstaltenden Orientierungslauf Klub (OK) Mark Brandenburg, der in Michendorf beheimatet ist, in die Organisation eingebunden.

Die Kinder als Anstoß, es selbst zu versuchen

Der 44-Jährige freut sich, dass die Saison nun wieder losgeht. Denn trainiert wurde schon fleißig. Dass Knaack einmal begeisterter Orientierungsläufer werden würde, ward ihm nicht in die Wiege gelegt. Aber seine Kinder brachten ihn dazu. Denn Tobias (inzwischen 19) sowie die Zwillinge Lisa und Sarah (16) trainierten einst in der Schul-AG in Michendorf. Irgendwann wollten sie dann auch an Wettkämpfen teilnehmen. Also musste der Vater ran und die Kinder an die Wettkampforte chauffieren. Nur Zuschauen und Anfeuern war ihm eines Tages zu wenig, also wollte er es selbst ausprobieren. „Das hat mich von Anfang an fasziniert“, berichtet Knaack, der früher mal Handball gespielt hatte, eher nicht so der Läufer war. Inzwischen möchte er das Naturerlebnis nicht mehr missen.

Schul-AG in Michendorf

Der Michendorfer gehört zu den Gründungsmitgliedern des OK Mark Brandenburg, der 2014 aus der Taufe gehoben wurde und sogar den Wolf im Vereinswappen trägt. Knaack ist im Verein Technikwart. Außerdem fungiert er als Übungsleiter an besagter Schul-AG, wo immer freitagnachmittags den Grundschülern in Michendorf das Einmaleins des Orientierungslaufs beigebracht wird. „Ich musste mal einspringen für einen erkrankten Sportfreund. Dann bin ich dabei geblieben“, berichtet er über die Schul-AG. „Wir führen die Kinder, etwa zehn sind in der Gruppe, an den Orientierungslauf heran. Wer will, kann später in den Verein wechseln und noch mehr trainieren“, erzählt der Übungsleiter, der sich selbst um den Orientierungsläufernachwuchs kümmert. Das ist jetzt aber nicht auf seine Kinder gemünzt. „Wir tingeln zu Beginn des Schuljahres durch die Elternversammlungen und stellen dort unseren Sport vor. So werben wir um Interessenten“, weiß er zu berichten.

Ein naturverbundener Sport

„Das ist ein sehr naturverbundener Sport. Deshalb finden wir das Symbol mit dem Wolf auch passend“, sagt Knaack, der das Anlaufen der einzelnen Posten durchaus als knifflige Aufgabe sieht. „Der Läufer weiß ja vorher nicht, wo die Posten stehen. Erst am Start bekommt er die Karte und muss sich dann im Gelände orientieren, in welcher Reihenfolge er die Posten abläuft“, gibt er einen kurzen Einblick. Dabei sind die Läufer etwa eine bis anderthalb Stunden im Gelände unterwegs und legen Strecken zwischen zehn und 13 Kilometern zurück.

Der märkische Kiefernwald sei ideal für den Orientierungslauf, findet der Referent bei der Deutschen Telekom, der auch schon im Elbsandsteingebirge, im Thüringer Wald oder in Tschechien in der Nähe von Liberec durch die Wälder gepirscht ist. Natürlich sei es schon mal vorgekommen, dass er aus der Karte rausgelaufen sei, wie die Orientierungsläufer sagen. „Dann muss man sich an Straßen und Wegen orientieren und versuchen, wieder einen Posten zu erreichen.“

Knaack, der im Vorjahr mit dem Ehrenamts-Award des Kreisssportbundes Potsdam-Mittelmark ausgezeichnet wurde, findet es gut, dass neue Technik in seinem Sport Einzug hält. Natürlich wäre es ein Leichtes, mit dem GPS-Gerät durch den Wald zu laufen. Das meine er nicht. Aber die Posten werden auf einem Stick registriert und können dann nach dem Zieleinlauf im Computer sofort ausgewertet werden.

Von Peter Stein

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