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Potsdam-Mittelmark Radprofi Christoph Pfingsten bei der Vuelta
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00:20 19.08.2017
Christoph Pfingsten kletterte in diesem Jahr bei der Dauphine Libere-Rundfahrt auch den legendären Anstieg nach L’Alpe d’Huez hinauf. Quelle: foto: imago
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Stahnsdorf

Zu Wochenbeginn konnte Christoph Pfingsten zu Hause in Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark) noch mal zwei Tage kurz durchschnaufen. Ein Grillabend bei den Eltern, Eis essen mit Ehefrau Gini. Ab dem Wochenende muss der Radprofi wieder kräftig in die Pedale treten, wenn im französischen Nimes mit einem Mannschaftszeitfahren die Vuelta a Espana beginnt.

Pfingsten gehört zum neunköpfigen Aufgebot der deutschen Equipe Bora-hansgrohe. Kapitän wird der Pole Rafal Majka sein, der nach seinem frühen Ausscheiden bei der Tour de France unter die Top fünf der Gesamtwertung fahren soll. Unterstützt wird er dabei von der deutschen Hoffnung Emanuel Buchmann, 15. bei der Tour.

Den Vertrag bis 2018 verlängert

Auch Pfingsten stand bis zuletzt im erweiterten Kader für die Frankreich-Rundfahrt, wurde letztlich nicht mitgenommen – nun also zum zweiten Mal die Spanien-Rundfahrt für ihn, die für Experten aufgrund der vielen Bergetappen als noch härter gilt. Der „Flachlandtiroler“ aus Brandenburg als Kletterer – Pfingsten kann seit der Vuelta 2016 ein Lied davon singen. „Aber ich habe die Berge bewältigt“, sagt er. Öfter gehörte der 29-Jährige sogar zu den Ausreißergruppen.

Seine Helferdienste für die Kapitäne, meist im Schatten der großen Aufmerksamkeit, haben aber die Teamverantwortlichen überzeugt: Pfingstens Vertrag wurde verlängert. Er geht nächstes Jahr in seine vierte Saison mit dem Rennstall aus Raubling in Bayern. Der gebürtige Potsdamer sagt: „Die Vertragsverlängerung ist eine große Motivation für mich. Unsere Mannschaft ist in den letzten Jahren immer stärker geworden. Da freut man sich schon, wenn es für einen selbst weitergeht.“

Drei Wochen bei großer Hitze über hohe Berge

Denn seit diesem Jahr fährt auch Doppel-Weltmeister Peter Sagan für Bora-hansgrohe. Pfingsten hat in den letzten Monaten viel für den Slowaken gearbeitet, erst letzte Woche bei der BinckBank-Tour in Belgien und den Niederlanden. Da ging es meist um Nachführarbeit an der Spitze des Pelotons, wenn Ausreißergruppen eingeholt werden mussten, damit Sprinter Sagan am Ziel seine Qualitäten ausspielen konnte. Sagan holte das Sprinttrikot, Pfingsten meint: „Wir haben als Team gut funktioniert. Ich hatte noch mal 1000 harte Rennkilometer als Vorbereitung für die Vuelta.“

Der Wasserholer weiß, dass nun drei Wochen lang ein schweißtreibender Job auf ihn wartet, nicht nur wegen der Berge, sondern auch wegen der Hitze. „Trotzdem freue ich mich drauf. Denn die Vuelta ist eine von den drei wichtigsten Rundfahrten des Jahres neben dem Giro d’Italia und der Tour de France. Die Helferdienste für die Teamkollegen mache ich gern. Radsport funktioniert nur als Mannschaft. Trotzdem, wenn es sich ergibt, will ich schon in der einen oder anderen Spitzengruppe dabei sein. Im Vorjahr hat das ja schon ganz gut geklappt.“ Nur das Happy End in Form eines Etappensieges blieb bisher aus.

Radsport wird in Deutschland populärer

Pfingsten spürt zudem, dass der Radsport in Deutschland wieder an Popularität gewinne. Das habe vor allem der Tour-Start in Düsseldorf Anfang Juli gezeigt. „Das ist ja auch ein schöner Sport. Ich hoffe, das bleibt so und wir bekommen da eine gewisse Konstanz rein. Im nächsten Jahr gibt es ja wieder eine Deutschland-Tour. Das sind neue, lohnende Ziele für mich. Auch die Zahl der Hobbyfahrer steigt ja“, hat er auf seinen heimatlichen Trainingsrunden durch Brandenburg festgestellt.

Da könne es der Allrounder auch verschmerzen, wenn er am Wochenende nicht bei der Hochzeit seiner Schwester Monik dabei sein kann. „Die Spanien-Rundfahrt geht vor. Das ist mein Job.“

Von Peter Stein

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