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Potsdam-Mittelmark Philipp Walsleben bekommt Profivertrag
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19:23 23.10.2018
Philipp Walsleben gewinnt die Rad-Bundesliga. Quelle: privat
Stahnsdorf

Auf dem „zweiten Bildungsweg“ hat es Philipp Walsleben geschafft. Mit 30 Jahren bekommt der Radsportler, der in Stahnsdorf wohnt, doch noch einen Profivertrag bei einem ausländischen Straßenteam. Wo genau, konnte er noch nicht mitteilen. „Das gibt mein neues Team bekannt“, sagte er.

Bestes Argument für die Bewerbung war ganz sicher sein Gesamtsieg in der Rad-Bundesliga. In der Gesamtwertung setzte sich Walsleben, der für das P & S-Team Thüringen strampelte, mit 1090 Punkten vor Jonas Rutsch (981 Punkte/Lotto-Kern Haus) und Christopher Hatz (909 Punkte/Radteam Herrmann) durch. Die Sprintwertung und die des besten Amateurs gewann Walsleben ebenfalls. In der Bergwertung triumphierte der Potsdamer Mathias Wiele (Team Schnelle Stelle Ur-Krostitzer).

Die Spitzenposition verteidigt

„Das war eigentlich gar nicht mein Ziel“, erzählte Walsleben, nachdem er Ende des vergangenen Jahres seine Karriere als Profi im Radcross für beendet erklärt hatte. Zehn Jahre lang war er in Diensten belgischer Teams querfeldein unterwegs – und erfolgreich. 2009 wurde er U23-Weltmeister, 2013/14 stand er einige Male bei Weltcups auf dem Podium und belegte in der Endwertung Platz zwei. 2014 wurde er zudem WM-Fünfter, Sechs Mal sicherte er sich die deutsche Meisterschaft.

Der Umstieg auf die Straße – die im Sommer ohnehin zu seinem Vorbereitungsprogramm gehörte – glückte erwartungsgemäß ohne Probleme. Die Bundesliga, die vom Bund Deutscher Radfahrer (BDR) geöffnet wurde und nicht mehr nur bis zur U23 wie früher gewertet wird, war für „Walze“ das Terrain, um wieder Selbstvertrauen zu gewinnen. „Ich bin gut gestartet und nach dem dritten Platz bei der Deutschen Berg-Meisterschaft war ich vorn dabei. Im Juni habe ich das Führungstrikot übernommen. Von da an klebte mir die Konkurrenz am Hinterrad und es war schwer, noch vorn wegzufahren. Aber mit Hilfe meiner Mannschaft habe ich die Spitzenposition verteidigen können“, berichtete der Routinier. „Am Ende war es eine taktische Sache.“

„Ich bereue nichts“

Auch international konnte er auf sich aufmerksam machen. So gewann Walsleben im Mai die Baltyk Karkonosze Tour in Polen, bei einer Rundfahrt in Tschechien wurde er Dritter. „Da waren auch einige Profis dabei, deshalb schätze ich diese Erfolge sportlich noch höher ein“, sagte er. Daher ist Walsleben auch frohen Mutes, künftig bei den Profis seine schmalen Pneus erfolgreich über die Straße rollen zu lassen. Auf die Frage, ob er nicht schon ein paar Jahre eher den Wechsel vom Cross auf die Straße hätte vollziehen sollen, antwortete der leidenschaftliche Radsportler: „Ich bereue nichts.“ Seine Trainingspläne schreibt ihm übrigens der Potsdamer Ex-Profi Paul Voß.

So ganz vom Radcross hat sich Walsleben indes nicht verabschiedet. Weil Anfang Januar auf seiner einstigen Hausstrecke in den Kleinmachnower Kiebitzbergen die Deutschen Meisterschaften im Radcross stattfinden, will er sich mit in die Organisation einbringen.

Von Peter Stein

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