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Potsdam-Mittelmark Christoph Pfingsten auf Flanderns heiliger Ronde
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16:39 30.03.2018
Christoph Pfingsten (Kleinmachnow) hat über 266 km ein hartes Stück Arbeit vor sich bei Belgiens größtem Volksfest am Sonntag. Quelle: Foto: Bora-Hansgrohe
Kleinmachnow

Die Runde wird lang und hart, sehr hart. Wenn Radprofi Christoph Pfingsten aus Kleinmachnow am Sonntag auf dem Marktplatz in Antwerpen umringt von zehntausenden Fans an der Startlinie zur „Ronde van Vlaanderen“, der 102. Flandern-Rundfahrt, steht, dann wird ihm „ein Schauer über den Rücken laufen“, wie er selbst sagt. Denn im radsportverrückten Belgien ist das der Festtag des Jahres am Ostersonntag. Belgiens populärstes Rennen, auch „Vlaanderens Mooiste“, Flanders Schönste genannt, gibt es seit 1913, es zählt neben Mailand – San Remo oder Paris – Roubaix zu den fünf Monumenten des Radsports. Und wer nach 266,5 Kilometern in Oudenaarde ganz oben steht, ist einer der Größten. Das will Peter Sagan sein. Der dreimalige Weltmeister ist Pfingstens Team-Kapitän.

Alle für Sagan über die Hellingen

„Die Teambesprechung ist zwar erst am Samstagabend nach dem Abendbrot, aber klar, ich verrate nichts, wenn ich sage, dass wir alles tun werden, damit Peter im Finish in der bestmöglichen Position ist. Er hat das Rennen 2016 schon einmal gewonnen. Und wer weiß, was im Vorjahr passiert wäre, hätte er sich nicht an einer über der Streckenumzäunung hängenden Jacke eines Zuschauers aufgehängt und wäre gestürzt.“ Pfingsten war letztes Jahr dabei. Der Brandenburger hat sich schon den halben März auf Belgiens hartem Pflaster herumgetrieben und eine gute Form gezeigt, so dass ihn der Sportliche Leiter Enrico Poitschke zu Wochenbeginn anrief und kurzfristig in die siebenköpfige Mannschaft des deutschen Profiteams Bora-Hansgrohe beorderte.

Auf Kopfsteinpflaster zu Hause

Dass sich Pfingsten auf löchrigem Terrain besonders gut zurechtfindet, weil er Brandenburgs schlechte Straßen gewohnt ist, sei aber nur ein Gerücht. Der 30-Jährige, dessen Ehefrau Gini im Juni das erste Kind erwartet, bringt inzwischen genügend Rennerfahrung mit und ist daher ein wichtiger Teamplayer. Am 23. März beim „E3 Harelbeke“ war er in einen Massensturz verwickelt, der bei ihm bis auf Schürfwunden glimpflich ausging. Am Mittwoch wurde er bei der Generalprobe „Dwaars door Vlaanderen“ als 21. Bester seiner Equipe.

Extra „dicke“ Reifen

Trotz der bevorstehenden Qual über die giftigen, mit Kopfsteinpflaster gespickten kurzen, steilen Anstiege, den sogenannten Hellingen, in den Ardennen freut sich Pfingsten „auf das Highlight“. Und er wird über die Mauer von Geraardsbergen, Koppenberg und Paterberg in die Pedale treten, was das Zeug hält. Die Mechaniker sind ebenfalls im Großeinsatz, stehen an den schwierigsten Passagen mit Ersatzrädern parat, die extra mit 28 Millimeter breiten – normal sind 25 – Reifen und einer extrawiderstandsfähigen Gummimischung ausgestattet sind. „Bei so einem wichtigen Rennen darf man nichts dem Zufall überlassen. Aber man muss auch ein bisschen Glück haben, um am Ende durchzukommen. Wir haben ein starkes Team und einen Super-Kapitän“, schwärmt Pfingsten. Der Slowake Sagan hat letzten Sonntag den Halbklassiker Gent – Wevelgem zum dritten Mal gewonnen. Der Mann mit dem schillernden Regenbogentrikot will nicht nur Flanderns Schönster, sondern Bester sein. Pfingsten wird ihm dabei zur Seite stehen. Und wenn Sagan tatsächlich als Erster das Ziel erreichen sollte, dann fällt auch für seine sechs Helfer sicher mehr als ein Gläschen Champagner ab.

Von Peter Stein

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