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Potsdam-Mittelmark Sportminister Baaske: Klimmzüge beim Joggen
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02:15 13.03.2017
30 Klimmzüge schafft Günter Baaske an seinen Klimmzugstangen. Quelle: foto: Dirk Froehlich
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Bad Belzig

Ich kapituliere. Mit jedem Klimmzug von Günter Baaske wird mir klarer, ich habe beim Kraftvergleich keine Chance. Für den Start der neuen MAZ-Serie „Sportliche Prominente“ hat mich Brandenburgs Sportminister Günter Baaske mitgenommen in die Wälder rund um Lütte, einen Ortsteil von Bad Belzig (Potsdam-Mittelmark). Hier schlängelt sich die Laufstrecke des 59-Jährigen durch ein Labyrinth aus Waldwegen. „Ich kenne inzwischen jedes Blatt. Wer hier nicht läuft, ist selbst schuld“, sagt der SPD-Politiker und atmet genussvoll die frische Waldluft ein. Da ihm zehn Kilometer joggen zu eintönig ist, macht er zwischendurch Klimmzüge.

30 Klimmzüge am Stück und blitzsauber

Während sich die ersten zarten Frühlingssonnenstrahlen durch die Kiefern quälen, hängt sich Baaske an eine Stange, die er zwischen zwei Bäume geklemmt hat, und zieht sich hoch. „Eins, zwei, drei, vier.“ Der einstige Mathematik- und Physiklehrer zählt laut mit. Jede Wiederholung führt er

Günter Baaske beim Joggen im Wald. Quelle: Dirk Froehlich

ganz sauber aus. „Achtzehn, neunzehn, zwanzig.“ Das Zählen wird leiser, das Schnaufen lauter, aber die Klimmzüge bleiben sauber. „Achtundzwanzig, neunundzwanzig, dreißig.“ Soll erst mal reichen. Respekt. Früher habe er mehr geschafft, erzählt Baaske aus seiner Zeit bei der Nationalen Volksarmee der DDR. Sein Bestwert beim Wettbewerb „Stärkster Mann der NVA“: 51 Wiederholungen. Die Bizepsmuskeln zeichnen sich deutlich unter seinem Laufshirt ab. Der Beweis, dass er regelmäßig seine Waldrunde dreht. An drei Stellen hat er Eisenstangen zwischen Bäumen platziert. Bei jedem Passieren hängt er sich dran. „An einer Stelle musste ich die Stange wegnehmen. Die Bäume waren unterschiedlich gewachsen, so dass sie schief hing.“

Winterpaddeln im Spreewald

Zwischendurch streut der gebürtige Belziger auf seiner Laufrunde, auf der er schon einmal einem Wolf begegnete, Liegestütze ein. Wenn er nach einer Stunde nach Hause kommt, will er richtig ausgepowert sein. „Wenn ich mich verausgabt habe, fühle ich mich besser.“ Egal ob beim Joggen oder beim Radfahren. „Meine Frau sagt, ohne Sport werde ich zappelig. Nach drei Tagen Landtagssitzung ohne Sport kann ich unausstehlich werden.“

Paddeln gehört auch zu den Hobbys von Günter Baaske. Quelle: privat

Sport spielt halt eine große Rolle in seinem Leben. In den 80er Jahren fing er mit dem Paddeln an. Er hatte sogar die Idee, mit einem Kajak über die Ostsee aus der DDR zu flüchten. Heute paddelt er gerne in der Nähe auf Plane, Temnitz oder Buckau. Einmal im Jahr fährt er mit Freunden nach Polen zum Wassersport. Und im Februar ist ein Wochenende für das Winterpaddeln im Spreewald geblockt. „Man braucht einen ordentlichen Schlafsack, ich habe nicht gefroren“, erzählt Baaske vom diesjährigen Paddeltrip mit Zelten. „Man ist ziemlich allein, das macht nicht jeder. So erlebt man die Landschaft ganz anders.“ Baaske spielte auch Eishockey bei den Belzig Hornets. „Als ich Minister wurde, habe ich es aber leider nicht mehr zum Training geschafft.“ Immerhin kann er sich eine Woche pro Jahr für das Familien-Skifahren blocken.

Während des Studiums im Judo aktiv

Während seines Studiums in Potsdam hat sich Baaske auch im Judo ausprobiert, er lernte bei der Potsdamer Judo-Legende Erhard Buchholz. Zweimal hat er sich in dem kleinen Dojo am Neuen Palais den Zeh gebrochen.

Damit ist Baaskes breiter Sportfächer aber noch nicht zu Ende erzählt. Wenn der einstige Präsident des Frauenfußball-Bundesligisten Turbine Potsdam mal seine Ruhe haben will, setzt er sich auf sein Motorrad, fährt zum See und angelt. Dabei hätte ich vielleicht eine Chance.

Manager von Keimzeit

Günter Baaske (SPD) leitet seit November 2014 das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport.

Zuvor war er bereits Minister für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie. Außerdem arbeitete er als Lehrer und Kreisdezernent.

Von 1989 bis 1994 war Baaske, der am 17. Oktober seinen 60. Geburtstag feiert, Manager von Keimzeit.

Von Ronny Müller

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