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Potsdam 4402 Teilnehmer auf majestätischen Pfaden
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19:22 03.06.2018
15. Potsdamner Schlösserlauf, Start zum Halbmarathon, Foto: Benjamin Feller
Potsdam

Dank der kalten Dusche vorab blieb die befürchtete Hitzeschlacht aus. Und pünktlich vor dem Startschuss hörte es auf zu regnen. Die 4402 Teilnehmer – nur knapp unter dem Rekord (4431) von 2016 – gingen am Sonntagvormittag bestens gelaunt auf die 21,1 und 10 Kilometer langen Strecken beim 15. Pro Potsdam Schlösserlauf. „Das war ideales Läuferwetter“, schwärmten die meisten nach der glücklichen Zielankunft im Stadion Luftschiffhafen wie Dagmar Deigert. Die 53-Jährige kam mit ihrer Laufgruppe aus Lübeck. „Der Lauf hat uns wunderbar gefallen, alles ist gut organisiert, vor allem dass wir vom Hotel aus gleich mit der Straßenbahn kostenfrei zum Start fahren konnten“, erzählte die Finanzbuchhalterin, die auch den Blick für die Schönheiten der Stadt hatte. „So schnell laufe ich ja nicht, das Schloss Sanssouci habe ich schon mitbekommen“, berichtete sie schmunzelnd.

4402 Läufer kamen am Sonntag zum 15. Pro Potsdam Schlösserlauf und wagten sich auf die 10 und 21,1 Kilometer langen Strecken.

Karsta Parsiegla wie bei der Premiere die Schnellste

Während die Lübeckerin erstmalig dabei war und versprach, wieder zu kommen, holten sich 28 Teilnehmer den Treuepokal für die 15. Auflage in Folge ab. Eine der Treuesten war die Schnellste und wiederholte sich auch in dieser Hinsicht. Denn Karsta Parsiegla aus Teltow, die für den SCC Berlin startet, siegte gestern beim Halbmarathon in 1:31:40 Stunden. 2004 bei der Premiere des Schlösserlaufs war sie sogar auf der Marathonstrecke die Erste. „Seitdem hat sich nicht nur in der Stadt, sondern auch bei dem Lauf viel verändert“, schilderte die 54-jährige Geologin. „Nicht nur die Teilnehmerzahl hat sich enorm gesteigert, es sind auch mehr Zuschauer an der Strecke, die einen anfeuern. Das gefällt mir. Hier den 15. Lauf zu schaffen, ist für mich außerdem Motivation, gesund zu bleiben. Dass ich gewonnen habe, freut mich umso mehr. Aber zwischendurch im Neuen Garten hatte ich auch mal einen Hänger“, gestand die Läuferin.

Falko Zauber gewinnt Halbmarathon

Den Halbmarathon bei den Männern entschied Falko Zauber in 1:17:28 Stunden für sich. Der inzwischen 31-Jährige war früher Leistungssportler, auch zweimal deutscher Jugendmeister über 1500 Meter. „Ich habe sogar zwei Jahre in Potsdam trainiert, da war es für mich besonders schön, die alten Laufwege durch die Parks wiederzuentdecken“, meinte der Berliner, der nun als Lehrer für Sport und Biologie an einer Schule in Kreuzberg arbeitet. Auch er war froh, „dass es nicht noch heißer geworden ist“.

Wiederholungstäter auf der kurzen Strecke

Hannes Hähnel (31) aus Frankfurt (Oder) war über 10 Kilometer in 32:22 nicht zum ersten Mal als Erster im Ziel. „Ich bin immer voraus gerannt, damit ich auch als Erster die Getränke aussuchen kann“, scherzte der Elektroniker, der mit über dreieinhalb Minuten Vorsprung vor Jim Pincini gewann. Letzterer stammt aus Melbourne in Australien. „Ich arbeite derzeit aber für ein halbes Jahr in Berlin“, klärte der 36 Jahre alte Geophysiker auf. Dritter wurde übrigens mit Alexander Jegorow der Landesmeister im Boxen im Mittelgewicht aus Potsdam. Bemerkenswert, kurz darauf folgte schon der erst 13-Jährige Jannis Junior Kiniklis aus Berlin (40:05). „Das hat Spaß gemacht“, jubelte der kleine Flitzer.

Treuepokal für Petra Höfert für die 15. Teilnahme. Quelle: privat

Ex-Turbine-Fußballerin Inka Wesely, die nun bei der Gesundheitskasse AOK arbeitet, erwies sich über 10 Kilometer in 40:51 Minuten wie im Vorjahr als schnellste Frau. Das gute Ausdauertraining einst bei Meistercoach Bernd Schröder wirkte offenbar noch nach. „Hier im Luftschiffhafen kenne ich die Bahn besonders gut“, erzählte sie auf der Zielgeraden, die kurz nach ihr Ines Sobotta als Zweite und zu zweit erreichte. Denn auch ihr Mann Marc lief mit. „Ich bin durch meine Frau zu dem Hobby gekommen“, berichtet er. Das Paar aus Bernau hat zwei Kinder.

Mit Kinderwagen unterwegs

Mit Kind und Kinderwagen war Melanie Meltzer aus Ludwigsfelde unterwegs. Der ein Jahr und eine Woche alte Moritz ließ sich von der Mama bereitwillig durch die Stadt schaukeln. „Auch für ihn gab es Trinkpausen“, sagte die Optikerin. „Mein Mann Manuel läuft den Halbmarathon und die Oma stand an der Strecke am Neuen Palais zum Anfeuern“, berichtete die 28-Jährige weiter.

Auch Organisationschefin Anne Pichler vom Stadtsportbund, die sich diesmal den Slogan „Majestätische Pfade“ für die Teilnehmershirts ausgedacht hatte, war happy. „Zum Glück wurde es nicht so warm wie ursprünglich angesagt. Für die Läufer war das ideal. Mein besonderer Dank gilt den inzwischen 500 freiwilligen Helfern. Auch da mussten wir aufstocken, um den wachsenden Ansturm zu bewältigen.“ Viele neue Vereine seien hinzugekommen.

Von Peter Stein

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