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Potsdam Den Handball mit der Pfeife getauscht
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16:33 30.11.2018
Steffen Kaußmann (r.) mit Referee-Kollege Andreas Läbe. Quelle: privat
Bad Belzig

Steffen Kaußmann freut sich, am morgigen Sonntag nach langer Zeit einmal wieder bei seinem Verein im Kampfgericht sitzen zu dürfen. Normalerweise ist er nämlich als Schiedsrichter des Märkischen BSV Belzig im ganzen Land Brandenburg unterwegs, so auch wie heute in Bad Liebenwerda. Sein Aufgabenfeld umfassen aber nicht nur die Belange des MBSV. Dafür wurde er nun vom Handball-Verband Brandenburg (HVB) mit der Ehrennadel in Silber ausgezeichnet.

Bevor es Steffen Kaußmann aufgrund einer Ausbildung für einige Jahre nach Bayern verschlug, spielte er im Schulsport Handball. Als er dann in die Kreis- und Kurstadt zurück kehrte, griff er wieder zum Handball und trainierte im Männerteam mit. „Mehr als über die Rolle des Ergänzungsspieler kam ich aber nicht hinaus“, schmunzelt er.

Schiedsrichter unzähliger Handballspiele

Mehr und mehr interessierte ihn die Rolle des Unparteiischen. So entschied er sich nach zwei Jahren, das war im Jahre 1998, den Handball mit der Trillerpfeife zu tauschen. „Nach einem absolvierten Wochenendlehrgang in Potsdam begann ich auf Kreisebene zu pfeifen“, erinnert er sich. Seitdem hat der 46-Jährige unzählige Handballspiele gepfiffen. Und da die MBSV-Erwachsenen-Teams im Laufe seiner Schiedsrichterlaufbahn auch auf Landesebene aktiv waren, wurde er somit auch bei Spielen in ganz Brandenburg eingesetzt. „Heute pfeife ich zum Beispiel ein Brandenburgliga-Spiel beim HC Bad Liebenwerda und eine Landesliga-Partie der HC-Zweiten“, sagt er.

Im Laufe der Jahre reifte Steffen Kaußmann zum zuverlässigen und guten Unparteiischen, das auch dem Handball-Verband Brandenburg nicht verborgen blieb. Und somit wuchs bald sein Aufgabenfeld. So übernahm er auch die Saisonplangen aller Ansetzungen seines Belziger Vereins von der E-Jugend bis zu den Erwachsenen. „Kurz nach Abschluss der alten Saison habe ich dann schon mit den MBSV-Ansetzungen der neuen Saison zu tun “, erklärt er.

Seit drei Jahren übernimmt Steffen Kaußmann auch die Schiedsrichter-Ansetzungen in allen Ligen des HVB. „ Das sind etwa 2500 Spiele pro Saison, für die ich die Schiedsrichter einteile. Dabei muss natürlich immer auf Unparteilichkeit geachtet werden“, meint der in Potsdam lebende Referee, der zudem auch noch Schiedsrichter-Beobachtungen vornimmt und sie beurteilt.

Aktive Erholung beim Heimatverein

Trainer Denis Wandersee, der beide MBSV-Erwachsenenteams coacht, und sollte es seine Zeit zulassen, ebenfalls für seine Verein pfeift, schätzt die Arbeit seines Referee-Kollegen jedenfalls sehr: „Für mich zählt Steffen zu den besten Referees in Brandenburg. Und als HVB-Mitglied kommen wir durch ihn auch immer sehr schnell an Spielerpässe heran.“ Über Langeweile kann er sich an den Saison-Wochenenden jedenfalls nicht beklagen. So ist sein morgiger Ausflug zu seinem Heimatverein ins Kampfgericht fast schon als aktive Erholung anzusehen.

Von Jörgen Heller

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