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Potsdam Holzhacken zur Erwärmung
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17:59 26.02.2019
Abteilungsleiter Sebastian Kunze feuert den Ofen an und leitet dann das Training der Nachwuchsgruppe. Quelle: Ronny Müller
Potsdam

Die Jugendlichen trudeln nach und nach zum Training ein. Zwei Jungs stellen ihre Fahrräder in der Blockzone genannten Kletterhalle in der Potsdamer Waldstadt ab, reiben sich die kalten Hände und wärmen sie an Bruno. Bruno ist ein alter Holzofen, den Sebastian Kunze angefeuert hat.

Wo sich in der ehemaligen Sammelstelle für Sekundär-Rohstoffe einst Papier und Glas stapelte, haben es sich die Kletterer eingerichtet. Seit 2007 sei man in der Halle, erzählt Sebastian Kunze. Der 46-Jährige leitet die neue Abteilung Bouldern bei Motor Babelsberg. 20 Mitglieder gibt es derzeit. Noch einmal doppelt so viele Blockzone-Kletterer sind im Deutschen Alpen-Verein organisiert.

Ventilator verteilt die Wärme

Ofen Bruno gehört seit 2008 zur Ausstattung. Im Außenbereich der Halle lagert ein wenig Holz. „Wer möchte, kann zur Erwärmung ein bisschen Holz hacken“, sagt Kunze mit einem Schmunzeln. Das wird gerade im Winter regelmäßig gebraucht, denn die Halle hat keine Heizung. Allerspätestens wenn die Außentemperatur unter 5 Grad Celsius sinkt, wird geheizt. Damit die Innentemperatur wenigstens zweistellig wird. An diesem Tag herrschen innen rund 10 Grad Celsius – mit Unterstützung von Bruno, der leise vor sich hin bollert. Ein Ventilator an der Decke soll die Wärme ein bisschen verteilen. Allzu mollig brauchen es die Boulder-Sportler, also Kletterer auf Absprunghöhe, aber nicht. „Beim Klettern wird einem warm“, sagt Kunze. „Außerdem darf es gar nicht zu warm sein, sonst fangen die Hände an zu schwitzen.“ Zwischendurch ist es für viele aber angenehm, sich an dem Ofen zu wärmen.

Bundesgartenschau brachte Bouldern nach Potsdam

Bouldern sei durch die Bundesgartenschau 2001 nach Potsdam gekommen, erzählt Kunze. Im Buga-Park gibt es eine Boulderwand, an der sich immer die gleichen Leute trafen. „Wir haben dann lange nach einer Indoor-Möglichkeit zum Klettern im Winter gesucht.“ 2007 zogen die Kletterer schließlich in die rund 250 Quadratmeter große Halle. Kunze: „Wir haben lediglich mit einer Wand angefangen. Dann haben wir peu a peu ausgebaut. Mit jedem Bauabschnitt wurden die Wandkonstruktionen komplexer und anspruchsvoller.“ Mittlerweile sind alle Wände bekletterbar, es gibt sogar Überhänge. Dank der zahlreichen Gewinde können die Routen jederzeit geändert werden.

Spätestens 2021 müssen aber alle Griffe und Tritte abgeschraubt werden. Dann soll die Halle für Wohnbebauung weichen. Die Kletterer hoffen aber auf eine Bleibe im neuen Sportforum Schlaatz. Dann hoffentlich mit Heizung, Bruno hat also bald ausgedient.

Von Ronny Müller

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