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Potsdam Bundesligateam setzt auf die Jugend
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15:49 23.03.2018
Zwei-Meter-Mann Ole Buth geht in seine erste Bundesliga-Saison. Quelle: foto: Patricia von Thien
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Potsdam

Schon vor dem offiziellen Bundesliga-Startschuss hatte der UJKC Potsdam Grund zum Feiern. Am Donnerstagabend wurde im „Proviant Amt 331“ nicht nur die Saisoneröffnung und Kadervorstellung mit Sekt begossen, sondern auch das erfolgreiche Abschneiden bei der U21-Meisterschaft. Vor zwei Wochen bei den Wettkämpfen in Frankfurt (Oder) räumten Potsdamer Judoka insgesamt sieben Goldmedaillen ab.

Einer der Titelträger ist Nachwuchs-Talent Ole Buth. Der 18-Jährige wurde Meister in der Gewichtsklasse bis 100 Kilogramm. Er ist einer von fünf Neuen im jungen Bundesliga-Kader von Trainer Mario Schendel, der insgesamt 37 Kämpfer umfasst. Buth geht als einer von zahlreichen Hoffnungsträgern in seine erste Saison. „Ole ist ein hervorragender Kämpfer, der unser Team verstärken wird“, sagte Schendel bei der offiziellen Vorstellung des Kaders vor etwa 50 geladenen Gästen. Buth soll dem deutschen Vizemeister Philipp Galandi als Back-up dienen. Die Gewichtsklasse bis 100 Kilogramm sei laut Schendel damit eines der stärksten Teams, das der UJKC aufzubieten hat. Als Saisonziel ist der zweite Platz in der Nord-Staffel ausgegeben.

Im Kindergarten fing alles an

Bereits im Kindergarten fing Buth mit dem Kampfsport an, kämpfte bis 2016 für den PSV Frankfurt. Es folgte ein Auslandsjahr in Georgiens Hauptstadt Tiflis. Dort wollte er sich nicht nur persönlich, sondern auch sportlich weiterentwickeln. „Ich wollte mein Englisch und Russisch verbessern“, so der Elftklässler. „Außerdem sind die Georgier sehr stark im Judo, da konnte ich technisch einiges mitnehmen.“ Seit einem Jahr lebt der gebürtige Frankfurter in Potsdam und besucht die Sportschule. Dort trainiert er neun bis zehnmal pro Woche. Woran der 2,00-Meter-Judoka noch arbeiten will: Seine Beweglichkeit. „In den Spagat zu rutschen, ist anatomisch so gut wie unmöglich“, lacht Buth. Er mag vor allem das Athletik-Training.

Aktuell kämpft Buth noch mit einer Zehen-Verletzung, beim ersten Wettkampf gegen Titelverteidiger und Staffel-Favorit Hamburger JT am 31. März wird er wohl noch zugucken müssen. „Aber danach will ich so viele Kämpfe wie möglich bestreiten, alles geben und gewinnen“, so Buth. Er hat große Ambitionen, sein Fernziel: Die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. „Japan ist das Mutterland des Judo. Wer will da nicht hin? Deshalb wäre es ein Traum, dabei zu sein und auch das Olympische Dorf hautnah zu erleben.“ Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Doch mit dem Aufstieg in den Potsdamer Bundesliga-Kader hat Buth die erste Etappe gemeistert.

Von Patricia von Thien

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