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Potsdam Japanischer Star soll Finalrundeneinzug sichern
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17:16 27.03.2018
Bennet Pröhl (r.) geht für den UJKC Potsdam wieder auf die Bundesligamatte. Quelle: Foto: Gerhard Pohl
Potsdam

Er hat noch nicht einmal gekämpft, trotzdem wird Takafumi Kitahara in Potsdam bereits der Rote Teppich ausgerollt. „Er ist jetzt schon mein Liebling, obwohl ich ihn bisher weder kennengelernt noch kämpfen sehen habe,“ sagte Trainer Mario Schendel mit einem Augenzwinkern bei der Kadervorstellung des UJKC Potsdam für die am Samstag beginnende Saison in der Judo-Bundesliga.

Takafumi Kitahara, UJKC Potsdam, Saison 2018 Quelle: verein

Kitahara ist der erste Kämpfer aus Japan, dem Mutterland des Judo, der in der Judo-Bundesliga auf die Matte gehen wird. Ein historischer Schritt für die Potsdamer. „Er gehört zur absoluten Weltspitze, ist die Nummer vier in Japan“, so Schendel. „Ein Überraschungspaket, das uns viel Freude bereiten wird.“

Ziel: Zweiter in der Nord-Staffel

Seit 2003 ist der Verein ununterbrochen in der Liga vertreten. Der letzte große Erfolg datiert aus dem Jahr 2012, damals wurde der UJKC Dritter. Auch dieses Jahr wollen die Potsdamer wieder für Furore sorgen. Neben Meister Hamburger JT seien laut Schendel der TSV Bayer 04 und die SUA Witten die stärkste Gruppen-Konkurrenz. „Wir wollen mindestens Zweiter in der Nord-Staffel werden“, sagt Schendel.

Dafür hat der UJKC neben Kitahara mit Laszlo Csoknyai aus Ungarn eine weitere Verstärkung aus dem Ausland geholt. Hervorragende Ergänzungen, doch Schendel setzt vor allem auf die Jugend. „Wir binden den Nachwuchs aus der Sportschule und aus Berlin stark mit ein und wollen, dass er sich am Standort Potsdam entwickelt“, so der Coach.

Wettkampf-Plan verändert

Neu im Kader sind neben den beiden ausländischen Judoka U21-Meister Ole Buth, Matteo Habermann und Niklas Pelz. Neben personellen Veränderungen wird auch der Wettkampf-Plan umgestellt. Statt ehemals sechs Teams sind nun jeweils neun Vereine in der Nord- und Süd-Staffel. Damit hat der UJKC vier garantierte Heimkämpfe. Die zwei besten Teams pro Staffel qualifizieren sich direkt für die Finalrunde – und kämpfen um den Titel. Die bisherige Viertelfinal-Runde ist abgeschafft.

Davon könnten die Potsdamer besonders profitieren. Denn in den vergangenen Jahren scheiterten die Judoka nach starken Staffel-Ergebnissen oft hauchdünn im Viertelfinale, so wie letztes Jahr gegen JC Leipzig.

U21-Meister als Eckpfeiler im Team

Die Gewichtsklassen bis 73, 90 und 100 Kilogramm seien laut Schendel dieses Jahr am stärksten besetzt. Als wichtigste Eckpfeiler des Teams sieht der Trainer vor allem die U21-Meister Tim Schmidt (bis 90 kg), Kilian Ochs (bis 73 kg) und Bennet Pröhl (bis 66 kg). „Wir haben eine Breite im Kader wie kein anderes Team der Liga. Verletzungen können wir problemlos auffangen“, sagt Schendel.

Der große Kader sei die größte Stärke des Teams – zugleich aber auch die größte Schwäche. „Leider sind die Liga-Kämpfe nicht angepasst an die internationalen Wettkämpfe“, erklärt Schenkel. „Dadurch ist unsere Jugend permanent im Einsatz und wird uns oft fehlen. Fluch und Segen zugleich.“

Ein Kracher zum Auftakt

Durch internationale Einsätze wie bei der U21-Nationalmannschaft werden einige Topkräfte wie Vizemeister Philipp Galandi (bis 100 Kilogramm) oder Schwergewichtler Erik Abramov schon beim ersten Wettkampf nicht dabei sein.

Kommenden Samstag (18 Uhr, MBS-Arena) wartet zuhause direkt ein harter Brocken: Der diesjährige Titelfavorit Hamburger JT. Ob das frühe Aufeinandertreffen ein Vor- oder Nachteil für sein Team ist, da ist sich Schendel nicht sicher: „Ich hätte mir gewünscht, dass alle anwesend und fit sind, damit wir einen echten Vergleich haben.“ Die Besten der unteren Gewichtsklassen seien dabei, in den höheren fehlten die Top-Kämpfer.

Von Patricia von Thien

Rolle rückwärts: Nachdem am Montag sowohl der SV Babelsberg 03 als auch Fußball-Bundesligist RB Leipzig bekanntgaben, dass sie ein Benefizspiel in Potsdam austragen, wurde am Freitag das Spiel abgesagt. Babelsberg begründete die Entscheidung mit Terminschwierigkeiten. Zuvor hatten viele SVB-Fans sich über die Wahl des Testspielgegners beschwert.

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