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Potsdam Norman Bücher läuft 20000 km um die Welt
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18:54 19.10.2018
Extremläufer Norman Bücher traf gestern Nachmittag am Brandenburger Tor in Potsdam ein. Quelle: Dirk Becker
Potsdam

Er schon die Wüste Gobi laufend durchquert – 600 km im Alleingang. Da muten die 55 km von Bad Belzig nach Potsdam wie ein schöner Herbstspaziergang an. Norman Bücher traf gestern auf dem vorletzten Teilstück der ersten Etappe seines Projekts ’7 Continents’ am Brandenburger Tor in der Landeshauptstadt ein.

Der Extremläufer ist mit 22 Jahren seinen ersten Marathon gelaufen, es folgten weitere und eben auch Laufabenteuer wie Gobi, Atacama-Wüste in Chile oder 265 km nonstop durch das Königreich Butan. „Laufen ist schön, die Ego-Trips ganz nett, aber irgendwas hat mir gefehlt“, sagt der 40-Jährige. Deshalb hat er sein Projekt ’7 Continents’ ins Leben gerufen. Über einen Zeitraum von sieben Jahren will sich der gebürtige Karlsruher bei einer Tour über knapp 20000 km als Jugendbotschafter einbringen. In neun Etappen will der im Hauptberuf als Vortragsredner tätige Bücher auf sieben Kontinenten durch 70 Länder reisen und mit seinem Team bestehend aus Dominique Bolsinger, Marian Mok und Oliver Filipzik Stimmen von Jugendlichen sammeln. „Ich mache viel mit jungen Menschen“, sagt er, „ich möchte den jungen Menschen meine eigenen Erfahrungen vermitteln.“ Nicht auf andere hören, den Mut haben, aufs eigene Herz zu hören, seinem Bauchgefühl zu folgen. In Vorträgen an Schulen bringt er diese Thesen seinem jungen Publikum nahe.

Die erste Etappe startete am 4. Oktober am Europaparlament in Straßburg in Richtung Berlin. Während der knapp 750 km hat Bücher mit seinem symbolischen Mikrofon, das er wie eine olympische Fackel als Zeichen des Projekts trägt, bereits 1500 Stimmen von Jugendlichen eingefangen. Antworten auf Fragen wie „Was ist dein größter Traum?“ oder „Was möchtest du Regierungschefs mitteilen?“, sammelt er und übergibt sie am Ziel der Reise im Jahr 2024 der UN-Generalversammlung in New York. Was für eine Reaktion erwartet er? „Das weiß ich nicht, ehrlich, das wird sich zeigen.“

Nach dem heutigen Lauf nach Berlin geht es erst einmal nach Karlsruhe. „Ich freue mich auf meine Frau und meine Tochter, auch auf die Couch.“ Mit Vorträgen bei Firmen, mit dem Verkauf seiner Bücher und mit Hilfe von Sponsoren wird das Projekt finanziert. Zur nächsten Etappe im Mai 2019 von Berlin nach Istanbul, wird er eine große Fahne mit sich führen, auf der jeder seinen Namen gegen eine 77-Euro-Spende drucken lassen kann.

Von Dirk Becker

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